Thread: #MeinungvsFakten
In einem Leserbrief zu meinem Essay in der ZEIT wurde mir Unwissenschaftlichkeit vorgeworfen. Mein Text ist ein persönlicher Erfahrungsbericht mit vielen offenen Fragen, nicht mehr, nicht weniger. Aber darf ich das als Wissenschaftsjournalistin? (1/5)
Auch in #maiLab Videos teile ich manchmal meine Meinung - deutlich als solche von den Fakten abgesetzt. In den Kommentaren löst das Reaktionen aus wie “Bleib bitte bei den Fakten und behalte deine Meinung für dich.” Interessantes Reasoning. (2/5)
Die Öffentlichkeit ist voll von Menschen, die nicht nur ihre Meinung sagen, sondern sie mit Fakten vermischen, ja sogar als Fakten verkaufen. Darunter Menschen in machtvollen Positionen. Ich bin für klare Trennung zwischen Meinungen und Fakten, und das setze ich auch um. (3/5)
Doch es gelten, so scheint es mir, verschiedene Standards: Wenn eine Wissenschaftsjournalistin etwas Persönliches teilt, ist das unsachlich, aber wenn ein Politiker uns mit Bullshit überschwemmt, dann ist das halt normal. (4/5)
Wer denkt, Wissenschaftler/innen und Wissenschaftsjournalist/innen sollen ihre Meinung für sich behalten, alles andere sei unwissenschaftlich, sollte mal über diesen #doublestandard reflektieren.
ACHTUNG: Meine Meinung, keine Forschung. (5/5)
Share this Scrolly Tale with your friends.
A Scrolly Tale is a new way to read Twitter threads with a more visually immersive experience.
Discover more beautiful Scrolly Tales like this.
