Nachdem in der „Kulturnation“ Österreich traditionell das Thema Kultur im Wahlkampf keine Rolle spielt, gibt es hier ein best-of meines neuen Kulturprogrammes #Wahl19:
1.Das breitgetretene Label „Kulturnation“ braucht endlich eine Kulturpolitik, die diesem Anspruch Rechnung trägt. Wir könnten es nach der Wahl ausnahmsweise mit einer kulturinteressierten Persönlichkeit an der Spitze eines starken Kulturministeriums versuchen.
2.Meine Vision: Eine politisch unabhängige und unbürokratische Kulturstiftung nach dem Vorbild der Pro Helvetia. Diese würde dem verstaubten, bürokratischen Fördersystem in Österreich mehr als guttun. Diese muss die Hände frei haben, um aktiv Kunstschaffende zu fördern
und braucht von der Politik unabhängige, mehrjährig gesicherte Fördertöpfe. 3.Der hohe Aufwand für kleine Vereine durch die absurde Förderbürokratie mit Doppelgleisigkeiten und Mehrfachförderungen muss ein Ende haben.
4.Privates Engagement fördern und nicht verteufeln: Die Absetzbarkeit von Spenden an Kultureinrichtungen soll allein an eine vom Finanzamt bestätigte Gemeinnützigkeit geknüpft sein.
5.Verstärkte Infrastrukturförderung und Startförderung.
6.Budgets an steigende Personalkosten anpassen. Die vergessene Valorisierung der Personalkosten der Bundestheater gehört endlich umgesetzt.
7.Die Burgtheater-Skandale haben große Defizite in Bezug auf Compliance, Diversität, Förderung von Frauen und moderne Unternehmensführung offenbart. Daher will ich, dass in Zukunft die österr. Kulturinstitutionen auch organisatorisch eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen.
8.Alle Bürger_innen finanzieren das Kulturbudget des Bundes. Deshalb müssen die in Wien zentrierten staatlichen Kulturinstitutionen auch den Weg über Kooperationen in die Länder finden.
9.Braucht keinen neuen Generalsekretär, sondern eine/n Miniser_in, der/die ihre Arbeit macht und eine Museumsreform mit klaren Zuständigkeiten und Abgrenzungen gemeinsam mit dem Direktor_innen umsetzt.
10.Das Haus der Geschichte weg vom Parlament. Ich will ein eigenständiges, unabhängiges @hdgoe , das nicht am Gängelband der Politik hängt und das zudem mit einem sinnvollen Budget ausgestattet wird.
11.Statt in der Forschung zu sparen, bin ich für eine stärkere Förderung der wissenschaftlichen Arbeit in den Museen.
12.Österreich hat eine lange Tradition von politisch motivierten Postenbesetzungen. Dies ist leider auch im Kulturbetrieb viel zu stark etabliert.
Deshalb: Abschaffung der fixen Sitze für Regierungsparteien in Kulturbeiräten sowie weniger Einmischen durch die Politik bei der Entsendung von Personen in Aufsichtsräte von Kulturbetrieben.
13.Die österreichische Förderlandschaft im Bereich Film an die neuesten Entwicklungen und Technologien anpassen und ins 21. Jahrhundert holen.
14.Starke, mit ausreichenden Mitteln versorgte Kunstunis, die neue, experimentelle und zukunftsweisende Studienrichtungen umsetzen.
15.Lange schon in Gesprächen: Umsetzung des Fotomuseums in Salzburg.
16.Österreichische Musik ist weltbekannt. Mehr Leuchtturmprojekte wie das Pop Borg in Linz, das bis heute nur als Schulversuch gilt.
17.Ich will mit der freien Szene reden und bin für transparente Richtlinien für die Einmietung von freien Theatergruppen in subventionierten Häusern.
18.Büchereien sollen noch stärker niederschwellige "Orte der Begegnung mit Literatur" werden und sich als offene, partizipative Lernorte verstehen, die ihre Besucher_innen zum Verweilen einladen.
19.Leeren Raum für Kultur zur Verfügung stellen. Verstärkte Förderung von Initiativen, die Leerstände und Freiräume mit kulturellem Leben erfüllen.
20.Keine Einmischung in die Inhalte von Seiten der Politik. Die Freiheit der Kunst muss insbesondere auch für von der Regierung "unerwünschte" Strömungen und Gegenkulturen verteidigt werden.
21.Die soziale und versicherungsrechtliche Absicherung von Kunstschaffenden an ihre Erwerbsrealität anpassen und diese entbürokratisieren.
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