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Your common Cis-Hete trying my best to be an ally.

Feb 19, 2020, 14 tweets

Clever hier immer 7% zu wählen für die Eigenleistung, da fällt das Perfide gar nicht so auf.

Überlegt man sich, dass Grundlebenshaltungskosten für ein Kind relativ fix sind, egal wie viel die Eltern verdienen, geht dieser fixe Betrag vom Gehalt der Eltern ab. Dieser macht

natürlich beim Großverdiener weniger aus. Vom statistischem Bundesamt wurde eine Zahl von 584€ berechnet. Zieht man 204€ Kindergeld ab, bleiben 380€ übrig. Bei einem Monatsbrutto von 1.250€ macht das in etwa als Alleinerziehende/r 851€ netto. Somit bleiben vom Monatsnetto

ca. 471€ übrig. Zieht man jetzt in Betracht, dass für das Kind 118€ gezahlt werden müssen, so bleiben 353€. Hiervon muss dann der Erwachsene Miete bezahlen, essen und Kleidung kaufen.
Machen wir mal die Rechnung auf für jemanden der 92.500€ im Jahr verdient, nur so zum Spaß.

Netto bleiben 3.662€ übrig. Davon abgezogen die Lebenshaltungskosten: 3.282€. Jetzt noch abgezogen die Kosten für die Waldorfschule: 2.742€. Die Kosten für die Waldorfschule wirken fair,sind jedoch aufgrund der Fixkosten für ein Kind absolut ungleich verteilt. Denn dem

Besserverdienenden bleibt nunmal immer noch erheblich mehr übrig, selbst nach Abzug dieser Fixkosten
Da dies Mindestbeiträge sind, über die auch erst bei Gehältern unter 15.000€ jährlich verhandelt werden kann, ist es logisch, dass sich lediglich Kinder von Besserverdienenden

diese Schulbildung leisten können.
Die vorgetäuschte Sozialität der Waldorfschulen wird somit durch ihre Beiträge adabsurdum geführt. Aber damit noch nicht genug. Gucken wir uns noch etwas an:

Jedes weitere Kind kostet aus unerfindlichen Gründen 65 Euro mehr. Das bedeutet, dass

eine Familie mit 15.000€ Einkommen und 2 Waldorfkindern mit 5,2% Mehrkosten belastet wird, eine mit 92.500€ nur mit 0,84%. Rechnen wir mal aus was bei dem/der Alleinerziehenden mit 15.000€ übrigbleibt, wenn, wie hier lächerlicherweise angenommen wird, 3 Kinder auf die

Waldorfschule gehen sollen:
Unter Berücksichtigung von Kindergeld, Lebenshaltungskosten für die Kinder und Kosten für die
Schule, steht der/die Alleinerziehende jeden Monat mit 826 € mehr in der Kreide. Wohlgemerkt bevor sie irgendwo Miete/Strom/Gas/Wasser bezahlt, Kleidung für

sich gekauft oder etwas gegessen oder getrunken hat.

Die Rechnungen suggerieren somit, dass auch Leute mit niedrigem Einkommen ihre Kinder auf die Waldorfschule schicken können, die Realität zeichnet ein anderes Bild.

Lustig ist auch, dass die Kosten für das Mittagessen von der

6. zur 7. Klasse plötzlich um das 2,6fache steigen. Was passiert da mit den Kindern?Wachstumsschub? Fressattacken?
Und wieso passiert dies von der 7. zur 8. Klasse nochmal? Nochmal eine Steigerung der Kosten um das 1,75fache für das Mittagessen.Danach bleiben sie lange konstant,

bis es in der 12. Klasse wieder aus unerfindlichen Gründen um 10€ absackt.
Zusammenfassend kann man sagen: Die Waldorfschule ist für Besserverdienende. Sie suggeriert nach außen, dass jeder diese Schule besuchen kann, selbst bei einem ersten Blick auf die Beitragssätze könnte

man dies noch glauben.

Rechnet man aber genau nach, zeigt sich, dass die Waldorfschule offenbar frei nach Franz Josef Degenhardt die Linie "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern" fährt.

Denn die Verhandlungen die unter einem Gehalt von 15.000€ geführt werden können, sind

vermutlich irrelevant, da in dieser Gehaltsklasse die Einschulung des Kindes auf einer Waldorfschule zu den irrelevantesten finanziellen Problemen gehören dürfte.

Wütende Waldorfschulenelternkommentare in 3...2...1...

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