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Aug 21, 2020, 5 tweets

Auch das @DIW_Berlin kommt zu dem Schluss: Geflüchtete, die seit 2015 nach Europa gekommen sind, sind im Schnitt (tw. wesentlich) höher gebildet als die Bevölkerung im Herkunftsland. diw.de/de/diw_01.c.79…

Wir bezeichnen das auch als "positive Selbst-Selektion" die Bildung betreffend. Migration ist immer auch eine Frage der Ressourcen, die meistens mit höherer Bildung einhergehen.

Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass sich die Ärmsten der Armen (und meist weniger Gebildeten) die Flucht nach Europa gar nicht leisten konnten und maximal innerhalb des Landes (Binnengeflüchtete) oder in Nachbarländer (Jordanien, Libanon) geflüchtet sind.

Die Hauptursache dafür sind fehlende legale Fluchtmöglichkeiten, die allen vom Krieg Betroffenen (nicht nur jenen mit Ressourcen) offen stehen. Das internationale Schlepperwesen ist nur eine Folge dieser Leerstelle.

Auch in Deutschland ist diese "positive Selbst-Selektion" besonders deutlich bei syrischen Geflüchteten ausgeprägt. Ein ähnlicher Befund zeigte sich bereits 2015/16 in Ö (siehe dazu auch die AMS-Kompetenzchecks und journals.plos.org/plosone/articl… by yours truly).

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