Wir beobachten eine hohe Geburtenrate unter geflüchteten Frauen, wie es häufig nach erfolgter Migration der Fall ist: Etwa die Hälfte der Syrerinnen zw. 20 und 30 Jahren, die seit 2015 nach Ö gekommen sind, hat seit Ankunft ein Kind bekommen.
Diese Frauen stehen aufgrund von Mutterschutz&Karenz dem Arbeitsmarkt längere Zeit nicht zu Verfügung, können keine Weiterbildung besuchen. Sobald sie wieder als Erwerbspersonen beim AMS gemeldet sind, wurden viele der 2015 geschaffenen Integrationsmaßnahmen schon wieder gekürzt.
Die (ökonomische) Integration v. Frauen erfolgt aufgrund von Geburten, Sorgearbeit, etc. also oft langsamer als bei Männern, deshalb braucht es längere Planungshorizonte. Kürzt man Integrationmaßnahmen jetzt, kommen sie genau dieser wichtigen Gruppe nicht mehr zugute.
Vor allem im Jahr 2016 war die Anzahl der syrischen Geburten sehr hoch und lag monatlich zwischen 100 bis 175. Das sind junge Austro-Syrer*innen der 2. Generation, die das Herkunftsland ihrer Eltern nie kennengelernt haben.
Die Daten dazu stammen von Statistik Austria, unsere Analysen kann man u.a. hier nachlesen (sende bei Interesse gerne das Kapitel zu). springer.com/gp/book/978303…
Share this Scrolly Tale with your friends.
A Scrolly Tale is a new way to read Twitter threads with a more visually immersive experience.
Discover more beautiful Scrolly Tales like this.
