Ganz ehrlich, das ärgert mich. Seit Monaten weisen Expert*innen darauf hin, dass unzureichend, paternalistisch, verfehlt mit/in Communities kommuniziert wird. Wir wissen im Grunde nicht, wie gut sich Menschen mit Migrationshintergrund...
oe1.orf.at/player/2020092…
...über Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen informiert fühlen, wie sie diese im Alltag umsetzen können, welche Informationswege sie wählen. Was sie brauchen, was ihnen Angst macht, wie man als Behörde auf Augenhöhe unterstützen kann.
Rein sprachliche Übersetzung ("zum Download auf der Website") ist zu wenig. Schon vor Corona war z.B. 1450 viel zu hochschwellig für die viele türkische MigrantInnen, wurde kaum in Anspruch genommen. Bereits im Sommer haben wir dazu Unterstützung & Forschung angeboten.
Bitte diese Kritik nicht im parteipolitischen Hickhack verkommen lassen, es ist nicht einzelnen Akteuren zuzuordnen. Das ist ein systemisches Problem, auch in der Wissenschaft: Die großen Corona-Erhebungen dieses Landes erheben den Migrationshintergrund nur unzureichend.
Es fehlt am politischen (oft auch akademischen) Willen, mehr über Menschen m. Migrationshintergrund zu erfahren, um zielgerichtet unterstützen zu können. Die Folge sind Cluster wie diese, und dadurch ein erneutes Einzahlen in alte Feindbilder und Schablonen.
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