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Sep 25, 2020, 7 tweets

In einem internen Polizei-Papier aus NRW heißt es: „Auf eine stetige Abgrenzung zwischen Clan-Mitgliedern, die kriminell in Erscheinung getreten und solchen, die es nicht sind, muss an dieser Stelle verzichtet werden.“

neues-deutschland.de/artikel/114223…

»Alles, was den Aufwand erhöht und die Gewinne mindert, schwächt das Gefüge. Dies kann als mittelfristige Zermürbungsstrategie den Vertrauensverlust auf gelernte Grundsätze und Unsicherheitsempfinden fördern«

Zudem wird vorgeschlagen, bei Einsätzen von Polizei und Zoll Hundestaffeln einzusetzen, da »Clan«-Mitglieder sich vor Hunden fürchteten und diese als »unrein« betrachteten.

Als entsprechend zweckmäßig wird bewertet, dass weibliche Beamte eingesetzt werden. Durch entsprechend aggressives Auftreten könnten diese »den Mann dominieren« und in seiner Ehre »verletzen«.

Das Papier empfiehlt für Kinder aus »Clan«-Familien unter 14 Jahren neben sozialpädagogischer Jugendarbeit unter anderem: »Konsequenzen und Regeln, engmaschige Betreuung, wenn möglich Unterbringung nach SGB VIII«.

Die Autorin des polizeiinternen Papiers, Dorothee Dienstbühl, ist Professorin an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW und macht die wissenschaftliche Begleitung für die Besondere Aufbauorganisation »Aktionsplan Clan« der Essener Polizei.

In einem Interview mit der »Welt« warnte Dorothee Dienstbühl im Juli denn auch vor einer Rassismus-Debatte, da diese Kriminellen helfe und den Staat schwäche. Ihre Äußerungen wurden von der extrem rechten »Jungen Freiheit« & in der rechten Internet-Bloggeria begierig aufgegriffen

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