Die Rüdin Profile picture
Resignierte Perfektionistin, introvertiert, hochsensibel, traumatisiert und chronisch schmerzkrank mit Panikstörung. Da kann frau schon mal rüde werden.

Sep 22, 2021, 14 tweets

#DieRüdinRäumtAuf Teil 31

Ablage und aufräumen, wozu das alles?

Zuerst zur Ablage, da fallen mir einige gute Gründe ein. Wenn wir sie nämlich nicht auf dem laufendem haben, bringt uns das etliche Nachteile oder Frustmomente.

Wenn du etwas suchst und das nicht da ist, wo es hingehört, dann ärgerst du dich oder wirst ungehalten und ungeduldig. Das ist Energieverschwendung und beeinflusst deine Stimmung ins Negative. Schade, oder?

Zusätzlich verschwendest du Zeit, wenn du dich erst auf die Suche nach Dokumenten machen musst. Da dir das eigentlich klar ist, ist deine Motivation auch direkt hopps. Und dann schreibst du den Brief oder die Kündigung, wofür du das Dokument brauchst, eben nicht gleich.

Dann verschwendest du auch noch Platz. Denn die Ablagestapel türmen sich ja auch irgendwo. Oft vermehren die sich auch noch. Dann liegt was auf dem Schreibtisch, was anderes im Wohnzimmer und noch was in der Küche. Und dann staubt es auch noch ein. Schön ist das nicht.

Wenn du nur ein paar Blätter abzulegen hast, bist du auch motivierter das eben mal zu erledigen. Liegt da ein Berg, dann dauert das natürlich länger und du fängst womöglich nicht einmal an. Ich kenne das wirklich nur zu gut!

Der wichtigste Punkt: Im Notfall muss auch jemand anderes sich zurechtfinden können. Wenn du verhindert bist oder krank in einer Klinik, finden deine Zugehörigen oder ggfs eine betreuende Person dann alle notwendigen Dokumente? Das kann fatal sein falls nicht.

Würde also ich zum Beispiel bei dir im Notfall deine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht finden? Fände ich die Kontaktdaten deines Vermieters, wenn Wasser durch die Decke sickert? Du tust also nicht nur dir einen Gefallen, wenn das überschaubar abgelegt ist.

Solche Gedanken habe ich mir natürlich auch zur Ordnung in der Wohnung gemacht. Auf den Punkt brachte das gestern hier auf Twitter der Herr Viskosie.
Er schrieb: "Wirklich schlimm ist es, wenn Faulheit und Ordnungsliebe im selben Körper wohnen."
Bämm, hatte er mich erwischt!

Ich mag es tatsächlich sehr ordentlich, am liebsten "reizarm". Kein Wirrwarr, kein Durcheinander, kein Schnickschnack; das macht mich physisch und psychisch sonst komplett unruhig.
Und ich bin faul. Wirklich faul und bequem, auch wenn du das erstmal nicht glauben magst.

Ich bin zu faul um viel auf einmal zu machen. Deswegen erledige ich Dinge sehr schnell, solange die Aufgabe noch klein ist. So brauche ich nur ein paar Minuten und nicht den halben Tag. Ich bin zu faul zum suchen, deshalb hat alles seinen festen Platz, sozusagen sein Zuhause.

Und ich will auch nicht in Hektik verfallen, weil Besuch sich ankündigt oder der Heizungsableser. Und um Großaktionen zu vermeiden, mache ich eben täglich die Kleinigkeiten, die anfallen. Ich bin wirklich faul...

Was mich gar nicht anficht, ist die dumme Frage: "Was sollen denn die Leute denken?"
Wer bei mir in die Bude darf, der darf die auch im Chaos sehen, was ganz selten auch mal der Fall ist. Ich sag nur "chronisch schmerzkrank".

Was ich aber auch zur eigenen Sicherheit brauche: Platz für Rettungskräfte. Alles schon erlebt, sowohl Feuerwehr als auch Notarzt und Sanitäter. Die müssen Raum haben für ihre Arbeit im Notfall und für eine Trage und ihren Rucksack. Keine Stolperfallen, sondern klare Wege.

Damit habe ich meine Antreiber in Sachen Ordnung dargelegt und vielleicht kannst du das nachfühlen oder dich ein kleines bisschen anstecken lassen. Wie gesagt, du tust nicht nur dir einen Gefallen.
Und jetzt faulenze ich weiter...

Share this Scrolly Tale with your friends.

A Scrolly Tale is a new way to read Twitter threads with a more visually immersive experience.
Discover more beautiful Scrolly Tales like this.

Keep scrolling