Die Vorfälle in Wuppertal, wo mit hoher Wahrscheinlichkeit bald das #AZ an der #Gathe durch einen #DITIB-Megakomplex ersetzt wird, beschäftigen mich doch mehr, als ich mir zuerst eingestehen wollte. Leider ist nun das eingetreten, wovor wir seit Jahren gewarnt haben. (Thread/1)
Die islamische Rechte, für die DITIB beispielhaft in der BRD steht, expandiert mit freundlicher Unterstützung bürgerlicher Parteien, am Ende des Tages zum Nachteil linker Strukturen. (2)
Natürlich sollte man sich hier die Frage stellen, warum ein Verband, der als Struktur mit der türkischen Religionsbehörde DIYANET verbunden ist, die wiederum direkt dem türkischen Präsidenten, dem Islamisten und Antisemiten Erdoğan, untersteht, (3)
irgend ein Interesse an links-autonomen Einrichtungen wie dem AZ in Wuppertal haben sollte? Dabei ist die Verbindung der DITIB mit dem türkischen Staat nicht nur durch zahlreiche türkische Staatsbeamte in Vorstand-Strukturen des islamischen Dachverbandes eindeutig. (4)
Eine Verbindung zum proto-faschistischen AKP/MHP-Regime in Ankara, welches natürlich auch den kemalistischen Staatsnationalismus transportiert, wodurch eben auch die DITIB eine dezidiert anti-sozialistische Einrichtung ist. (5)
Dahingehend haben wir über Jahre Aufklärungsarbeit in linken Strukturen unternommen. Mit Blick auf die breite Basis dieser Strukturen leider ohne Erfolg. (6)
Auch wenn wir immer wieder vereinzelte progressive Organisationen mit unserer Arbeit erreichen konnten, so wurde diese Arbeit schlussendlich doch nicht so umgesetzt, als dass eine Bewusstseinsveränderung an der Basis stattgefunden hätte. (7)
Gerade hier müssen sich weite Teile der Linken die Kritik gefallen lassen, dass sie sehenden Auges in die Katastrophe gelaufen sind. Das AZ in Wuppertal ist da - meiner Meinung nach - nur der Anfang. (8)
Bis heute verfügen nur vereinzelte linke Einrichtungen über eine Islamismus-Definition, die den Besucher*innen regelmäßig und nachhaltig, einen Einblick in den islamistischen Klerikalfaschismus verschafft. (9)
Ebenso wurde über Jahre wenig bis keine Analyse zur islamischen Rechten betrieben. Kaum Material, nur vereinzelte Veranstaltungen. Dies fällt auch dem AZ Wuppertal nun auf die Füße. (10)
All die Bemühungen, die jetzt von Teilen progressiver Linker, wie denen in Wuppertal, betrieben werden, sind am Ende des Tages nur Reaktionen auf eine Situation, in der "der Zug leider abgefahren" ist. Hier hätte über Jahre präventiv aufgeklärt und agiert werden müssen. (11)
Dies hatten wir immer angemahnt, doch wurden von einflussreichen Teilen der Linken entweder ignoriert, belächelt oder diffamiert. All das muss ein Ende haben. (12)
Heute begehen die bürgerlichen Parteien auch in Wuppertal den Internationalen Frauentag, u.a. mit dem Slogan "Jin, Jiyan, Azadî", dem Schrei nach Freiheit im Kampf gegen das Mullah-Regime im Iran. (13)
Dass dieser Slogan exemplarisch für den anti-islamistischen, feministischen Befreiungskampf der Kurd*innen steht, vergessen viele der politischen Verantwortlichen in der BRD. (14)
Stattdessen bereiten sie nun einer reaktionären Einrichtung wie der DITIB, in der eine rigide Geschlechtertrennung herrscht, das Feld zur Expansion. Das ist beschämend. (15)
Infos zur DITIB in Wuppertal:
Zur Erinnerung: der Vorsitzende der #DITIB-Gemeinde in Wuppertal saß 2016 im Vorstand des DITIB-Landesverbandes NRW, wo die Imame des Landesverbandes, laut taz, den Auftrag zur Spionage von der #DIYANET über die Religionsattachés "per Verordnung" bekamen.
taz.de/Tuerkisch-isla…
Nach dem Skandal sagte dieser Vorsitzende Folgendes:
"Wir wollen uns von der Diyanet nicht lösen, sondern arbeiten als Verein auf freiwilliger Basis mit der Diyanet zusammen. Das ist eine Partnerschaft."
Wtf 💁♂️💁♂️💁♂️
wz.de/politik/landes…
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