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(1) Die Jüdische Rundschau (JR), eine „unabhängige Monatszeitung“, um die es in diesem #thread geht, erscheint seit Juli 2014. Herausgegeben wird sie vom Verlag J. B. O. Jewish Berlin Online GmbH (Dahlmannstr. 23, Berlin).
(2) Mit der historischen Ausgabe der Jüdischen Rundschau, die von 1902 bis zu ihrem Verbot 1938 in Deutschland erschienen ist, hat die JR außer dem Namen nichts gemeinsam.
(3) Als „überparteiliches und pro-israelisch ausgerichtetes Medium“ mit einem breiten Themenspektrum hat es sich die JR zur Aufgabe gemacht eine „pro-israelische Stimme in Deutschland zu sein, ...
(4) … den Antisemitismus in all seinen Formen zu analysieren und zu kritisieren und die Vielfalt des jüdischen Lebens sowohl in Deutschland als auch in der Welt darzustellen.“ Screenshot von Webseite der Jüdischen Rundschau „Über uns“.Screenshot von der Webseite Jüdische Rundschau „Werbung“.
(5) Ob Aufdeckung + Analyse von Antisemitismus allerdings möglich sind, wenn zum Autor*innenkreis Personen gehören, d. zum Teil entweder rassistisch sind oder/+ einen rechten bzw. extrem rechten Hintergrundhaben,darf bezweifelt werden.
Doch zu den Autor*innen komme ich noch.
(6) Seit Gründung der JR sind mehr als 50 Ausgaben erschienen und das mit einem Umfang von 40 Seiten. Nur die Erstausgabe war umfangreicher und umfasste8 zusätzliche Seiten. 41 Ausgaben stehen mittlerweile über die Webseite im Archiv zur Verfügung
(7) und Artikel unter den jeweiligen Rubriken wie „Israel, Welt, Deutschland, Juden und Judentum, Kunst und Kultur, Geschichte…“ (screenshot siehe unten) Screenshot von der Jüdischen Rundschau „Mediadaten“
(8) Schon in der zweiten Ausgabe fallen die engen Verbindungen zum islamfeindlichen und rassistischen Blog Achse des "Guten“ auf.
Sowohl Jennifer Nathalie Pyka, die auch für die Jüdische Allgemeine schrieb, als auch Claudio Casula gehören zum Autor*innenkreis besagten Blog Screenshot Jüdische Rundschau Ausgabe Nr 2 August 2014 betr. Autorin Jennifer Nathalie PykaScreenshot Jüdische Rundschau Ausgabe Nr. 2 August 2014 betr. Autor Claudio CasulaAus diesem Screenshot geht hervor, dass Pyka auch für die Jüdische Allgemeine und die Achse des „Guten“ schreibt.Screenshot Jüdische Rundschau Ausgabe Nr. 4 2014 von Jennifer Nathalie Pyka „Der deutsche Patient“
(9) Diese Verbindung sticht hervor als Gegensatz zu einem Artikel von Anton Maegerle auf S. 5 und einem offenen Brief von Charlotte Knobloch S. 7, während gleichzeitig Chaim Noll und Ulrich Jacov Becker verantwortlich für ein zweiseitiges Interview waren. Screenshot Ausgabe Nr. 2 August 2014 Anton Maegerle „Um elf geht die Bombe hoch!“ Der NSU-Prozess gegen Beate Schäpe ….Screenshot Ausgabe 2 August 2014: „Gefangen in irrwitziger Naivität“ Offener Brief von Charlotte KnoblochScreenshot Ausgabe Nr. 2 2014 Interview mit ElyakimHaetzni geführt von Chaim Noll und Ulrich Jacov Becker
(10) Dabei hatte Chaim Noll, der ab Ausgabe 2 zum Autor*innenkreis gehört, bereits 2011 einen Artikel für das neofaschistische Magazin #Sezession verfasst (screenshot siehe unten) und er war Redaktionsmitglied und Autor von #MutScreenshot Sezession: Ausgabe 43/August 2011 Gastbeitrag von Chaim Noll: Ergänzender Screenshot von der Sezession. In dieser Ausgabe waren u.a. auch Texte von Martin Lichtmesz und Manfred Kleine-Hartlage....
(11) Das Monatsmagazin Mut wurde bis 1983 vom VS als rechtsextrem bezeichnet. Ab 1984 wandelte sich das „Magazin“ und die „Beobachtung“ durch den VS endete. Bis zur Einstellung von Mut im Juli 2017 wird das Magazin zum Sprachrohr d. „Neuen“ Rechten.
(12) Darüber hinaus gehörte Noll auch zum Autor*innenkreis der Achse und das seit 2008. Interessant ist allerdings, dass ab 2015 keine Artikel von Anton Maegerle mehr zu finden sind, aber sich stattdessen die Autor*innen aus dem Dunstkreis besagter Achse mehrten.
(13) Fast von Anfang an mit dabei ist Gerd #Buurmann. Autor für Tichys Einblick und für die Achse. Er ist bisheriger Spitzenreiter mit 48 Artikeln.
(14) Seit 2016 publiziert Jaklin #Chatschadorian für die JR. Sie ist mittlerweile Kuratoriumsmitglied der AfD-nahen #DesideriusErasmusStiftung und 2017 aus der CDU ausgetreten, weil (screenshot siehe unten) Austrittsbegründung aus der CDU
(15) In unregelmäßigen Abständen schreibt auch Henryk M. #Broder (Achse) für die JR. Über weitere Infos über den, der mit der AfD kuschelt, und der die rassistische Erklärung 2018 unterzeichnet hat, kann darum verzichtet werden. Er ist einschlägig bekannt.
(16) Seit 2016 schreibt auch Roger #Letsch (auch Achse) für die JR. Er schreibt aber auch für die extrem rechte Onlineplattform Journalistenwatch, hat die Charta 2017 (Susanne Dagen) unterzeichnet
(17) und sich durch diese Unterzeichnung mit extrem rechten/neofaschistischen Verlagen, wie Antaios, solidarisiert.
(18) Er hat auch die Erklärung 2018 unterzeichnet und ist Mitautor des Buches „#wir sind noch mehr“. Dieses Buch ist im Verlag von Heiko Schrang Macht steuert Wissen erschienen. Ich berichtete bereits davon.
(19) Zu den Mitautor*innen dieses Buches gehören Jürgen #Fritz, Angelika #Barbe und Vera #Lengsfeld, die alle bereits für die Jüdische Rundschau publizierten.
Fritz 1x 10.2016,
Barbe 1x 9.2016,
Lengsfeld 2x zuletzt 04.2018.
(20) Auch Anabel #Schunke gehört(e) zu den Autor*innen. Sie ist bei christlichen Fundamentalist*innen, Rechten und Neofaschist*innen sehr beliebt. Zw. 2016 und 2018 verfasste sie 3 Artikel.
(21) 2016 hat Schunke (mittlerweile bei der Achse angekommen) „der Bundesrepublik ihre Gefolgschaft gekündigt, weil es keine Obergrenze für Geflüchtete gibt“.
Hier ein kleines Beispiel, wie ihre Veröffentlichungen weitergetragen werden. Ein Screenshot von der Webseite der IB.
(22) Soviel zu ihrer Person.
Hier noch einige Autor*innen, die auch für die Achse schreiben oder einen rechten Hintergrund haben als Screenshot. Dirk Maxeiner, Alexander Kissler, Alexander Grau, Dushan Wegner, Sandro Serafin, Stefan Winckler, Ansgar Neuhof, Rainer Grell, Markus Vahlefeld, Cora Stephan, Matthias Matussek, Ulrich W. Sahm, Wolfgang Hintze, Gerd Held, Alexander Wendt, Rainer Bonhorst…
(23) Da dieser thread schon so weit fortgeschritten ist, möchte ich auf zwei Veranstaltung der Jüdischen Rundschau hinweisen. Sie sind sehr aufschlussreich.
(24) 2016 fand die Preisverleihung für „ehrlichen Journalismus“ statt. Abgesehen von dem Begriff „Gesinnungsjournalismus“ (siehe unten), möchte ich darauf hinaus, dass der Laudator dieser Veranstaltung Jan #Fleischhauer war. Screenshot Jüdische Rundschau: 6.1.2017
(25) Auch im Jahr darauf, 2017, übernahm im Rahmen einer Ehrung, Fleischhauer die Laudatio.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Fleischhauer bereits mindestens einen Beitrag für das DIJG verfasst (2009).
(26) Besagtes „Institut“, ein gemeinnützig anerkannter Verein, gehört zur EAD, den Evangelikalen oder Bibeltreuen.
(27) Offen und unverblümt wird hier Homoheilung nicht nur präferiert, sondern „Spezialisten“ von Reparativtherapien wie Christl R. Vonholdt oder Markus Hoffmann kommen hier zu Wort. Sie gehören zum Autor*innenkreis, wie Fleischhauer auch. (screenshot siehe unten)
(28) Wie aus dem nachfolgenden Screenshot hervorgeht nahmen an dieser Veranstaltung für Tuvia Tenenbom u.a. teil: Alexander #Wendt, Vera #Lengsfeld, Giselher #Suhr (Autor Junge Freiheit, Freie Welt, Referent für Eigentümlich frei),
(29) Samuel #Schirmbeck, Mitstreiter von Freiraum statt Haramkultur, eine islamfeindliche, rassistische Initiative, Akif #Pirinçci, der z auf einer Pegida-Demonstration (2015) bedauert hatte, dass die Kzs ja leider außer Betrieb seien,
(30) oder Nikolaus Fest (AfD)…
Über die Jüdische Rundschau gäbe es noch viel zu sagen, aber für eine Einschätzung mag dies genügen. Danke für's Interesse.
#lasttweet #gegenjedenAntisemitismus #fightracism
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