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#lautgedacht Im November 2019 zwitschere ich seit 5 Jahren über #Dresden mit Pegida-Bezug (der Hashtag #nurindresden ist jünger). Da frage ich mich schon - und das immer häufiger: wie lange noch?! Seit wann ich Pegida live komment., weiß ich nicht (ging in der alten Wohnung los).
Ich gehe nicht davon aus, dass die #nopegidaDD-Demo-Kultur in #Dresden sich in absehbarer Zeit so verändert, dass die Zahlenverhältnisse sich umdrehen. Es sind so viele Chancen vertan worden, manche trauen #Dresden eh nichts mehr zu, andere haben resigniert und ich habe mich
halt dazu entschlossen zumindest permanent (und vielleicht auch penetrant) das Thema in die Timeline zu pumpen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das einige nervt, die - wie ich selber übrigens auch - Wiederholungen hassen (und das ist bei mir durchaus stark ausgeprägt).
Nich darüber reden, das machen halt schon so viele. Ich maße mir nicht an, eine Lösung präsentieren zu können, aber immerhin habe ich es gewagt, auch meine halbgaren Ideen, mit Euch zu teilen. Damit bin ich auch angeeckt, es geht bei dem Thema aber auch nicht darum, dass sich
alle lieb haben. Ist mir auch egal, wenn die Leute es dreist finden, wenn ein Ex-NIEDERSACHSE, der in Leipzig - hinter feindlichen Linien - wohnt, immer wieder kommentiert, meckert aber vor allem eins: reagiert. Meine Timeline wird eher nur zum Spaß sagen: "Ach,marschieren die
immer noch?!" Ich habe keiner anderen Stadt mehr Threads gewidmet als diesem Dresden. Und dabei war mir Dresden schon vor Pegida unsympathisch (liegt auch zu nah an Bautzen und Hoyerswerda, die ich vorher stark im Fokus hatte).
Was ich halt noch spannend finde: Wie geht es mit Pegida nach der #sltw19 weiter und wie werden Pegida und die AfD dann miteinander umgehen (wer braucht dann noch den Anderen und braucht man sich überhaupt noch)? Natürlich hängt das davon ab, wie die Wahl ausgeht.
Bis dahin wird Pegida weiter AfD-WahlKAMPF betreiben und alles versuchen, um u.a. die GRÜNEN in #SAchsen (und anderswo zu degradieren und anzugreifen). Heute meinte eine Freundin am Telefon, dass sie das Unwort "Goldstücke" Bachmann zuordnet (mittlerweile nicht nur AfD-Sprech),
Es wird sich wenig ändern bis zum 5. Jahrestag von Pegida (im Oktober), den man sicher wieder größenwahnsinnig ankündigen und planen wird. Dass 5 Jahre Pegida ein absolutes Armuntszeugnis sind, brauche ich wohl nicht schon wieder erwähnen (ups!).
Ich kenne keine andere Stadt in Deutschland, die es auf der Straße so dermaßen versemmelt hat, wie das in #Dresden an Monatgen der fall ist. Ja, es demonstrieren Leute und das in einem unangenehmen Umfeld ("Grüße" an die #Pegizei), aber die "bürgerliche Mitte" engagiert sich
nicht auf der Straße und schon gar nicht, wenn man in unmittelbarer Nähe zu Pegida steht. Man läster, man meckert, irgendwie ist Pegida halt noch da, man isoliert Pegida gern vom "neurechten" Gesamtelend, usw. Strukturen in #Dresden werden nicht hinterfragt (bei Recherchen stößt
man dann eh immer wieder aus wem aus dem Pegida-Umfeld oder aus dem Orgateam). "Bachmann Lutz" hat Freunde, die er nicht als "stramme Neonazis" erkennt, dann #NPegiDa-Heidrun immer vorne mit dabei, "IB", AfD-Sprech, usw, es hat alles nicht mehr Menschen gegen Pegida aufgebracht.
Pegida ist ein Worst-Of-Sammelsorium, dort liefert man - so sollte es zumindest sein - genug Vorlagen, für ein kreatives Dagegensein, also einen #nopegida-Protest. Der Zusammenschluss zu einer großen Demo gegen Pegida (und den "neurechten" Terror) geschieht nicht. Ich werde aber
auch nicht müde immer wieder zu betonen, dass die "bürgerliche Mitte" selber auf der Straße nichts auf die Reihe bekommt. Theaterstücke und Statements, die sich auch gegen Pegida wenden, die reichen halt nicht. #dresdenpegidafrei denken zu wenige, weil sie offenbar nicht
wütend genug sind (es könnte auch Resignation sein, man ist ja angeblich so "müde" in dieser Stadt). Müde vom effektiven gegen Pegida, AfD und Kameraden (auf der Straße!) kann man aber wohl kaum sein.
Auch hier bei Twitter gibt es wenig Support im Voraus, es scheint vielen schon zu anstrengend zu sein, mal #nopegidaDD-Ankündigungen zu teilen (ich weiß, wie viele meiner Follower aus #Dresden, #Leipzig, usw) sind. Wenn das mal wenigstens klappen würde.
Pegida muss im Netz UND auf der Straße bekämpft werden und da kann jeder etwas dazu beitragen. Die Vernetzung halte ich - auch online - für eine Farce. YT wirkt oft schon komplett verloren. Dann nicht wundern, wenn YT nach rechts rutscht, die Algorithmen passen sich da an.
Und immer wieder sehen wir, dass es in #Dresden auch anders geht (Ihr kennt die Bsp.). Und da fühle ich micht - und ich komme nicht mal aus #Dresden - verarscht, das trifft es ganz gut. Liegt vielleicht daran, dass ich so tief in dem Thema drinstecke (was nie geplant war).
Das Potential ist vorhanden, wer von denen alles nicht an Montagen gegen Pegida demonstriert, wurde mehrfach und seit Jahren dokumentiert. Wir reden hier über Fakten, man kann sehen, wie "viele" auf der Straße sind und wie "viele" hier bei Twitter oder drüben bei FB im Sinne von
#nopegidaDD unterwegs sind, den Hashtag verbreiten, Pegida und den Gegenprotest kommentieren, man kann bei Twitter allein so viele Statistiken abrufen. "Ist ja nur #Dresden!", finde ich in diesem Wahljahr fast schon grob fahrlässig und ignorant.
Vielleicht wundern sich viele Leute, wie viele Tweets ich abgesetzt habe, wenn ich dann aber nach gewissen Hashtags suche, die meist mit #Dresden zu tun haben (oder zumindest entfernt), dann wundert mich diese hohe Zahl keineswegs mehr. Seht es als Tagebuch des Untergangs.
Ich sage immer wieder, dass wir (ich könnte sich noch merh machen, obwohl ....) und Pegida gönnen würden. Na, man kann es sich offenbar leisten, sowas wie Pegida seit - im Oktober 5. Jahren - durch eine deutsche Großstadt marschieren zu lassen (deren Macher nebenbei noch rund um
Uhr bei FB hetzen. Dieses Dauergeballer von framenden Begriffen, die natürlich auch während der Aufmärsche zu hören sind, emöprt offenbar zuwenige Menschen. Es knallt einfach nicht (nein, ich meine keine Bomben/Sprengkörper). Ich habe solche Threads ja immer mal wieder
erstellt, meist dann, wenn ich an #Dresden dachte und die Zeit, und diese ewigen Wiederholungen (die Parolen wiederholen sich, die Hetze, die Situation vor Ort, usw.). Immerhin habe ich diesbzgl. meinen Humor nicht verloren. Am Montag war ich sehr, sehr ... kurz davor, mir das
Hetz-Dauerfeuer und diesen ganzen, ritualisierten Wirrsinn nicht mehr zu geben (dann mache ich es ja aber so, wie die Mehrheit und schaue selber weg). Na, was bringt es denn?! Gute Frage, ich sehe es als Dokumentation (ich tue halt, was mir im Moment möglich ist). Es kann gut
sein, dass manche denken, ich könnte ja selbst noch merh tun. Nun, meine Mission hier ist garantiert nicht, DIE EINE Lösung zu präsentieren, die #Dresdenpegidafrei (gibt Transpis mit dem Slogan )macht. Ich habe glaube ich alles ins Netz gekrickelt, was mir so einfiel.
Ich habe sogar mal aufgelistet, wer alles nicht zu #nopegidaDD-Demos gehen kann und das sogar veröffentlicht. Dass die Leute auch nicht mehr so zahlreich zu Pegida-Aufmärschen gehen, kann einen natürlich freuen, die Gegenseite nutzt dieses Schrumpfen aber nicht (dazu gehören alle
, die von Pegida die Schnauze voll haben). Der Einzelhandel in #Dresden ist offenbar auch ziemlich schmerzbefreit, wenn man an Montagen die Gratis-"Werbung" für zahlreiche Geschäfte sieht, dann wundert das durchaus.
Dass Pegida - auch mit "nur" 600 Figuren auf der Straße - gut vernetzt ist, blenden die Leute halt aus, dass die "Hauptstadt des Widerstands!"-Märchen auch u.a. wegen der kleinen Gegenproteste überhaupt wirkungsvoll erzählt werden können, ist vielen nicht bewusst oder egal.
Bei Pegida sind mehr Menschen, aber das dürfte allein nicht für einen Mythos (und dessen Aufrechterhaltung) reichen. Ja, da ist auch die #Pegizei und zahlreiche andere Faktoren, die Dresden "besonders" machen. Manche wollen sich nicht von der Pegizei schikanieren lassen.
Nachdem #Dresden auch #dd2110 versemmelt hat (sich aber trotzdem dafür feierte, dass man - im sicheren Abstand zu Pegida demonstrierte), frage ich mich durchaus - und das immer häufiger - was muss denn noch passieren? Wollen die Leute die Wahlergebnisse abwarten und dann mal
schauen, wie es mit Dresden und Sachsen weitergeht? Auch dieses Abwarten ist überaus nervig, da es sich seit Jahren hinzieht. Man könnte in Dresden ein Signal für ganz Deutschland setzen und das gerade vor den Wahlen (im Mai sind in #Sachsen ja auch Wahlen).
Man kann der #besorgtehetzer-Politsekte aber auch weiterhin ermöglichen, die Geschichte von der "Hauptstadt des Widerstands" immer und immer wieder zu erzählen (man erzählt sie ja nicht nur bei Pegida).
Die Masse, die sich nicht an #nopegidaDD beteiligt, hilft Pegida dabei, #Dresden instrumentalisieren zu können (falls das in anderen Threads nicht als meine Meinung deutlich wurde). Deren Propaganda-Schau braucht auch das Internet und auch da ein relativ ungestörtes Umfeld.
Du kannst Deine Version der "Wahrheit" nur efffektiv verkaufen, wenn die Bilder das, was Du propagieren willst, auch hergeben, weil sie ja eh emotional rezipiert werden. Weil die Menschen aber den Erfolg von Pegida wollen, lassen sie sich auch ziemlich effektiv manipulieren.
Ein Scheitern von Pegida dürfte relativ viele Menschen desillusionieren. Man klammert sich fest an den Glauben, dass Pegida wirklich "siegen" könnte. Wenn der 10(?)-Punkte-Plan von der Politik (angeblich egal von welcher Partei/welchen Parteien) umgesetzt wird, dann wäre
angeblich Schluss (obwohl man das auch irgendwann ausgeweitet hat und auch bleiben will, nachdem man "gesiegt" hat). Es wurde Pegida nicht gerade sonderlich schwer gemacht, sich in #Dresden auszubreiten (Pegida kam natürlich auch nicht aus dem Nichts).
Dass so viele Menschen in #Dresden offenbar damit leben können, dass diese "stolze" Stadt seit Jahren mit Pegida verknüpft wird, verwundert. Es ist wohl offenbar auch mit dem Image noch auszuhalten: "Die tun ja keinem was!" Ich denke, dass gar nicht mal so wenig Menschen
dort - zumindest Teilen - den Pegida-Thesen zustimmen, immerhin ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die AfD durchaus bei Pegida geklaut hat. Es werden nicht nur die Montags-Marschierer Pegida unterstützen. Bei Twitter ist Pegida übrigens schwach (die Klientel ist eher
FB-affin). Wenn dann ab September die politischen Karten neu gemischt werden sollten und Pegida immer noch fest zum Montagsbild der Stadt #Dresden gehört, dann kann das durchaus anders übel werden. Je nach Erfolg kann die AfD dann ja auf ihre "Unvereinbarkeits"-Sprüche pfeifen.
C. Berndt, die Nr. 2 der AfD-Brandenburg wird trotzdem nach #Dresden kommen. Ansonsten ist es AfD-technisch ruhiger geworden, wenn man aber eh deren Sprache beherrscht, muss ja nicht noch Klientel auf der Bühne stehen. Gegen WahlKAMPF-Veranstaltungen der AfD wird auch in Dresden
demonstriert? Als was nehmen die Leute, die nichts gegen Pegida machen (aber auch nicht auf der Seite von Pegida stehen) diese Montagsaufmärsche denn eigentlich wahr (und trennen sie die von dem, was sonst an "neurechten" Umtrieben im Land wütet?)?
Ja, man wurde vielleicht auch mal von #Dresden überrascht, ich will ja gerecht sein, allerdings ist das lange her (und da musste man den Leuten dann meist auch noch ein Extra anbieten). Ihr kommt zur Demo und bekommt noch eine Überraschung serviert (als ob Pegida als Grund nicht
reichen würde).
Diese Stadt - und was dort alles (nicht) passiert - geht echt an die Substanz. Ich bekomme auch immer wieder den Hinweis, mir das Trauerspiel nicht mehr zu geben, weil es mich halt doch irgendwie immer wieder aufregt (würde es mich nicht mehr aufregen, sollte ich mir allerd.
Sorgen machen). Stumpf zu konsumieren, wie immer mehr den Bach runtergeht, ist halt nicht so meins. Es gab Zeiten, da war ich sehr wenig im Internet aktiv (ich brauchte das auch gar nicht). Pegida, Legida, Sonstwasgida - und natürlich die AfD - haben viel verändert.
Dresden im 5. Pegida-Jahr immer noch zu erzählen, dass eine zahlenmäßig geschwächte Pegida eine Chance ist, um mit dem #nopegidaDD-Protest nochmal voll durchzustarten, fühlt sich wie eine xte Wiederholung an (ist ja auch schon oft genug gesagt worden).
Es kann durchaus etwas passieren, das dazu führt, dass wieder mehr Menschen zu Pegida strömen (ein Anschlag, was weiß ich) und dann wird man irgendwann auf eine erneut verpasste Chance (die wie vielte wäre das dann?) zurückblicken.
Wer nicht mit den - vor allen - jungen Menschen demonstrieren will, kann selbst etwas organisieren. Wer nicht mit DER Antifa zusammen demonstrieren will, soll gefälligst selbst etwas starten (und bitte an einem Montag und in Pegida-Nähe, danke).
Wer nicht auf die Straße will, kann im Netz mithelfen den Hashtag zu verbreiten, man kann selber etwas tweeten und halt Präsenz zeigen. Ziemlich kleiner Kreis, der sich hier mittlerweile an Montagen ab 18:30 Uhr einfindet. Einige haben halt aufgegeben, WEIL die Wiederholungen zu
penetrant wurden, weil das Ganze halt oft wie festgefahren wirkt (warum wohl?!)
Die Déjà-vu-Dichte beim #nurindresden-Thema ist durchaus hoch.
Erinnerung: Am Montag kommt Oberhetzer Stürzenberger (mal wieder) nach #Dresden (auf den #Altmarkt). Der schreibt ja auch für PI-NEWS.
#dd0104 #nurindresden #nopegidaDD
Ich bin übrigens gern bereit, den #nopegidaDD-Tweets an Montagen mehr Raum zu lassen (wenn es denn mehr geben würde). Ich kommentiere die Pegida-Hetze live und benutze dafür auch den jeweiligen Aktions-Hashtag. Aus #Dresden kommt aber wenig #nopegida-Tweet-Material.
Wenn wir mal außen vor lassen, dass 176 Pegida-Aufmärsche ein Armutszeugnis sind (allerdings nicht nur für #Dresden), dann stellt sich die Frage: Welche Schritte sind nötig, damit in absehbarer Zeit sichtbare Veränderungen bei den #nopegidaDD-Aktionen sichtbar werden?
Wir sollten uns immer wieder vor Augen halten, dass wir über eine deutsche Großstadt mit weit über 500.000 Einwohnern sprechen und nicht über ein Provinzkaff (wo oft mehr gegen die AfD auf die Straße gehen).
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