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Die Argumente der Klimawandelskeptiker, Klimapolitik- und Energiewendegegner.

Eine Sammlung.
Die CO2-Theorie ist unbewiesen.
Es gibt kein Experiment.
Woods Experiment widerlegt den Treibhauseffekt.
Es gibt gar keine Korrelation zwischen CO2 und Temperatur.
Es gibt gar keinen Konsens zum Klimawandel.
Der Treibhauseffekt widerspricht dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik.
Wasserdampf ist doch das stärkste Treibhausgas.
Im Mittelalter war es doch viel wärmer.
Das Klima hat sich schon immer gewandelt.
Der menschliche Anteil am CO2-Ausstoß beträgt doch nur 3 %.
Das ganze zusätzliche CO2 kommt aus den Meeren, es folgt der Erwärmung.
Wie sollen 400 ppm CO2 irgendeinen Effekt haben?
Der Klimawandel liegt alleine an der Sonne.
In den 70ern gab es den wissenschaftlichen Konsens über eine Eiszeit.
Es gibt doch gar keinen Meeresspiegelanstieg.
Wie soll man das Klima in Jahrezehnten vorhersagen, wenn man nicht mal das Wetter in ein paar Tagen zuverlöässig vorhersagen kann?
Der Mond ist tagsüber wärmer als die Sahara, also gibt es keinen Treibhauseffekt.
Die Temperatur ergibt sich einfach aus dem Druck mittels der idealen Gasgleichung.
Wie sollen wir CO2-neutral werden? Jeder Mensch atmet CO2 aus!
Wieso ist der Mars so kalt, obwohl er 95 % CO2 hat?
CO2 ist gut für das Pflanzenwachstum.
Früher gab es tausende ppm CO2 in der Atmosphäre, wie soll da eine Verdopllung von 280 ppm auf 560 ppm so schlimm sein?
Die Klimasensitivität des CO2 liegt doch nur bei knapp einem Grad, wie sollen da mehrere Grad möglich sein?
Die Erwärmung liegt an den Atombombentests nach dem zweiten Weltkrieg.
Windkraft und Photovoltaik sorgen selbst für Erwärmung.
Atomausstieg und Kohleausstieg sind doch gar nicht gleichzeitig möglich.
Wir haben doch gar nicht die Fläche, um komplett auf erneuerbare Energie zu setzen.
Wenn CO2 so schlimm ist, warum setzen wir dann nicht auf Atomkraft?
Für Windkraftanlagen werden unsere Wälder gerodet!
Windkraftanlagen sind Vogelschredderer.
Windkraftanlagen töten täglich Milliarden Insekten.
Windkraftanlagen machen uns durch Infraschall krank.
Bei Zappelstrom bricht das Stromnetz zusammen.
Bei globaler Erwärmung gibt es kein Massenaussterben, nur bei Abkühlung.
Wir haben doch gar nicht genug Pumpspeicher für die Energiewende.
Die Vorhersagen des IPCC haben bisher versagt.
CO2 ist schwerer als Luft, kann daher gar nicht in der oberen Atmosphäre sein und die Wärme abschirmen.
Der CO2-Gehalt der Luft wird auf einem Vulkan gemessen.
Wir haben doch gar nicht genug Strom für Elektromobilität.
CO2 kann gar nicht wärmen, dies würde Wärme aus dem Nichts erzeugen und daher gegen den Energieerhaltungssatz verstoßen.
Die Modelle sind nicht linear chaotisch, eine genaue Vorhersage ist gar nicht möglich.
Früher haben wir viel mehr Kohle verbrannt.
Der Klimapapst wurde verurteilt, die ganze Klimalüge ist damit entlarvt.
Eine finnische Studie zeigt, dass der Mensch kaum einen Anteil am Klimawandel hat.
Eine Studie eines Stanfordprofressors zeigt, dass die Modelle total ungenau sind.
Der Klimawandel ist nur eine Erfindung von Sozialisten, die den Kapitalismus kaputt machen wollen.
Deutschlands Anteil ist doch nur 2,2 %!
Eine CO2-Steuer zerstört tausende Arbeitsplätze.
In Naturwissenschaften gibt es keine echten "Beweise". Echte Beweise gibt es nur in der Mathematik. scienceblogs.de/planeten/2009/…

Aber für die Theorie, dass CO2 maßgeblich für die derzeitige Erwärmung verantwortlich ist, gibt es sehr viele Indizien. Soviele, dass kaum jemand zweifelt.
So weiß man, dass CO2 ein sogenanntes Treibhausgas ist (es absorbiert Infrarotstrahlung). Man weiß, dass CO2 tatsächlich wärmt und dass es eine offensichtliche Korrelation zwischen CO2-Gehalt der Luft und Tempertatur gibt. Außerdem kann man Rückstrahlung messen und auch vom All
die Strahlung messen. Diese Theorie erklärt auch vergangene Temperaturen auf der Erde und auch die Temperatur anderer Planeten wie z. B. der Venus.
Bereits im 19. Jahrhundert hat Tyndall experimentell nachgewiesen, dass CO2 ein Treibhausgas ist. Es lässt sich auch relativ leicht nachweisen, dass CO2 tatsächlich wärmt. Das ganze Klimasystem der Erde lässt sich natürlich nicht im Labor nachstellen.
Aber das größte Experiment ist die Erde selbst. An der Vergangenheit können die Klimamodelle getestet werden und es zeigt sich, dass sie relativ gut funktionieren.
Glashauseffekt und Treibhauseffekt sind nicht das gleiche. Und Wood hat einfach nur gezeigt, dass die Erwärmung eines echten Treibhauses hauptsächlich auf Konvektion und nicht auf Strahlung beruht. de.wikipedia.org/wiki/Treibhaus…
Übrigens wurde das Experiment im Jahre 2011 durch den mexikanischen Biologen Nasif Nahle wiederholt, der nun aber behauptet, dass es tatsächlich den THE widerlegen würde. Übersetzt wurde eine Beschreibung zum Experiment auch auf deutsch, von Dr. Matthias Kleespies, der im Übrigen
daran glaubt, dass die Erde flach ist...
Der Mythos, dass es damals einen Konsens zu einer Eiszeit gegeben hätte, ist falsch. Es gab ein paar Paper, die eine Abkühlung vorhersagten, aber mehr als 40, die das Gegenteil vorhersagten. Eiszeitpanik haben eher Medien verbreitet, u. a. auch der Klimawandelleugner Nigel Calder
Die NASA sagt eine Eiszeit voraus.
Es sind wohl eher alternative Medien wie die Epoch Times, die behaupten, die NASA würde eine Eiszeit vorhersagen.

epochtimes.de/wissen/mystery…
Die NASA selbst sagt aber nichtsdergleichen voraus.

climate.nasa.gov/faq/45/what-ha…
Aktuell gibt es quasi einen linearen Zusammenhang zwischen CO2 und Temperatur-Anomalien, wie man z. B. in der folgenden Grafik sieht (das graue ist die CO2-Anomalie)
Auch in den letzten 800.000 Jahren erkennt man anhand der rekonstruierten Daten eine auffällige nahezu perfekte Korrelation zwischen Temperatur und CO2-Gehalt der Luft:
Leugner argumentieren aber häufig mit folgender Grafik:
In den letzten 500 Millionen Jahren gäbe es überhaupt keinen Zusammenhang zwischen CO2-Gehalt der Luft und Temperatur. Allerdings vergessen sie dabei, dass es nicht nur einen Faktor gibt, der das Klima beeinflusst.
Neben CO2 gibt es natürlich noch andere Treibhausgase, aber es gibt auch Aerosole, Plattentektonik, Milankovic-Zykeln und hier vor allem die Sonne. Diese war damals knapp 4 % schwächer und dennoch war es teilweise wärmer als 20°. Wie soll das möglich sein?
Im Übrigen gibt es zwischen Sonnenleistung und Temperatur genausowenig eine direkte Korrelation in den letzten 500 Millionen Jahren. Argumentiert man daher, die Sonne wäre nicht ursächlich für die Wärme der Erde?
Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass etwas Kaltes etwas Warmes nicht erwärmen kann. Daher sei - so Gerlich/Tscheuschner - der Treibhauseffekt widerlegt. Allerdings besagt der THE nicht, dass die kalte Atmosphäre die warme Oberfläche erwärmt, sondern, dass sie sich
nur langsamer abkühlt. Durch das Absorptionsverhalten der Treibhausgase wie CO2 und Wasserdampf wird Infrarotstrahlung am direkten Abstrahlen ins All gehindert. Daher akkumuliert sich die Wärme in Bodennähe.
Im Übrigen konnte das G/T Paper wohl nur veröffentlicht werden, weil es von Kramm durch die Peer-Review geschleust wurde. Den Kommentar von Halpern et al, der den Blödsinn entlarvt, wollte Kramm zunächst verhindern.
worldscientific.com/doi/abs/10.114…
Selbst musste Kramm den gleichen Schwachsinn noch einmal in einem Raubjournal schreiben. Einige der benutzten Quellen sind im Übrigen auch - nennen wir es mal so - der wissenschaftlichen Literatur unwürdig: Emails, wikipedia, eine Fernsehsendung, Internetblogs, ein Leserbrief...
Dass kleine Mengen keine Effekte haben können, ist kein wissenschaftliches Argument. In absoluten Zahlen sind es im Übrigen knapp 80 bis 90 Quadrillionen (80.000.000.000.000.000.000.000.000 bis 90.000.000.000.000.000.000.000.000) CO2-Moleküle über jedem Quadratmeter der Erde.
Außerdem besteht die Luft hauptsächlich aus Stickstoff und Sauerstoff. Diese Gase sind irrelevant für Infrarotstrahlung. Dass kleine Mengen sehr wohl große Einflüsse wird im folgenden Video mit Tinte demonstriert:

Natürlich ist die Sonne ein treibender Faktor unseres Klimas. Die Total Solar Irradiance hat auch etwas zugenommen seit dem letzten starken Minimum um 1700. Allerdings nur um knapp 0,1 %. Außerdem ist sie seit der Mitte des 20. Jahrhunderts mehr oder weniger konstant.
Jedenfalls abgesehen von den normalen Sonnenzyklen. Tatsächlich scheint die TSI auch leicht abnehmend zu sein.

Eine solch geringe Zunahme kann jedenfalls nicht die Temperaturerhöhung erklären, die auch weiterhin fortschreitet.
Dieses Argument stammt von Klaus Ermecke. Der gute Herr scheint eigentlich Wirtschaftswissenschaftler zu sein. Und ihm scheint nicht bekannt zu sein, dass der Mondtag knapp zwei Wochen lang ist und der Mond quasi keine Atmosphäre hat.
Tatsächlich sind die durchschnittlichen Temperaturen auf dem Mond (also Tag und Nacht) unter 0°C. Der Mond ist daher eher ein Nachweis, dass es einen THE geben muss.
Dieses Argument kommt von Robert Ian Holmes, ein selbsternannter Klimatologe. Eigentlich scheint der wohl australischer Kohlemineningenieur zu sein. Jedenfalls hat er dieses Paper, in welchem er behauptet, mit der idealen Gasgleichung den THE zu widerlegen in einem pakistanischen
Raubjournal veröffentlicht. Bei einem echten wissenschaftlichen Journal würde das wahrscheinlich nicht einmal über die Poststelle kommen, es ist nicht nur Unsinn, sondern auch schlecht geschrieben.
In einem annähernd idealen Gas gilt nun einmal die ideale Gasgleichung. Druck und Gas sind abhängig. Das erklärt nicht, warum es so warm ist. Wenn es wärmer ist, ist auch der Druck höher.
Der Kohlenstoff im CO2, den ein Mensch ausatmet, stammt aus seiner Nahrung, also zum Beispiel aus einem Apfel. Der Apfelbaum hat den Kohlenstoff mittels Photosynthese aus der Luft gewonnen. Daher trägt das ausgeatmete CO2 nicht zum Anstieg des CO2-Gehalts der Luft bei.
Es sei denn natürlich man isst Kohle oder trinkt zum Beispiel Öl, das würde ich allerdings nicht empfehlen. 😂
Der Mars ist knapp 50 % weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Außerdem hat der Mars nur eine sehr dünne Atmosphäre. Durch den großen Abstand zur Sonne ist die Sonnenstrahlung auch ungefähr nur halb so stark wie auf der Erde.
Das ist richtig. Aber der gesamte natürliche Treibhauseffekt liegt bei knapp 33°. Außerdem ist Wasserdampf ein sehr kurzlebiges THG. Wenn zuviel davon in der Luft ist, regnet es. Die Aufnahmefähigkeit ist auch direkt von der Temperatur abhängig. Das heißt mehr CO2 führt zu mehr
Erwärmung, dadurch kann die Luft mehr Wasserdampf aufnehmen, was zu weiterer Erwärmung führt.
An dieser Stelle werden häufig die Oregon-Petition oder die Petition der 90 italienischer Wissenschaftler genannt. Die Oregon-Petition konnte man schon mit einem Bachelorabschluss unterzeichnen. Unter den Unterzeichnern sind kaum Klimatologen.
Auch unter den 90 Italienern sind hauptsächlich alte Fachfremde. Der Konsens ergibt sich allerdings durch Auswertung wissenschaftlicher Publikationen und nicht durch die Meinung von Menschen, die niemals zum Klimawandel geforscht haben.
Das ist richtig. Allerdings war es relativ lange relativ konstant, wie man z. B. im folgenden Diagramm sieht:
Die Erde überlebt auch andere Klimabedingungen. Die Frage ist nur, wieviele Arten diesen schnellen Klimawandel überleben, weil sich andere nicht schnell genug anpassen können und ob wir vielleicht auch aussterben.
Es werden keine ganzen Wälder für Windkraftanlagen gerodet. Die wenigstens WKA werden im Wald aufgestellt. So waren es zum Beispiel Ende 2017 67 Waldwindräder auf 18,5 ha in NRW. Im Vergleich dazu: der Hambacher Forst hat noch knapp 500 ha von ursprünglich 5500 ha.
Nach Konsumprinzip (also inklusive CO2-Emissionen, die wir ins Ausland verschoben haben) liegen wir eher bei 4,3 %, historisch gesehen sind wir sogar für knapp 7 % des zusätzlichen CO2 verantwortlich. Und hier leben nur 1 % der Menschen.
Außerdem hat jedes Land seinen Beitag zu leisten.
Es gibt wohl keine teurere Energiequelle als Atomkraft. So ist zum Beispiel der Neubau Hinkley Point C ein Milliardengrab. Kosten pro kWh: 10 Cent inklusive Inflationsausgleich. Erneuerbare Energie ist weit günstiger.

de.wikipedia.org/wiki/Kernkraft…
Auch ein Neubau in Frankreich verursacht massive Kosten.
de.wikipedia.org/wiki/Kernkraft…
Hingegen sind Stromgestehungskosten von Solar und Wind bereits jetzt teilweise auf 4 Cent gesunken:
ise.fraunhofer.de/content/dam/is…
Der CO2-Anteil in den Meeren hat sich auch erhöht, dies führt zur Versauerung der Meere.
Der Meeresspiegel ist in hundert Jahren schon um knapp 20 cm angestiegen. Bis 2100 sind zum Beispiel 60 cm eine relatische Prognose. Niemand behauptet, dass auf einmal ganz Grönland (+7 m ) oder ganz Antarktika (+60 m) abschmilzt. Das wird wohl Jahrhunderte oder Jahrtausende
dauern. Aber selbst +60 cm können schon zum Problem werden, insbesondere auch für Norddeutschland.
Das natürliche CO2 unterliegt einem Kreislauf zwischen Ozeanen, Biosphäre und Atmosphäre. Obwohl der Mensch jährlich nur wenig dazu tut, ist der Anstieg von 280 ppm auf mittlerweile 410 ppm rein durch uns verursacht. Das ist ein Anstieg um knapp 50 %.
Dieser Anstieg passt auch zu unseren Emissionen. Früher waren es knapp 2200 Gt CO2 in der Atmosphäre. Jetzt sind es knapp 3200 Gt. Emittiert haben wir 2000 Gt. Die andere Hälfte wurden von den Ozeanen und der Biosphäre aufgenommen.
Der CO2-Gehalt wird nicht nur auf Mauna Loa gemessen. Aber die Messstation ist dort platziert, um von anderen Einflüssen frei zu sein.
Dazu folgender Vergleich: das Klima vorherzusagen ist wie vorherzusagen, wie lange es dauert, bis Wasser in einem Kochtopf kennt, wenn man die Leistung kennt, das Wetter vorherzusagen ist wie vorherzusagen, wo sich die nächste Blase bildet.
Im Mittelalter gab es eine lokale Warmzeit, aber global war es nicht ungewöhnlich warm. Wir haben das längst überholt. Auch die Behauptung, dass Grönland vollkommen eisfrei war, ist falsch. Das Eispanzer ist hundertausende Jahre alt.
Würde sich CO2 am Boden sammeln, würden wir daran ersticken. Unsere Atmosphäre ist nicht ruhig.
Unser Stromverbrauch liegt derzeit bei etwa 500 TWh im Jahr. Für Elektromobilität bräuchten wir nur ungefähr 100 TWh mehr oder im Schnitt 250 MW an Leistung für eine Millionen E-Autos. Man muss diese auch nicht ständig mit 350 kW laden, bei dem Durchschnittsnutzer sollte auch
die Leistung einer normalen Steckdose ausreichen. Die Schnellladesäulen kann man mit einem Pufferbatteriespeicher ausstatten, damit nicht plötzlich mit 350 kW am Netz "gezerrt" wird.
Es ist immer eine Herausforderung, genau den Strom zur Verfügung zu stellen, der gebraucht wird. Aber auch "Zappelstrom" kann man relativ gut vorraussagen. In Zukunft werden z. B. Batterien und intelligentes Last-Management es einfacher machen.
Im Übrigen ist das deutsche Stromnetz im Vergleich z. B. zum französischen oder zum polnischen relativ sicher.
C4 Pflanzen haben bei 400 ppm quasi schon ihr optimales Wachstum. Und wenn es zum Beispiel aufgrund des Klimawandels eine Dürre gibt, hilft der Pflanze dann auch das nicht, wenn sie nicht genug Wasser bekommt.
Um etwa 1900 hat die Menschheit jährlich etwa 500 Millionen Tonnen Kohle gefördert, heute sind es 7,5 Milliarden Tonnen. Außerdem auch massenhaft Öl und Erdgas.
Früher war die Sonne auch weitaus schwächer. Das gefährliche ist auch nicht das viele CO2 an sich, das gefährliche ist der schnelle Klimawandel, der den Planeten in einer Ort zu verwandeln droht, der nicht mehr soviele Menschen beherbergen kann.
Die alleinige Sensitivität des CO2 liegt in der Tat um die 1°. Mit Rückkopplungseffekten (z. B. Eis schmilzt -> verringerte Albedo, Permafrost schmilzt -> mehr THG) sind mehrere Grad möglich.
Vor 250 Millionen Jahren gab es auch ein Massenaussterben. Außerdem sind wir bereits mitten in einem solchen Aussterben drin.
Niemand behauptet, dass Pumpspeicher für die Energiewende reichen würden. Es gibt vielfältige andere Speichertechnologien. Dazu gehören flexibilisierte Biogasanlagen, Hausspeicher, Vehicle-to-Grid, Redox-Flow-Batterien, Flüssigmetallbatterien, Unterwasserpumpspeicher,
Druckluftspeicher, elektrothermische Speicher, Wasserstoff oder erneuerbar hergestelltes Methan.
CO2 erzeugt keine Wärme aus dem Nichts, sondern sorgt nur dafür, dass die Wärme nicht so schnell ins All abstrahlen kann, es "akkumuliert" die Wärme in Bodennähe.
Es ist jedoch eine Vorhersage möglich, die auf Wahrscheinlichkeiten basiert.
Michael E. Mann ist nicht der "Klimapapst". Die gesamte Forschung zum Klimawandel basiert nicht nur auf ihm. Mann hatte unter anderem den selbsternannten Klimatologen Tim Ball verklagt, weil dieser gesagt hatte, dass Mann eher ins Gefängnis als an die Uni gehöre.
Dieses Verfahren wurde nun eingestellt. Die Behauptung, dass damit der "Hockeystick" als Fälschung entlarvt wurde, ist falsch. Die Daten dazu sind auch öffentlich. web.archive.org/web/2002010919…
Der "Hockeystick" wurde auch mehrfach bestätigt, u. a. von Marcott et al
Dazu auch über den überaus ehrlichen "Klimatologen" Tim Ball:
Studien kommen ungefähr auf ein Potential von 180 GW Onshore Windkraft, 75 GW Offshore Windkraft und 200 GW PV auf Dächern. Das reicht nicht, insbesondere ohne Energieeinsparungen. Allerdings sind durch Elektrisierung und Dämmung massive Einsparungen möglich.
Die landwirtschaftliche Fläche reicht locker für genug ergänzende PV. So würden die Flächen für Biotreibstoffe schon für knapp 1000 GW ausreichen. Alle landwirtschaftlichen Flächen würden sogar für fast 10.000 GW reichen, wenn man sie in Kombination als Agrovoltaik nutzt.
Demzufolge ist die Fläche nicht das Problem. Man könnte allerdings Energie auch in Wüsten erzeugen und als Wasserstoff oder Methan transportieren.
Sowohl Atomkraftwerke als auch Braunkohlekraftwerke sind relativ unflexibel und damit nicht so gut kombinierbar mit Wind- und Solarenergie. Um diese zu ersetzen, brauchen wir ein paar neue Gaskraftwerke, aber diese sind im Bau relativ günstig und sind auch weit flexibler.
Die erste Person, die den Klimawandel politisch zur Sprache brachte, war die konservative Iron Lady:

Windkraftanlagen töten Vögel ja. Aber Fensterscheiben, Autos und Stromleitungen auch und zwar viel mehr. Wollen wir diese Dinge auch verbieten?
Diese Behauptung beruht nur auf einer Modellrechnung des DLR. Wenn man die gleiche Rechnung für Autos durchführt, sind sie weit schlimmer. Es ist allerdings fraglich, inwieweit eine solche Modellrechnung zutreffend ist und Insektensterben gibt es unabhängig von WKA.
Das Paper vom Heartland Mitglied Frank wurde ein Duzend mal abgelehnt und wird selbst von Roy Spencer kritisiert. Es sagt z. B. nach 100 Jahren 40° Fehler voraus. Das ergibt physikalisch überhaupt keinen Sinn. Dazu auch: andthentheresphysics.wordpress.com/2019/09/10/pro…
Hier die Beschreibung des Experimentes auf deutsch: biocab.org/Experimente_zu…
Und hier die Website des Flacherdler Kleespies oder besser des "lebendigen Mannes mit dem Rufnamen Matthias"

euronia.com/de/impressum-fe
In der Kohlebranche arbeiten noch etwa 20.000 Menschen. Davon gehen ein Großteil sowieso schon bald in Rente. Für die Abwicklung braucht man auch ein paar Arbeitskräfte. In der Solar- und Windindustrie wurden schon weit mehr Jobs vernichtet. Aber eine beschleunigte Energiewende
könnte hunderttausende neue Jobs konstruieren. Auch die relativ hohen CO2 Preise in Schweden oder der Schweiz haben der Wirtschaft nicht geschadet.
Diese sogenannte finnische Studie ist ein sechsseitiges Paper, das einfach nur ins arxiv hochgeladen wurde.
arxiv.org/pdf/1907.00165…

Es behauptet z. B., die Erwärmung durch CO2 betrage nur 0,1°, wobei 1/10 durch den Menschen komme, das meiste CO2 käme aus dem Meer...
Die Vorhersagen waren eigentlich relativ gut.
carbonbrief.org/analysis-how-w…
Selbst wenn man von der großen Zarbombe ausgeht, landet man im mW/m^2-Bereich, wenn man das über die Zeit und über die gesamte Erdoberfläche mittelt.
Die ganzen Atombomben, die wir haben, haben im Übrigen etwa so viel Energie wie die Sonne in einer einzigen Minute auf die Erde abstrahlt.
Dafür gibt es keinerlei Belege. Bereits im Abstand von 300 m ist Infraschall von WKA weitaus schwächer als Infraschall vom Straßenverkehr.
www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/257…
Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Temperatur in den USA über Land um knapp ein Viertel Grad erhöhen würde, wenn man ausschließlich auf Windstrom setzen würde. Allerdings ist dies relativ unrealistisch. Auch führt dies nicht zu globaler Erwärmung und dies ist auch
relativ wenig im Vergleich zur sonstigen globalen Erwärmung (dertzeit bereits knapp 1,5° über Land). Natürlich absorbieren auch dunkle Solarmodule mehr Sonnenstrahlung als eine weiße Oberfläche, aber wenn man davon ausgeht, dass sie das gesamte Sonnenlicht in Wärme umwandeln und
man das ganze über die Fläche der Erde mittelt, sollten das derzeit maximal 2 mW/m^2 sein.
Früher hat man es globale Erwärmung genannt, jetzt nennt man es aber Klimawandel!
Bereits in den 50ern gab es diesen Begriff, außerdem steckt Klimawandel im Namen des 1988 gegründeten IPCC.

CC= Climate Change
Aber China und die USA machen doch gar nichts.
In dieser Verallgemeinerung ist das nicht wahr. China investierert massiv in erneuerbare Energien und auch in Elektromobilität, so hat China in einem einzigen Jahr 850.000 Ladesäulen gebaut oder hat in einer einzigen Stadt 16.000 Elektrobusse. Auch Kalifornien setzt stark auf EE.
Der wissenschaftliche Konsens ist irrelevant, Galileo war auch alleine gegen den Konsens.
Galileo war gegen die Kirche. Er war der wissenschaftliche Konsens. Die Kirche hatte nur die Autorität.

Die Sache mit "nicht linear chaotisch" steht im Übrigen im 3. Sachstandsbericht auf Seite 774:

ipcc.ch/site/assets/up…
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