Das wird VERDAMMT lang. Aber hier wird viel Munition verschossen. Los geht's:

Geht schon angenehm untendentiös mit neutraler Sprache los: Auf dem Weg zu »Autogegnern«.
Beim *Geradeaus*fahren ein Fahrzeug NEBEN ihr übersehen und beschädigt: In Vorbereitung aufs Rechtsabbiegen an der kommenden Kreuzung ohne zu schauen auf den linken Fahrstreifen gewechselt:

Alle Radfahrer aggressiv! Querköpfe!
Bestes Beispiel: Extinction Rebellion! Aktivisten! Repräsentative Blockierer aus der Mitte der Radfahrer!

Über den Unfall resümmiert: Er kam plötzlich von links! Kannste nix machen …

XR: Illegale Blockaden! Autogegner mit Auto; total inkonsequent!
E-Scooter: Uninnovativ, weil sie nicht am Abstellplatz aufgeladen werden. (Im Gegensatz zum zukunftsweisenden Konzept, Autos einzeln an Tankstellen zu fahren, um sie aufzufüllen.)

10:35: Ziel von RRG: Autos ohne Verbrennermotor raus aus Berlin
11:07: »Die wollen ja *alle* Autos abschaffen?« – »Jaja.« – »Ne, geht nicht! Klima? Egal. […] Auto muss laut sein!«
Klar: Rad oder zu Fuß sind keine Alternativen; muss man akzeptieren.

12:20: »Es ist unfair, dass ich für ein großes Auto mehr zahlen muss als für ein kleines.«
14:00: Irgendwo in dieser Gegend bin ich mit im Bild. 😸

16:45: Lastenräder: Kaum Platz, wiegen aber über 100kg. Voll schlimm. Also die 100kg sind inkl. Kameramann und Ausrüstung: Aber da ist das Rad dran schuld. 1500kg leeres Auto sind viel besser!
17:00: Fahrerin kann 100kg nicht balancieren: Bei Überlast: Lastenrad total unpraktisch!

17:30: Lastendreirad (Das fährt sie ohne Kameramann?) bekommt sie balanciert: Total unpraktisch; viel zu breit, kommt ja gar keiner dran vorbei. Doppelt so breites Auto viel praktischer!
17:45: Mittelfinger aus dem Auto?

17:50: Radfahrer versperren SEIT MONATEN die Straße! (Fahrbahn reicht wohl nicht.)

18:25: Kurz erwähnen: Wir erkennen jemanden wieder; bringen wir kurz den Rest mit XR in Verbindung. (Ähm … MUSSTE **DER** Blickwinkel reingeschnitten werden?!)
19:30: »SPERREN GEGEN AUTOS!!!« In 11 Straßen VERBARRIKADIEREN die Anwohner sich! – dass das »behördlich abgenickt« ist, wird nur nebenbei erwähnt.

21:05: »Jetzt sitzen die Kinder auf dem Asphalt statt auf dem Spielplatz.« Rabeneltern!
21:15: »Das ist ja nicht das erste Mal, dass man zurückkommt, hier wohnt und sein Auto ausladen muss.« Als Anwohner sollte man die gesperrte Straße befahren dürfen, um sein Auto auszuladen. Die Autofahrerbeschwerdetirade wird als »Diskussion« bezeichnet.
21:40: Ordner: »Die neuen Regeln müssen für alle gleich sein.« Kommentar: »Die Warnwesten verleihen Macht!«

21:55: Ordner: »Die Leute, die hier parken wollen, müssen dann auch mal die paar hundert Meter laufen.«; empörte Antwort aus dem Auto: »DOCH NICHT BEI DER HITZE!!!«
22:15: Ordner machen in ihrer Pause selbst Sport auf der Spielstraße. Kommentar: »Geht es hier vielleicht […] vielmehr um den generellen KAMPF GEGEN DAS AUTO?«
23:00: (Christian Haegele) Wir müssen umdenken, dass Verkehr nicht nur KFZ: »Christian Haegele ist Erfinder der sog. Pop-Up-Radwege [..., er ließ] Fahrradstreifen KLEBEN« (nicht »kennzeichnen«, oder »anlegen«)

23:50: Überfahrschutz neben Popup-Radweg ist »grünes HINDERNIS«.
24:10: »Nach einer Testphase sollen die HINDERNISSE die Fahrspur dauerhaft abtrennen.«

24:15: Popup-Radwege mit Verweis auf VG ohne Einschränkung als rechtswidrig bezeichnet.

24:40: Moderatorin unterbricht mit Kampfbegriff »Revolution«, bevor der Interviewte aussprechen darf.
25:00: Revolution wird abgesagt.

25:20: »28 Jahre ohne Auto; frei habe ihn das gemacht«: vom Zitat nochmal distanziert.

25:25: »Was hält er von den ANGRIFFEN auf bestimmte Autotypen?« (Spucki = Angriff!)

25:35: Vergleich Autokritiker mit Pegida.
26:20: Kommentar: »… [will auch], dass Autofahren so teuer wird, dass es sich nur noch wenige leisten können.«; Beweis: »Der ein großes Auto hat, zahlt mehr […], der, der ein kleines Auto hat, zahlt ganz wenig, […] und wer ein Sharingauto hat […] zahlt vielleicht gar nichts.«
26:55: Mit herablassendem Tonfall: »… ein eigener PKW sei dann nunmal Luxus für wenige.«; Dass Reiche allgemein in der Lage sind, mehr Dinge zu tun als Arme, wird in Autokontext lapidar mit »Das ist ja ungerecht!« kommentiert: Kann sich dann nicht mehr JEDER den Porsche leisten.
27:20: Moderatorin: »Wozu würde es führen, wenn alleine Geld entscheidet, wer Auto fahren darf?« – Ist das denn jetzt anders? Autofahren kostet so oder so Geld. Dann vielleicht etwas mehr. Oder weniger (s.o. Carsharing).
27:25: Status XR-ParkplatzBLOCKADEN! Eine weggeschoben; eine dem Vandalismus zum Opfer gefallen; eine von einem Anwohner weiterbepflanzt: Passantin raunzt ihn an, was das solle. Man wohne nicht auf dem Dorf …
… Die Geschäfte müssten beliefert werden – von einem Parkplatz, für den 20 Leute eine halbe Stunde rumdüsen. Alternativen zum Auto (»Kutschen«, »Rikschas«) würden nicht eingeführt.
Highlight der Reportage:
28:40-31:30: Schöner Ausschnitt mit einer angenehm differenzierten Meinung eines Lastenradstartupinvestors aus der Autobranche.

31:30: Abrupter Schnitt von »Wo ist die Grenze erreicht, in der Freiheit entzogen werden darf« zur Friedrichstraße.
31:40: Markierungsarbeiten haben gerade erst begonnen: Z237 steht, gelbe Fahrbahnmarkierungen existieren noch nicht: »Und wo ist *jetzt* der Fußgängerweg?« – »Der Fußgängerweg ist da oben auf dem Gehweg.« – »WIE??« – Hinweis auf Z237 und Erklärung – »KRASS!«
32:15–32:50: Watschelt in Schlangenlinien mitten auf dem Radweg und gestikuliert auf einem Papier rum; einer von mindestens zwei Radfahrern klingelt, nachdem er ausweichen musste: »Ups, da kommt der erste und fährt mich um!« Abschätziges Lachen. »Ey, hier ist TEMPO ZWANZIG!«; …
… weil sie die Geschwindigkeit von Radfahrern einschätzen kann, während sie auf ein Blatt Papier herabblickt. Stört sie aber nicht. Bleibt da noch mindestens weitere 15 Sekunden ungerührt stehen.
32:50: Der *RADWEG* sei eine Barriere. Kommentar während sie mitten auf selbigem steht. Für Fußgänger – und Lieferanten; nachdem sie die angekündigte FLANIERmeile gefordert hat: Über eine reine Fußgängerzone hätte der interviewte Autofahrer natürlich ausliefern können.
33:15: Der Lieferant muss jetzt 3x in dieselbe (gesperrte!) Straße fahren, um zu den Geschäften zu kommen, weil er nicht direkt vor den Läden parken kann? Deswegen höherer CO2-Ausstoß.

33:35: Radfahrer haben 900m eigene Straße! Weltuntergang! Und sie ist auch noch bekannt! OMG!!
33:45: #AuchRadfahrer|in propagiert Verkehrsmittelsegregation. Will Straßen ohne Radfahrer.

34:07: »LKW #erfasst«

34:12: »Auch Verkehrssenatorin @RegineGuenther ist gekommen.« Stattdessen Schnitt zu Interview mit @MonikaHerrmann1
35:00: Fahrradtiefgarage bei der @Welt; Nett! Kudos! Forderung vom Chefredakteur, dass genau das, was diese Reportage die ganze Zeit macht, Radbefürworter als Autogegener darzustellen, aufhören muss (und umgekehrt).
36:40: Gerade fertig markierte Friedrichstraße (vor Vereinnahmung durch die Bürger) von Chefredakteur als Verschandelung verurteilt.

37:10: Friedrichstraße: Geht nicht ums Aussehen; ist ein KAMPF GEGEN DAS AUTO! Fridrichstraße ist »ein Skalp«. (Ich hatte ihn kurz gemocht.)
37:35: Nachdem die Vorverurteilung und die Behauptung des Kampfes gegen das Auto sacken durfte, darf @Felix_Weisbrich kurz erwähnen, dass sie noch nicht fertig ist, bevor eingeworfen wird, dass das Experiment nach Experiment aussieht.
38:15: Mit diesem Eindruck wird erwähnt, dass es in Kreuzberg bald »ähnliche Experimente« geben soll und sich der Chefredakteur weiter aufregen können wird.

38:20: »Von der autofreien Friedrichstraße ZURÜCK IN DIE REALITÄT«
38:30: Unkommentiert: Schnelles und knatternd lautes Vorbeifahren eines Autos; Transporter parkt auf Gehweg.

38:55–39:55: Willkürliche Zusammenschnitte zeigen tendentiös unzusammenhängend permanent aufgeregte »Herrmannstraßenaktivisten« und einen stets bedachten @martinhikel.
40:00: @RegineGuenther will »den Berlinern die Lust am *Autofahren* nehmen«; weil ab 2035 innerstädtisch nur noch E-Autos zugelassen sein sollen. Sind E-Autos keine Autos? Achso, hatten wir zu Beginn: Müssen Krach machen!
40:35: An Zweite-Reihe-Parkern sind Parklets schuld, nicht die Autofahrer. »Parken soll immer schwerer werden.«

41:40: Passanten werden mitten auf dem RADWEG der UNFERTIGEN Friedrichstraße interviewt: »Wo soll ich denn hier flanieren? Hier gibt's nichts zu gucken.«
42:00: »Beim Überqueren des Radwegs muss man schon aufpassen …« FRECHHEIT!

42:20–43:40: Der längste zusammenhängende Abschnitt der gesamten Reportage ist dem Fehlschlag der Eröffnung aufgrund der Querdenken- und Gegendemos gewidmet.
43:35: KAMPF UMS AUTO! @RegineGuenther mit Antifa und Querdenkern verglichen.

43:40: »Kann die Berliner Verkehrswende gelingen?« – Es braucht »CLEVERE Ideen und Erfindungen«, keine »Fahrradflaniermeilen und Klimastraßen«

🤮
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23 Sep
Radfahrer sollen:
– sich endlich mal an die Regeln halten!
– schneller fahren!
– langsamer fahren!
– mittig fahren!
– weiter rechts fahren!
– ganz rechts fahren!
– mehr Abstand zu Autos lassen!
– nicht auf dem Gehweg fahren!
– auf dem Gehweg fahren!
– sich endlich mal an die Regeln halten!
– hintereinander, nicht nebeneinander fahren, damit man überholen kann!
– nebeneinander, nicht hintereinander fahren, damit man überholen kann!
– absteigen!
– schieben!
– sich an die Vorfahrtsregeln halten!
– auf die Vorfahrt verzichten!
– sich endlich mal an die Regeln halten!
– einen Führerschein machen!
– aufs Auto verzichten!
– sich nicht vor LKW stellen!
– sich nicht neben LKW stellen!
– sich nicht hinter LKW stellen!
– jeden Verkehrsverstoß anderer vorhersehen!
– nicht so paranoid sein!
Read 24 tweets
22 Sep
Tja. Notruf wegen Ruhestörung durch einen extrem aggressiven und lauten Beziehungsstreit.

Das war vor einer knappen Stunde. Keiner da.

Und wāhrend die mittlerweile nach über zweieinhalb Stunden anscheinend endlich schlafen, muss ich jetzt auf Beamte warten. 🤦
Gerade Anruf bekommen: Keine Streife frei. Immerhin. Hat sich das auch erledigt.

Das passiert, wenn der Notruf nicht funktioniert: 110 wählen, bei Feuerwehr rauskommen, Fw verweist an 030/46644664, dort meldet sich ein AB mit »Bürgertelefon, nicht besetzt, bitte 110 wählen.«
Dann kann man halt auch nicht mehr absagen.
Read 4 tweets
17 Sep
Was wir brauchen, sind mehr Polizisten in unseren Reihen; insbesondere solche mit jungen Familienmitgliedern, die sich und der heranwachsenden Generation unabhängig der Verkehrsmittelwahl eine sichere Fortbewegung auf einem lebenswerten Planeten wünschen und dafür auch privat 1/5
und ununiformiert an einer Critical Mass teilnehmen. Gleichzeitig müssen wir diesen Beamten die Entscheidung dafür erleichtern, indem wir Regelverstäße in unserer Mitte nicht dulden: Wenn die CM den Anspruch hat, der Verkehr zu sein, hat sie sich auch so zu verhalten! 2/5
Nur so ersparen wir den Beamten den Spagat zwischen persönlicher Überzeugung hin zu besseren Verkehrssystemen und Dienstpflicht als Zeuge von Verstößen; denn im letzteren Fall ist anzunehmen, dass ihre Akzeptanz in der Gruppe stark leidet und sie als Spitzel gesehen werden. 3/5
Read 5 tweets
26 Aug
Die Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit gehören zu den höchsten Rechtsgütern, die unser Grundgesetz schützt. Auch und gerade jetzt, wo diese Rechtsgüter im Rahmen des Infektionsschutzes gegen andere Rechtsgüter (das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit: 1▸
übrigens ebenfalls ein Grundrecht) abgewogen werden, gilt es, die Äußerungsmöglichkeit des Souveräns zu diesen Maßnahmen gegenüber dem Staat offen zu halten, um einem Missbrauch der Abwägung vorzubeugen. 2▸
Kurz gesagt; und dieser Satz wird garantiert aus dem Kontext gerissen: Von allen Meinungsäußerungen die durch das Grundgesetz gedeckt werden, sind die gegen die Coronamaßnahmen derzeit die schützenswertesten!

Nachdem das gesagt ist: Nein, IHR seid damit nicht gemeint! 3▸
Read 12 tweets
26 Aug
»Nein, 40 sind eindeutig zu viel; da muss man etwas tun. Wir vom BMVI (Bayerische Meister für Verlogene Intrigen) haben lange darüber nachgedacht, wie wir diese Zahl in den Griff bekommen können und eine Lösung gefunden, mit der alle leben können (bis auf die Verstorbenen): 1/
Die Fahrverbote werden wie geplant ab einer Tempoüberschreitung von 21+ bzw. 26+ angeordnet. 70 statt 50 ist eindeutig inakzeptabel! Das sieht die Bevölkerung so und dem tragen wir nun durch die Verschärfung konsequent Rechnung. 2/
Zur weiteren Entschärfung der Konflikte zwischen motorisierten und unmotorisierten Verekehrsteilnehmern, sowie zum Ausgleich und zur Vereinfachung und Vereinheitlichung der Kontrollen fallen auf Temposchildern und Tachometern die letzten Ziffern weg: 7 statt 5 ist akzeptabel! 3/
Read 12 tweets
15 Aug
Unfassbar, dass das Ergebnis leider nicht unfassbar ist.
Nur 1396? Wahrscheinlich konnten aus technischen oder personellen Gründen in den Kontrollstellen jeweils nur einzelne Fahrzeuge kontrolliert werden, statt mehrere gleichzeitig.
@PolizeiHamburg Auch wenn ich nicht in eurem Zuständigkeitsbereich verortet bin: Euren PMs nach scheint ihr diejenigen zu sein, die am besten kontrollieren.
Könnten nachträglich ausgewertete, luftgestützte Videoaufnahmen eine Option sein, großflächig einen Überblick zu gewinnen?
Auch wenn die Fahrzeuge nicht einzeln identifizierbar sind, ließe sich in Relation zu Referenzpunkten (z.B. Fahrstreifenmarkierungen) die Geschwindigkeit feststellen. Nach meiner subjektiven Erfahrung fahren oft ganze Fahrzeugkolonnen »Tempolimit PLUS«.
Read 5 tweets

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