Das Video stehen zu lassen, erfordert gerade unheimlich viel Kraft. Aber offenbar muss hier irgendwer mal sichtbar machen, was für Auswirkungen jahrelanger Sexismus und Mobbing haben. Seit Jahren arbeiten sich Rechte und super Woke an mir ab.
Jeden Tag machen sich da in der Hauptsache moralisch besonders überlegene (😂) Männer an mir ab. Aber auch Frauen. Jeden Tag werde ich beleidigt, aufgrund meines Alters und meines Geschlechts herabgewürdigt.
Irgendwann musste der Damm brechen. Das war heute. Ich ignoriere die allermeiste Zeit, was passiert. Heute sage ich Euch, dass es passiert. Dass ich es aushalte, sage ich Euch auch. Aber es wird Schwächere geben. Es wird sie geben, die zum Therapeuten müssen.
Und, wenn wir nicht aufpassen, kann es auch welche geben, die darüber nicht mehr leben wollen. Ich passe auf mich auf. Und wir alle sollten aufeinander aufpassen. Wenn ich heule, dann ist es ernst.

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18 Oct
Ich spreche in meinem Tweet von heute Leute an, die öffentlich politisch wirken und deren Artikulation online Vorbildcharakter hat. Damals hieß ich Pornographic Priestess, war ein rein privater Account (wie man am Inhalt sehen dürfte) und ohne politische Wirkkraft.
Man mag mir vorwerfen, dass ich mich seither verändert habe. Gern. Oder dass auch ich nicht immer konsistent bin innerhalb der Entwicklungen, die man auch als erwachsener Mensch durchlebt. Man darf ignorieren, dass sich Twitter verändert, die Gesellschaft eh permanent.
Und dann kann man sich überlegen, was es bedeutet, wenn solche Tweets geschrieben werden, die überhaupt keine Wirkung entfalten, außer mich in meiner heutigen Existenz zu diskreditieren.
Read 5 tweets
18 Oct
Ich bin nicht unsolidarisch mit jenen, denen Unrecht widerfährt. Im Gegenteil. Aber ich finde, dass wir aufpassen müssen, wie wir miteinander reden. Beides geht. Gleichzeitig.
Das mag nicht populär sein, weil es keine Wut reflektiert. Aber ich halte es für richtig, die Wut nicht als einzigen Antrieb zu nehmen, so sehr ich jede Wut verstehe.
Für Solidarität, für Zusammenhalt, für Verteidigung, für Grenzen setzen und all das brauchen wir keine aggressiv aufgeladene Sprache. Sie macht nichts nachhaltig besser, sie verschafft nur Erleichterung für den Moment, aber keine strukturelle Veränderung.
Read 4 tweets
11 Mar
Feindbilder sind immer gleich konstruiert. Man nehme eine Gruppe von Menschen, die erstmal entindividualisiert werden muss. Man gebe ihr einen negativ konnotierten Überbegriff wie „Sozialschmarotzer“, „Krimigranten“, „Alte weiße Männer“.
Dann werden die Verfehlungen einzelner dieser Gruppe auf die Gruppe als solche im Wege ständiger Wiederholung und Etablierung des Begriffs übertragen. Es werden Ressentiments bewusst geschürt, weiterverbreitet und verfestigt.
Dies geschieht auf den Verweis, dass diese Gruppe ein wie auch immer geartetes Leid über die Gesellschaft bringe und deswegen bekämpft werden müsse. Dies tun alle Anhänger des jeweiligen Feindbildes unter Berufung auf moralische Pflichten und den Schutz Einzelner.
Read 5 tweets
9 Nov 19
Ich möchte Euch eine Geschichte erzählen. Vor 10 Jahren war ich 27 Jahre alt, studierte Jura im 10. Semester und lebte mit meinem Hund und zahllosen leeren Pfandflaschen sowie haufenweise Altpapier in meiner 1-Zimmer-Wohnung. Ich war müde und ohne jeden Antrieb.
Ich vermied soziale Kontakte oder nächtlichen Schlaf. Ich wusste, dass ich ADHS hatte und schob es darauf, dass ich einfach nicht aufräumen, nicht konsequent studieren, nicht schlafen oder mich Reizeinflüssen am Tag aussetzen konnte. Und das stimmte auch zum Teil.
Dann kam der 10. November 2009 und ich sah eine Meldung, dass Robert Enke gestorben sei. Mir schnürte es die Kehle zu. Hannover 96 ist mein Verein, seit ich 3 Jahre alt war, und Robert war einer dieser Spieler, die anders waren. Er hatte etwas zu sagen und er rettete Hunde.
Read 13 tweets
15 Oct 19
Wir müssen nicht über die Frage diskutieren, wie grausam geschlossene Grenzen sind, wenn wir in der Mitte unserer Gesellschaft längst Grenzen erbaut und hermetisch gegenüber jenen abgeriegelt haben, die anders sind und anders denken.
Nur weil sie sich nicht im physischen Sinne materialisiert haben, sind sie nicht weniger streng bewacht. Fremdenhass gibt es nicht nur gegenüber Migranten. Es gibt ihn gegenüber politisch Andersdenkenden. Und das ist eine fast schon lustige Doppelmoral, wäre es nicht so traurig.
Es geht hier übrigens nicht um einen qualitativen Vergleich. Es geht um das ihm jeweils zugrundeliegende Gefühl, sich von Fremdem oder Unangenehmem abzuGRENZEN. Das ist keine Folge eines intellektuellen Abwägungsprozesses. Es ist Ergebnis von Gefühl.
Read 6 tweets

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