Ich seh das und mir schießen sofort ne Menge Gedanken durch den Kopf. Mit der Bitte um Entschuldigung für die Länge, aber mir macht das auch Mühe, also bitte…
tagesschau.de/ausland/amerik…
Es ist wirklich entscheidend für uns hier in Deutschland bzw. Europa, daß wir ein breites Verständnis schaffen, wie es dazu kam.
Wir müßen bereit sein, die Parallelen bei uns zu erkennen und wenigstens EINMAL beweisen, daß wir aus der Vergangenheit lernen können, indem wir JETZT
abwehrende Maßnahmen ergreifen. Und wer mich wegen dieser Aussage für alarmistisch hält, der soll sich gepflegt gehackt legen.
Ich gehöre seit 4 Jahren zu den Mahnern und Warnern vor diesem amerikanischen "Präsidenten" (hence Profilbild und der Name^^)
Während der ganzen Zeit
haben wir hier auch immer wieder aufgezeigt, wo in unserem Land vergleichbare Entwicklungen aufkeimen bzw. blühen.
Vergesst nicht: Die Amis haben seit jeher ca. 5-10 Jahre Vorsprung auf das meiste. Das fing schon beim Kaugummi an (Meine Mutter pflegte immer wieder davon zu
erzählen, wie der erste Kaugummi, den sie bekam und richtig mochte, ihr von einem GI zugesteckt worden war. Damals, als der Ami noch unser aller Freund war vorgab, unser aller Freund zu sein und wir alle (bis auf ein paar zerfleddert aussehende linke Typen mit wahnsinnig vielen
Haaren unter den Armen) das noch glaubten. Der Vorsprung mag in einigen Bereichen kürzer geworden sein, da das Internet und der Welthandel nunmal alles näher zusammenbringen und es wirkt schon eher unwahrscheinlich, daß es noch 10 Jahre dauert, bis bei uns in Deutschland (wieder)
eine derart lebendige Nazi-Kultur zahlenmäßig so sichtbar wird wie drüben, aber die Anzeichen sind schon lange keine ersten mehr.
Gerade so unwirklich scheinende Phänomene wie "Leerdenken" und Attila das Reiskanzlermännchen zeigen anhand des Umstandes wie undifferenziert und
unkritisch all das Geschwurbel von Zwangs-Chip-Impfung-Cloud-Upload-In-Die-Gates-Cloud aber auch älteren Geschichten wie die der BRD-GmbH unter alliierter Besatzung und noch älterer wie der vom Kinderfänger von Hameln (ja, das ist die klassische Variante der
Adrenochrom-Qinder – faszinierend, nicht?), wie verzweifelt auch bei uns die Zeiten bereits sind.

Denn das ist es, was den Menschen drüben wie hüben so zusetzt.
Ich schwör TAUSEND, daß die allermeisten dieser verQueren Schreihälse schon mindestens einmal in ihrem Leben und
vielleicht auch aktuell in seeeehr schwierigen finanziellen Verhältnissen gesteckt haben und vielleicht auch immer noch stecken.
Denn das Eine, liebe Freunde dürfen wir nie aus den Augen verlieren: Menschen schließen sich erst solchen aberwitzigen Abenteuererzählungen an, wenn
sie sonst keine Perspektive mehr sehen.
Oder wenn die Jochen-Schweitzer-Abenteuer-Camel-Skydive-Rennwagen-Experience gerade pandemiebedingt zugesperrt hat.
Wisst ihr noch, daß drüben wie auch hüben vollkommen leergedachte wegen ihrem geschlossenen Fitness-Studio auf die
Barrikaden gingen?

Aber können wir es ihnen denn wirklich verdenken?
Wenn wir einmal ganz ehrlich zu uns selbst sind, dann sind alle die von uns, die morgens nicht vor der schrecklichen Wahl stehen, MIT WELCHEM Porsche sie heute ins Büro fahren sollen oder ob sie vielleicht den
Trip nach London einen Tag vorziehen, weil die Schuhcreme alle ist und man die ja nur bei seinem Maßschuhmacher kauft – weil – also bitte, das ist ja wohl klar, warum – denn wer das nicht weiß hat ja noch nie GELEBT und davon (vom Leben) auch gar keine Ahnung – aber wie denn
auch, wenn man in nur einer Schule in nur einem Land…
Ich schweife ab…
Also alle diejenigen von uns, die wir gerade mal so oder auch ganz OK über die Runden kommen – wir denken uns doch auch manchmal "Leck mich fett… Dieser Typ hat es überhaupt nicht besser drauf als ich und
ist trotzdem der Arsch mit den 7 Porsches, während ich… ICH! so viel mehr auf der Pfanne habe als der und mir nicht mal ein siebtel Porsche kaufen könnte – OBWOHL ICH SOVIEL MEHR drauf habe."
Und dann stellt ihr fest, daß ihr möglicherweise bereits jetzt, nach noch nicht mal
einem Siebtel des Weges zu einem Siebtel von dem, was so ein Superreicher "erreicht" hat, an der vielleicht vorletzten Stufe eurer Karriere angelangt seid? Mit Ende dreiszig?
Wie hat der das gemacht, fragt ihr euch dann vielleicht.
Vielleicht wisst ihr ja noch, daß sein Vater
einer der großen in der XY-Branche ist. Und ihr habt den Sieben-Porsche-Stiefel erst später in der Oberstufe kennengelernt, als er gerade aus England mit seinen Eltern hergezogen war.
Er kam damals schon mit nem BMW zur Schule gefahren, den er vom Vater zum 18.ten hingestellt
bekommen hatte. Und ihr bekommt das Gerücht mit, daß er "voll sauer auf seinen Vater war, weil es kein Porsche war" und dann hat euer altes Rad – das von eurem großen Bruder, der jetzt Opel Kadett fährt – einen Platten und ihr müsst die 8 Kilometer nach Hause schieben, weil
jemand die Satteltasche mit dem Flickzeug geklaut hat.
Später auf dem Abi-Treffen hörte man von ihm nur noch aus der Entfernung. Er studiere jetzt in Oxford. Will danach in die Staaten ("in die Staaten" sagte man damals immer, wenn man von den U,S und A sprach.), um in Harvard
seinen Master zu machen. In was? Irgendwas mit Wirtschaft…
Irgendwann ist der Typ dann halt im Vorstand desselben Konzerns, den schon sein Vater leitete und kauft sich nun seine Porsches alle selber.
Nein, ich habe kein Problem mit dieser Automarke. Es geht mir am Allerwertesten
vorbei, ob und wieviele Porsches jemand fährt. Das ist nur ein Beispiel. Selbstverständlich ist es ein Riesen-Unsinn, 7 Porsches zu besitzen und zum Schuhcreme-Kaufen einen Tag früher nach London zu reisen. Aber in irgendeiner Form gibt es solche Menschen. Hier – mitten unter
uns… Wobei unter wahrscheinlich eine reichlich ungeschickt gewählte Präpostion ist, leben solche Gestalten doch meistens eher neben uns, am feineren Ende der Stadt, wo ohnehin nicht so viele Menschen vorbei kommen. In der Stadt ist ja ehedem gar kein Platz für so viele Autos,
da findet man ja fürn smart noch nicht mal immer einen Parkplatz…
Was das alles mit dem Ausgangsthema zu tun hat? Gut daß ihr fragt, ich wollte gerade drauf kommen.
Nicht jeder mag mit soviel bissigem Humor und innerer Gleichgültigkeit über diese Menschen nachdenken.
Der eine
oder die andere mag auch echte Abneigung aus den eigenen Ohnmachtsgefühlen heraus entwickelt haben. Und das kann ich in der Tat niemandem verdenken! Schlimm ist es dann nur, wenn diese Wut durch geschickte Nepper, Schlepper, Bauernfänger ausgenutzt wird und in die eigene
– monetär interessante – Richtung gelenkt wird.
Zu den Hildmanns und Janichs gesellen sich dann natürlich schnell auch gruppierte Berufsfaschisten, denen aufgebrachte, wütende oder vom Status Quo enttäuschte schon immer beliebtes Propagandamaterial waren und so erklären sich
dann die überaus wahnwitzigen Konstellationen aus scheinbaren Hippies, Esoterikern, generell besorgten aber auch rassisch besorgten, die während der letzten Monate Wochenende um Wochenende in mitunter überwältigender Anzahl von den Straßen und Plätzen über die bereitwillig und
gierig filmenden Medien in unsere Wohnzimmer projiziert worden sind.
Da, wo es nach Zusammensetzung und geistiger Verfassung noch möglich war, Interviews zu führen trat neben dem Geschwurbel immer wieder zutage, daß wirtschaftliche Unsicherheit eine der treibenden Kräfte hinter
der Motivation, auf die Straße zu gehen brodelt. Das, gepaart mit einer unbändigen Wut auf "die Eliten", womit mannigfaltige Varianten meines 7-Porsche-Stiefels
gemeint sind, gipfelt schliesslich in dem immer stärker werdenden Wunsch, es denen "da oben" jetzt endlich mal zu
zeigen, wie ohnmächtig sie sich alle fühlen.
Aus Ohnmacht kann zweierlei entstehen: Resignation oder Gewalt. Beständige Überredungsversuche derer, die tatsächlich ihre politischen Ziele mit Gewalt einläuten wollen, werden dazu führen, daß nochmal ein weiterer großer Teil der
resignierten aus der Angststarre erwacht und sich mit dem Prügel-Mob gemein macht – und sei es nur, indem man sich zum "Fresse zeigen" mit den anderen auf die Straße stellt.
Wir müssen diese Mechanismen erkennen und entzaubern. Es muss uns irgendwie gelingen, die enttäuschte Wut
dieser Menschen in eine produktive Richtung zu kanalisieren, bevor wir sie endgültig in die Fänge der Faschisten verlieren.
Ich sehe verschiedene Ansätze:
Der Dialog über ein bedingungsloses Grundeinkommen muß verbreitert werden. Mehr Menschen müssen sich was darunter vorstellen
können. Den Argumenten derer, die permanent dagegenhalten muss etwas entgegengehalten werden. Wenn wirtschaftliches Fortbestehen kein Hebel für die generelle gesellschaftliche Erpressung mehr sein kann, verändert sich ein großer Teil der pessimistischen Perspektiven.
Weiterhin
mit großem Druck die wahren Beweggründe hinter Gestalten wie Homburg, Schiffmann, Hildmann und Co. aufdecken. Wer verdient wieviel Geld an der schamlosen Ausnutzung der Verunsicherung der Menschen? Was verdient so ein Busunternehmer eigentlich an den Touren zu Demonstrationen
durch ganz Deutschland? Man sieht deutlich, wie schnell denen die Puste ausgeht, wenn man wie im Fall von Herrn Ballweg anfängt, im Hintergrund rumzustochern. Der Mann hat mittlerweile die Steuerfahndung am Hals, wird von Banken verstoßen, die sich nicht ihren (ohnehin schon
angekratzten) Namen schädigen lassen wollen.
Weiterhin mit aller Kraft gegen Faschisten angehen. Wer den Geschichtsbüchern nicht glauben mag, "weil das ja eh alles erstunken und erlogen…", der soll halt einfach nach Amerika, Belarus, Ungarn, Türkei oder auch Great Britain
schauen. Man kann in diesen Ländern unterschiedliche Grade an Faschismus verzeichnen. Die Amis sind gerade so mit einem blauen Auge und sehr viel zerbrochenem Geschirr davongekommen und haben jetzt noch wahre Sysiphos-Aufgaben zu bewältigen, um den Faschismus stetig wieder
zurückzudrängen. In Belarus sind wahre Helden am Start, die einem extrem starken, extrem extremem Staatsapparat gegenüberstehen und ich wünsche den Weißrussen von Herzen alle Kraft, die nötig ist! Great Britain steht noch ganz am Anfang einer sehr unheilvollen Phase, die direkt
in den Faschismus übergehen könnte, wenn es Boris und seinen Mitverschwörern gelingen sollte, weiterhin so gekonnt von ihren eigentlichen Beweggründen abzulenken.
Mehr Gewerkschaftsarbeit wagen. Auch von der Seite her muss Druck aufgebaut werden. Die Chefs und Inhaber der großen
Butzen mit vielen tausend Mitarbeitern aber auch die Mittelständler darunter müssen verstehen, daß das Arbeitsverhältnis auf Gegensätzlichkeit basiert. Ohne die, die die Arbeit machen, gäbe es die, die die Kohle scheffeln gar nicht. Viele scheinen sich da zu sicher in eine
Traumwelt der absoluten Macht hineingeträumt zu haben, weil sich zu viele Mitarbeiter aus Angst vor Jobverlust nicht mehr konsequent wehren. Denn das ist der eigentliche Triebmotor: Die Angst, nach ganz unten durchgereicht zu werden beim gleichzeitig mantrenartig wiederholten
Leitsatz des "Du kannst alles erreichen, wenn Du Dich nur genug anstrengst.". Das ist mittlerweile ein so alter Hut, daß viele den gar nicht mehr wahrnehmen. So wie die Ehefrau, die ja eben schon immer da war, irgendwann zum übersehenen Grundzubehör wird.
Aufsatz-Ende. Aber bis
hierher liest wahrscheinlich eh kaum jemensch…
Die, die hier angekommen sind: Danke! Ihr seid Helden!

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12 Jan
Liebe Blase, weiß hier jemand, ob die Rentenkasse scheiße baut, wenn sie jemandem mit Burnout nach SGB IX beurteilt und hiermit argumentiert, wenn es um Beantragung einer Umschulung geht?
Es wird ausdrücklich §49 Abs.3 Nr. 4 zitiert, um letztlich zu begründen, daß die gewünschte
Weiterbildung nicht angeboten werden kann.
Da man ja nach §13 Abs. 1 zur Sparsamkeit verpflichtet sei.
Kann mir wer sagen, ob die hier Beschiß und Drangsalien planen und ich Einspruch empfehlen soll, oder ob das das normale Vorgehen ist?
Es ist übrigens zuerst das Folgeschreiben ImageImage
eingegangen, wo um Antwort gebeten wird, ob man denn nun die Eignungsfeststellung einplanen soll.
Leider hat die zu beratende auf dieses zweite Schreiben bereits positiv geantwortet (heute).
Ich wäre sehr verbunden, wenn ihr mit mir einen Tippgeber finden könnt.
Gerne RT! Danke!
Read 4 tweets
22 Jul 20
Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass während meiner Kindheit überall die Fahndungsplakate der RAF Mitglieder aushingen. Bei der Post, in der Bank, am Bahnhof, einfach überall.
Es sind immer noch irgendwas zwischen 500 und 600 Nazis per Haftbefehl gesucht und
untergetaucht. Ich sehe kein einziges Fahndungsplakat.
Auf Twitter ist mir noch nichts dergleichen aufgefallen. Stattdessen postet deutsche Polizei von niedlichen Teddybären, die gefunden wurden.
Es werden massenweise Drohmails vom NSU 2.0 mit “der Führer” unterzeichnet,
in denen brutalst mit dem Tod gedroht wird und wo OFFENSICHTLICH Zugangsbeschränkte Daten aus Polizeicomputern verwendet wurden.
Zuvor hat die erste Ausgabe des NSU über mehr als 10 Jahre hinweg eine Spur von Blut und Leichen durch Deutschland gezogen und diese Verbrechen sind
Read 26 tweets
23 Jun 20
Man darf ja auch nicht “racial profilen “.
Und man darf auch nicht 30 + Milliarden durch CumEx und CumCum Geschäften am Fiskus vorbei scheffeln.
Und man darf dieses Raubgeld auch nicht für immer auf Geheimkonten in Steueroasen Bunkern.
Ebenso darf man keine Industrieabfälle ins
Meer und die Flüsse einleiten.
Auch darf man keine politischen Aktionen auf der Basis von Gegenleistungen wie Direktorenposten oder Aktienoptionen starten.
Auch darf man als deutsche Bank nicht das Geld krimineller russischer Oligarchen waschen. MILLIARDEN.
Man darf auch nicht
Schummelsoftware in Motorsteuerungen einbauen und mit dem Kraftfahrtbundesamt gemeinsame Sache bei der Vertuschung machen. Auch darf man nicht deutsche Arbeitsschutzgesetze aushebeln (eigentlich), indem man leiharbeitsfirmen bucht, die ihre Arbeiter wie Vieh behandeln.
Read 15 tweets
22 Jun 20
Ich glaube, was viele noch nicht sehen (wollen) ist, daß junge, randalierende Menschen ein Ausdruck der ungeheuren Wut über die generellen gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten vermischt mit einem Gefühl der totalen Ohnmacht gegenüber lobbyhörigen Politikern, die ganz offen-
sichtlich nichts für die Zukunft dieser jungen Menschen in die Wege leiten wollen.
JEDEN Tag kann man neue Meldungen über die Gefahren der sich entwickelnden #Klimakatastrophe lesen. In Sibirien sind gerade 38°C gemessen worden!
Und am selben Tag bekommt man die volle Breit-
seite, wenn man liest, dass das bekackte Kohleausstiegsgesetz in Wahrheit ein Industrierettungsgesetz ist.
Und wir können NICHTS dagegen tun.
Bis zur nächsten Wahl ist das Ding in Beton gegossen und dann geht da keiner mehr ran.
Es wird tatenlos zugesehen, wie eine Lufthansa
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