Ich habe selten so viel Unsinn gelesen wie in diesem Abschnitt des aktuellen Zeit-Titels. Der Autor schreibt: „sogar evangelikale Scharfmacher machen mit“ bei der Trump-Verehrung. Und da frage ich mich doch, ob der Herr die letzten Jahre auf dem Boden eines Teichs verbracht hat Image
Ganz zu schweigen, dass hier, Verzeihung, denkfaul, oder intellektuell unehrlich, die „no True scotsman“ fallacy bemüht wird. Denn die rechtsextremen Christen können ja keine echten Christen sein, weil Christentum = gut. Das ist der der Kern von #ChristianSupremacy.
Oh, und auch rechten Christen ihre Religiosität abzusprechen ist dann doch auch ein extrem fauler Weg, um zum Ende des Textes zu kommen (wir brauchen Religion, weil Säkularismus zu einer reinen „Machtreligion“ führe, don’t even get me started)
Wenig überraschend gehts auch nur um Islam, Judentum und Christentum. Während die rechten Christen in den USA keine echten Christen seien, wird der betont Islam streng angemahnt, zu „Deradikalisierung“ der Gläubigen beizutragen.

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23 Nov
Weil sich in meinen Mentions wieder Kommentare tummeln, die behaupten, „wahre Christen“ könnten keine Faschisten oder Christlichen Nationalisten sein: lest diesen Text. Die „No True scotsman fallacy“ ist nicht nur falsch sondern gefährlich. cstroop.com/2017/05/03/abo…
Christen in „echte“ und „falsche“ einzuteilen auf der Basis der Behauptung, dass Christentum=inhärent gut, ist #ChristianSupremacy. Lest euch diese Infografik von @C_Stroop durch, wenn ihr Schwierigkeiten habt, diese Christen zu benennen.
Diese Betitelung von rechten Christen als „falsche Christen“ befördert #ChristianPrivilege und verhindert eine ehrliche Analyse.
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15 Nov
Im letzten Politikteil Podcast der Zeit sprach die neue Korrespondentin @amraicoen über die Lage in den USA - und auch wenn ich froh bin, dass sie klarstellt, dass Trump die Republikaner fest in der Hand hat, wurden die Ursachen/Mittel nicht ausreichend analysiert.
Die Einschätzung der Demokraten und der Virginia-Wahl war ebenso oberflächlich - Trumps Motivationskraft liegt in seinem Pandering zu Christlichem Nationalismus, und nicht daran, dass er „Arbeitern den Stolz wiedergegeben hat“. Studien belegen, dass der Schlüssel…
zum Verstehen des „Phänomen Trump“ Christlicher Nationalismus ist - und der ist nicht neu. Er führt Rassismus, Religion, Ausgrenzung, rigide Geschlechtervorstellungen und Hyperkapitalismus zusammen. Trump hat nur als erster die Codierung ganz weggelassen.
Read 15 tweets
13 Nov
Der Rittenhouse Prozess. Ein Dumpsterfire bisher - aus verschiedenen Gründen. Die Berichterstattung darüber hat jedoch auch einiges aus dem Kontext gerissen. Schauen wir uns das mal näher an. Rittenhouse behauptet, in Notwehr gehandelt zu haben.
In Fällen, in der die Verteidigung auf Notwehr plädiert, ist es üblich, dass die Anklage nicht von "Opfern" spricht - weil bei dem Wort eben bestimmte Bedeutungselemente mitschwingen. Daher ist dieser aspekt, dass der Richter das verboten hat, nicht ungewöhnlich. Aber:
Dass er der Verteidigung erlaubt hat, (bei ausreichender Beweisführung, was auch immer das heißen mag), unter Umständen die Getöteten als "Rioters" und "Looters" zu bezeichnen, auch wenn er davon abraten würde, zeigt einen racial bias.
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4 Nov
Ein Texanischer Abgeordneter (R) erstellt eine Liste mit 850 Büchern, die Schülern „Unwohlsein“ verursachen könnten. Unter den gelisteten Titeln: „African American and Latinx History of the United States“ und „Hood Feminism“. npr.org/2021/10/28/105…
..eine bebilderte Geschichte der Menschenrechte sowie Bücher, die Sexualität, Abtreibung, Rassismus und Gender behandeln. Noch fordert er nichts - aber angesichts der „anti CRT“ Gesetze, die alles an Lehrstoff verbieten, was „Unwohlsein“ verursachen könnte, ist’s offensichtlich.
Auch das ist nur ein weiteres Beispiel von Bemühungen, Themen, die der Religiösen Rechten nicht passen, aus dem Curriculum zu streichen. Es ist immer dieselbe Strategie seit den 70er Jahren. Wenn Bücher verboten werden, wird bald auch anderes verboten.
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3 Nov
Dieser Kommentar zur Wahl in Virginia geht völlig am eigentlichen Kern vorbei. Stattdessen wird das Framing „Bildung“ sei ein Thema gewesen, und nicht nur ein Smokescreen für Rassismus nach altem Playbook der Religiösen Rechten, einfach übernommen. Absurd. tagesspiegel.de/politik/wahlen…
Davon, dass ausgerechnet die Parteilinke für McAuliffes Niederlage verantwortlich sei, fange ich gar nicht an, so absurd ist die Behauptung. Ein moderater Präsident, ein moderater Gouverneurskandidat - und zwei „moderate“ Demokratische Senatoren, die die komplette Agenda blocken.
Aber die Parteilinke ist schuld - ist klar. Dass Youngkin hier zu einem Nicht-Trumper verharmlost wird, ist einfach nur gefährlich - und falsch. Er bedient exakt dieselben Themen, wird von ihm unterstützt, bewirbt die Lüge vom Wahlbetrug etc. patreon.com/posts/glenn-yo…
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3 Nov
CRT ist die neue rassistische Dog Whistle der Republikaner. wie @JoyAnnReid es formuliert: „Das Thema war ‚Bildung‘ - oder, treffender: ‚Weiße Eltern mögen es nicht, wenn man im Unterricht über Race spricht‘“. Wäre schön, wenn das auch in den deutschen Artikeln erkannt würde.
Nachdem die völlig irrwitzige CRT-Panik, heraufbeschworen von einem rechten Aktivisten und verbreitet als angebliche Grassroots Protestbewegung von einem Netzwerk der Religiösen Rechten, Youngkin solchen Erfolg beschert hat, werden andere Republikaner auf den Zug aufspringen.
Super Möglichkeit, Panik und racial grievances zur Mobilisierung von Weißen Eltern zu nutzen, unter dem Deckmantel des „Schutzes der Kinder“ und dem Schutz vor angeblicher „staatlicher Indoktrination zum Selbsthass“. MAGA Themen, aber „respektabel“.
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