Über den #Tankrabatt und die Entwicklung der Mineralölpreise wird zurzeit so viel polemischer Unsinn verbreitet, dass es notwendig wird, dies einmal einzurücken.
Hierzu also mal ein kleiner Thread: (1/)
Polemische Darstellungen beginnen häufig damit, dass die Entwicklung des Rohölpreises als Grundlage genommen wird und darauf aufbauend das Bild einer den #Tankrabatt ausnutzenden Mineralölindustrie aufgebaut wird: (2/)
Hierzu muss man wissen, dass alle Mineralölprodukte an den Rohstoffmärkten gehandelt werden, auch Benzin. Dessen Preis an der NYMEX Rohstoffbörse ist seit Jahresbeginn um sagenhafte 80% gestiegen und es ist noch kein Anzeichen zu erkennen, dass der Preisauftrieb stoppt: (3/)
Die Differenz zwischen den Preisen von Mineralölprodukten und Rohöl wird auch als Raffineriespread oder Crack-Spread bezeichnet - diese Differenz hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt: (4/)
All dies lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Auf dem Weltmarkt ist der Nachfrageüberhang für Benzin noch drastischer als für Rohöl, so dass dessen Preis stärker steigt als Rohöl. Und für den Weltmarkt ist der deutsche #Tankrabatt ein marginaler Einflussfaktor. (5/)
Und alle gezeigten Charts sind in USD.
Dieser hat aber gegenüber dem EUR seit Jahresbeginn um ca. 8% aufgewertet, sodass die beschriebenen Effekte die Verbraucher in der Eurozone besonders betreffen.
Grüße gehen an Frau Lagarde. (6/)
Es ist also nicht anzunehmen, dass mit Einführung des Tankrabatts die Preise auf einem niedrigeren Niveau verbleiben, sondern wenn der gegenwärtige Preisauftrieb für Benzin auf dem Weltmarkt anhält, werden auch die Preise an unseren Zapfsäulen weiter ansteigen. (7/)
Das ist übrigens derselbe Effekt wie die Überführung der EEG-Umlage für Strom in den Bundeshaushalt: Der Verbraucher-Strompreis wird dadurch um 3,5 cent gesenkt. Da die Strompreise im Energiewendeland 🇩🇪 weiter steigen werden, wird auch dieser Effekt bald überholt werden. (/end)
Und hier der neueste "Schrei" in Sachen Speicherung von Strom aus erneuerbaren Anlagen.
Hierzu mal eine Quizfrage am Morgen:
Was schätzen Sie, wie lange könnte eine solche nicht gerade flächenarme Anlage den Strombedarf Deutschlands abdecken?
Kompliment. 87% von Ihnen lagen richtig.
Ein Strombedarf von ca 500 TWh/a sind ca 950 MWh / min. Ein Speicher von 300 MWh reicht also in etwa 20 sek.
Nun kann man natürlich sagen, dass man nie 0 kW Erzeugung hat. Schauen wir uns also mal eine windarme Woche im Mai an: ▶️
@ARD_BaB@c_lindner Lieber Herr Lindner,
dies kann man so nicht ohne Erwiderung stehen lassen.
Im Einzelnen: 1/ Sie sagen: "Manche träumen davon. Wo gibt es eine Bereitschaft [zu bauen] ?"
Da frage ich mich schon in welcher Welt Sie leben? Diese Bereitschaft gibt es in (1/)
@ARD_BaB@c_lindner ... den USA, Kanada, GB, F, nun auch in NL, in fast allen osteuropäischen Staaten, in Russland, der Ukraine. China möchte in den nächsten Jahren 150 KKW bauen. Indien und darüber hinaus viele andere Staaten wie Bangla Desh, VAE, Türkei, Ägypten u.v.a. mehr kommen hinzu. ▶️
@ARD_BaB@c_lindner Ich wundere mich auch, dass Sie nach den Entscheidungen zur EU-Taxonomie wohl noch nicht registriert haben, dass ihr Standpunkt isoliert dasteht, nicht umgekehrt.
Zweitens bringen Sie das Argument hoch, wo denn die Versicherung für KKW bestünde. Darf ich Ihnen hierzu ▶️