Eine Sache kommt mir zu kurz: Die Situation um George Bello. Ohne Frage ein sympathischer Kerl - aber die Zeit für Welpenschutz läuft langsam ab.
Man hat im Winter, wo sicherlich auch auf anderen Positionen Nachbesserungsbedarf bestand, knapp zwei Millionen für ihn bezahlt.
Ich habe ihn zuvor nie spielen sehen, aber bislang habe ich nichts gesehen, was diese Summe rechtfertigt.
Viele technische Fehler, kein gutes Stellungsspiel. Tempo ist in Ordnung, aber auch nicht so vehement, wie man es hätte erwarten können.
Zeit geben, eingewöhnen - keine Frage. Aber von einem Spieler, der für so viel Geld verpflichtet wird, darf man auch etwas Leistung erwarten.
Die wenigsten Spieler benötigen eine lange Anlaufzeit. Qualität sieht man meist auf den ersten Blick, Ausnahmen gibt es immer.
Das mag hart/kontrovers klingen: Aber einen nachvollziehbaren Anlass, auf eine Leistungsexplosion zu hoffen, erkenne ich (noch) nicht. Dafür hat er mE zu wenig gezeigt. Angesichts der Umstände (Ablöse, für die er nichts kann) ist dieser Transfer für mich eine große Enttäuschung.
Für mich vergleichbar mit Situationen in der NFL, in der oft die Ausnahme als Beispiel genutzt wird, dass Spieler nach einigen Jahren noch zünden können, weshalb zT zu lange an Spielern festgehalten wird.
Auch da gilt für mich: Talent sieht man grundsätzlich sofort.
Ich will Bello noch nicht abschreiben und gönne es ihm maximal, dass er den Durchbruch, am besten beim DSC, schafft. Aber ich hatte mir da schon deutlich mehr erhofft und finde, dass das Ganze auch mal kritisch hinterfragt werden darf, ohne da jetzt zu forsch zu klingen.
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