Am heutigen #Homöopedia-Samstag widmen wir dem Killerargument von Homöopathie / Pseudomedizin schlechthin, dem unsäglichen "Wer heilt, hat Recht", ausnahmsweise einen ganzen Thread. /2
2/ Meist wird es benutzt, um eine Diskussion über eine vermeintliche Heilwirkung zu beenden, wenn Homöopath /Homöopathin (oder auch andere Therapeuten) keine schlüssigen anderen Belege anführen können - das Therapie-Ergebnis sei doch offensichtlich! /3
3/ Aber wenn Homöopathen keine kausale Ursache für ihren Heilerfolg angeben können (und das können sie alle nicht, andernfalls würden sie es ja tun!) - wieso können sie dann alle anderen Ursachen ausschließen? Der Widerspruch springt einen doch förmlich an! /4
4/ Sie behaupten kategorisch, es müssten die Globuli gewesen sein, ohne dass sie wissen können, was alles zur Linderung der Beschwerden beigetragen haben könnte, wenn Patient oder Patienten nach einiger Zeit wieder in die Praxis kommt. /5
5/ Was hat er oder sie alles getan, um gesünder zu werden? Bessere Ernährung, Ruhe oder mehr Bewegung? War er oder sie heimlich bei einem anderen (oder einem richtigen) Arzt? Ist das Leiden womöglich, wie sehr viele Erkrankungen, von alleine weggegangen? /6
6/ Ausgerechnet die wissenschaftlich unwahrscheinlichste Erklärung soll die Wahrheit sein? Und vor allem: Anders als in der richtigen Medizin zählt niemand mit, wie oft eine homöopathische Behandlung letztlich gescheitert ist, die angeblich schon einmal jemanden "geheilt" hat. /7
7/ Man muss auf dieses Scheinargument vorbereitet sein, denn es wird oft benutzt, auch von Anhängern der Homöopathie und sogar Politiker blamieren sich damit offensichtlich gern. /8
8/ Zur Vorbereitung bieten wir neben diesem kurzen Abschnitt in der Homöopedia (t1p.de/pwcf2) auch einen Link auf einen längeren Artikel zum Thema auf der INH-Website: netzwerk-homoeopathie.info/faq-07/ /9
9/ Summary: "Wer heilt hat Recht" ist als isoliertes "Argument" ein Rückfall in die Trial-and-Error-Medizin alter Zeiten, als jeder, der mit seinen Mittelchen übers Land zog, dies für sich in Anspruch nahm. Damit können und dürfen wir uns heute nicht mehr zufrieden geben.
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