In den letzten 10 J meiner ärztl. Tätigkeit habe ich zahllose Erfahrungen mit Eltern+Kindern in Ordinationen und (im ÄrzteNotDienst) in ihrem Zuhause gemacht.
In Kassenordination/ÄND behandeln wir, nicht nur aber v.a., ein vorselektiertes Kollektiv:
Die "unteren 50%" (in etwa).
Entschuldigung für den Ausdruck. Aber er triffts.
Auch wenn natürlich Wohlhabende auch krank, überlastet, hilflos, ängstlich, drogenabhängig,... sein können.
Zum Punkt:
Kinder sind den Lebensbedingungen ausgeliefert, die wir primär als Gesellschaft für sie geschaffen haben.
Kinder fühlen, was Eltern fühlen.
Und Eltern haben Stress. Zuwenig Zeit+Geld.
Zuviel Druck v. Arbeitgeber. Beziehungsprobleme. Drogenprobleme (v.a. Alkohol/Nikotin,aber auch illegale Drogen). Gewalt. Gesundhtl. Probleme.
Psych./phys. Überlastung.
Schlafstörungen. Angst...
Eltern fühlen sich Politik/Arbeitgebern/Medien ausgeliefert.
Sie leiden unter finanz. Sorgen, obwohl sie zusammen 60-80Std arbeiten. Viele müssen krank arbeiten gehen und Mobbing/Rassismus sowie fehlenden Respekt in häufig systemrelev. Jobs ertragen.
Sie empfinden Hilflosigkeit.
Aber diese Eltern müssen nehmen, was sie kriegen können & weitermachen. Egal was kommt.
Soziale Hängematte? Gibts. Selten!
Und häufig stecken unerkannte gesundheitl. Probleme dahinter.
Das System der 5min Medizin verhindert häufig Prävention u. frustriert Hilfesuchende+Ärzte.
Die Pandemie hat zusätzlich Druck verursacht.
Ein weiteres Problem, mehr Angst, Konflikte, Last.
Medien haben das verstärkt, da viele Journalisten überfordert waren mit der großen Menge an wissenschaftl. Erkenntnissen. Dazu von Anfang an gezielte Desinformation von rechts.
Viele junge Menschen waren überrascht, dass sie durch das neue Virus doch sehr krank wurden. Der 45Jährige mit Übergewicht, mit beidseitiger Pneumonie und Herzinfarkt...Die weinende Mutter, deren 13Jähriger mit beidseitiger Lungenentzündung und Hypoxie ins Krankenhaus muss.
Und da reden wir noch garnicht über die vielen Vulnerablen in ALLEN Altersgruppen! Und die Angst und die Trauer, die die Pandemie und nicht wissenschaftsbasierte Politik diesen Familien aufgeladen hat.
Und: Die Angst vor Masken und Impfungen statt vor Infektion mit neuem Virus😵💫
Aber auch ungefährliche Infekte sind für Familien eine große Belastung. Eltern und Kinder krank. Krankenstand oft nicht möglich. Nächte schlaflos. Kinder weinerlich...
Finanzielle Probleme, Depressionen und Rückenschmerzen werden dadurch nicht leichter!
Kinder sehen Eltern, die täglich strampeln müssen und gestresst sind. Nur um Status Quo aufrecht erhalten zu können.
Und sie lernen bald, dass sie auch einfach funktionieren müssen. Dass sie ihre Gefühle unterdrücken müssen.
Und dass sie kaum Einfluß auf Lebensumstände haben.
Und nun: Die Kinder selbst.
Erfahrung mit Mobbing/Gewalt beginnt in Kindergarten/VS. Auch dort haben sie bereits sozialen Druck, sich richtig zu kleiden und ein Handy zu haben.
Wer Anders ist hat es immer schwerer.
Übergewicht,Armut,schlechte Noten, schlechtes Image...
In der Pandemie gabs mehr Unsicherheit/Konflikte/Streit.
Weniger Struktur/Aufmerksamkeit/Zeit für Kinder.
Bei gleichbleibendem Leistungsdruck IN SCHULE!
Soziale/gesundhtl. Probleme haben sich verstärkt.
Und: Auf steigende Infektionszahlen und Tote wurde (zu) spät reagiert.
Gelindeste Mittel wurden durch Desinformation verhindert.
Von Rechten+"Experten" wie Allerberger,Sprenger,... die Corona verharmlost und Nutzen von Masken/Kontaktbeschränkungen wider weit überwiegendem wissenschaftl. Konsens negierten.
Lockdown Herbst 2020: Unausweichlich.
Kinder haben schon vor Pandemie eine untergeordnete Rolle gespielt. Das Prinzip Prävention hat in Österreich kaum gegriffen. Wer phys./psych. Erkrankungen und hohe Kosten für Gesellschaft verhindern will, muss von frühester Kindheit an das Kindeswohl in den Mittelpunkt stellen...
Und Armut vermeiden. In Bildung investieren. Vertrauen in Politik/Institutionen aufbauen. Primärversorgung stärken! Sport fördern. Autoverkehr/Lärm/Umweltverschmutzung/Ungleichheit reduzieren. Korruption und Hetze gegen Minderheiten/Armutsbetroffene bekämpfen!
VORBILD SEIN !!
Politik/Gesellschaft/Medien versagen dabei,
NEUE und KOMPLEXE Probleme wie SEUCHEN,KRIEG, KLIMAKRISE,ARMUT zu analysieren und wissenschaftsbasierte/pragmat. Lösungen aufzuzeigen.
Politik leidet an Populismus!
Medien müssen Profit machen!
Da versagt das Differenzierungsvermögen!
Dann kommen noch die Krisengewinnler dazu, die wittern, dass man mit Polarisierung und Emotionalisierung Aufmerksamkeit+Profit generieren kann.
So mancher "Experte" nutzte das.
Ebenso bestimmte Medien.
Und immer ist das 1.Opfer die Wahrheit.
Und darunter leiden die Kinder.
Unter dieser scheinheiligen Welt. In der es nur um Macht und Geld geht. Um die nächsten Wahlen. Um den besseren Eindruck im Streitgespräch. Um Durchsetzungsfähigkeit. Egal wie.
Politiker, Promis, Influencer, Fussballer,... machen es vor.
Kampfsport ist fairer! Und ehrenhafter!
Nicht Lockdowns haben den Kindern primär geschadet. Sie haben nur in bestimmten Fällen das Fass zum Überlaufen gebracht.
Wir alle haben Schuld daran.
Weil wir die Falschen zu Anführern machen:
Die Durchsetzungsfähigsten. Nicht die Besten.
Die Starken. Nicht die Sozialen.
Wir leben falsch.
Als Gesellschaft.
Als Menschheit.
Vernachlässigung v Umwelt,Gesundheit,Sozialem.
Und Verschärfung v Ungleichgewichten!
Aber Ungleichgewichte töten Zellen, Organismen, Gesellschaften.
Zurück zur "Normalität" bedeutet:
Weiter in den Abgrund.
Viele dachten George W. Bush sei der Tiefpunkt.
Dann kamen Trump, Kurz, MFG, Exxpress, Putins Trollfabriken,... sowie ehemals gemäßigte Rechtskonservative, die nun friedliche Klimaaktivisten als Terroristen bezeichnen!
Nicht lockdowns haben unsere Kinder traumatisiert.
Sondern die Welt, die wir geschaffen haben.
Und das offensichtliche Unrecht, die offensichtlichen Lügen, und das Leid, das wir, wider besseren Wissens, zugelassen haben.
Sollen sie sich darauf freuen?
ENDE
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