"'Tom' Dooley ist ein Allrounder, der bis auf Torhüter alles spielen kann. Sein Vater war Amerikaner. Tom wurde in diesem Jahr US-Staatsbürger und will bei der Weltmeisterschaft 1994 im US-Team spielen."
Tom Dooleys Karriere wirkte lange nicht nach einer, bei der er viel von der Welt sehen würde. In der Pfalz geboren, begann er mit 18 beim TuS Landstuhl, mit dem er 1980 aus der Verbandsliga in die damals drittklassige Oberliga aufstieg. Landstuhl stieg direkt wieder ab,... 2/14
Dooley hatte sich aber empfehlen können und kam beim Ligakonkurrent Pirmasens unter. 1983 klopfte dann mit dem FC Homburg ein Aufstiegsfavorit an und dort gelang Dooley dann auch der Sprung in die 2. Bundesliga. Er war im Mittelfeld gesetzt und trug 85/86 mit 13 Toren... 3/14
maßgeblich zum Erstligaaufstieg der Saarländer bei. Dort hielten sich die Homburger 2 Jahre. Dooley, sofern nicht verletzt, war dort Stammkraft und geriet in den Fokus des 1. FC Kaiserslautern. Auch hier ist Dooley meist Stamm, wird 90 Pokalsieger und 91 deutscher Meister. 4/14
Aber er verpasst auch viele Spiele verletzungsbedingt, kommt nie über 24 Saisonspiele hinaus. Die Karriere scheint ihren Zenit erreicht zu haben, da wird Dooley Nationalspieler. Die USA stehen vor ihrer Heim-WM 1994 und suchen dringend Spieler. Der US-Fußball... 5/14
ist nicht professionalisiert, es gibt keinen richtigen Ligabetrieb. Viele US-Karrieren enden mangels Perspektive in den frühen 20ern. Beispielsweise die von Mike Windischmann. Er war 1990 mit 24 Kapitän der USA bei der WM, beendete nach dem Turner die Laufbahn. 6/14
Spieler wie Tom Dooley oder der in den Niederlanden aufgewachsene Earnie Stewart sind mit ihrer professionellen Fußball-Ausbildung Gold wert. 1992 debütiert Dooley für das US Team und verlässt 1993 die Bundesliga um sich mit dem Team intensiv auf die WM Vorzubereiten. 7/14
Er und andere Nationalspieler sind damals direkt beim US-Verband unter Vertrag, da dieser Länderspiele im Wochenrhythmus bestreiten lässt um die Mannschaft auf die Heim-WM vorzubereiten. Dem bereits vorgestellten Paul Caligiuri erging es ähnlich. 8/14
Bei der WM ist Dooley gesetzt, bestreitet alle Spiele über 90 Minuten. Die USA erreichen das Achtelfinale, verlieren dort nur mit 0:1 gegen den späteren Weltmeister Brasilien. Nach dem Turnier kehrt Dooley nach Deutschland zurück und unterschreibt in Leverkusen. 9/14
Dort kommt der mittlerweile 33-jährige aber nicht mehr über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus, ist nur Vertreter von Ioan Lupescu. Nach einem Jahr geht es dann zu Schalke 04, wo er zumindest noch ein paar Mal über 90 Minuten spielt. 96/97 sind es... 10/14
nur noch einzelne Einsätze, dafür kommt der mittlerweile oft als Libero eingesetzte Oldie noch zu 7 UEFA-Cup Einsätzen und darf mit Schalke am Ende den UEFA-Cup Sieg feiern. Mit nun 36 will Dooley aber noch nicht Schluss machen. Er geht wieder in die USA. 11/14
Für Columbus Crew spielt er noch bis 99, danach ein weiteres Jahr für die NY/NJ Metrostars an der Seite von Lothar Matthäus. Danach ist Schluss mit der Spielerkarriere. Als Trainer startet er in Saarbrücken, übernimmt im Januar 2002 den FCS in Liga 2. 12/14
Am Ende steigt der Verein aber ab und Dooleys Trainerkarriere endet erstmal wieder. Mit dem heutigen Magdeburg-Trainer Christian Titz gründet er eine Fußballschule, widmet sich ansonsten vor allem der Werbung für Fußball in den USA. 2014 wird er Nationaltrainer... 13/14
der Philippinen. Es folgen Engagements in Vietnam und Malaysia, ehe er 2022 nochmal auf die Philippinen zurückkehrt. Im Quali-Turnier zur Asienmeisterschaft verpasst er aber das Ziel, muss wieder gehen. Seit Februar '23 ist er Technischer Direktor bei Viettel FC in Vietnam. 14/14
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Nein, es ist kein Aprilscherz: Er ist deutscher Nationalspieler gewesen. Wie es dazu kam: 1/14
Viele Spieler aus der DDR-Oberliga schafften den Sprung in den gesamtdeutschen Profifußball nicht, manchen gelang er. Aber nur sehr wenige waren zur DDR-Zeit ausgemustert und starteten danach durch. Einer von ihnen ist Thomas Ritter. Nationalspieler! 2/14
Eigentlich gilt Ritter als großes Talent. 1986 wird er neben Matthias Sammer, Axel Kruse und Dirk Schuster U18 Europameister, debütiert etwas später für Dynamo Dresden in der DDR-Oberliga. Doch bis 1989 bestreitet Ritter nur 3 Erstligaspiele. Was war passiert? 3/14
"Verkaufen wollten sie ihn, verleihen, ja verschenken. Ein Sensibelchen, bis Jupp Heynckes kam. Der Trainer glaubte an ihn. Und siehe da: Furtok spielte besser und besser - und auf einmal traf er wieder."
Jan Furtok kommt am 9.3.1962 im polnischen Kattowitz auf die Welt und sammelt dort auch seine ersten Fußballerfahrungen. 1982 wird er Stammspieler beim GKS Katowice, der Stürmer trifft 9 Mal in 29 Spielen. 83/84 trifft er zweistellig und im Mai '84 darf er erstmals... 2/15
für die polnische Nationalmannschaft auflaufen. Das 0:0 in Irland bleibt erstmal der einzige Einsatz, denn Furtok hängt 84/85 in einem Fortmtief, aus dem er sich aber in der Folgesaison mit 17 Toren befreit. Es ist sein Durchbruch. Zweiter der Torjägerliste... 3/15
Eine Geschichte über eine Spielerkarriere, die zu früh endete: 1/13
Geboren im tiefsten Westen, beginnt die Karriere von Peter Sendscheid bei Rhenania Richterich, einem Amateurverein vor den Toren Aachens, direkt an der niederländischen Grenze. 1986 wird die Alemannia aufmerksam und verpflichtet das Talent. Sendscheid kommt direkt zu... 2/13
ersten Zweitligaeinsätzen, verletzt sich aber im Saisonendspurt und verpasst dadurch den Start der kommenden Saison. Anfang 1988 kommt das Comeback. Aachen hat mit Peter Neururer einen neuen Trainer verpflichtet und der setzt auf Sendscheid, packt ihn in die Startelf. 3/13