Daniel Günther, Schleswig-Holsteins sonst so spröder Landesvater, wird nach Dienstschluss zur Partymaschine: Da hängt die Hose an der Lampe und keiner geht alleine nach Hause. Parteifreunde nennen ihn mittlerweile nur noch den deutschen Jack Grealish.
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2018 der erste große Auftritt: Nach Deutschlands WM-Sieg gegen Schweden durch ein spätes Tor von Querpass-Toni säuft sich Günther vor Begeisterung durch alle Kneipen der Hauptstadt. Im Bundesrat erklärt er am nächsten Tag, er habe wirklich keine Zeit mehr zum Umziehen gehabt.
Im selben Jahr fährt Günther nach Wacken und erzählt dem Focus, er habe früher vor Handballspielen immer Judas Priest gehört, um sich heiß zu machen. Beim Konzert der britischen Metal-Legenden räumt Günther dann die komplette Row Zero alleine ab.
Ein hartnäckiger Tripper und die Pandemie bremsen "Gib ihm!"-Günther in seinen besten Jahren aus. Dann aber das große Comeback: Nach dem Wahlsieg 2022 lässt der Ministerpräsident erst den Helikopter und nach dem Abzug der Kameras die Frauen-Union kreisen.
Gegen 5 Uhr ext Günther aus den Pumps von Wiebke Winter noch eine Flasche Küstennebel, setzt sich dann selbst ans Steuer seines Dienstwagens und ballert zu Thin Lizzys "Live and Dangerous" nach Berlin, wo er um 9 Uhr den nächsten denkwürdigen Auftritt hinlegt.
Zur Eröffnung der diesjährigen Kieler Woche, dem größten Fremdgeh-Festival nach dem Kölner Karneval, schmettert Günther Country Roads von der "Herpes House Band", wie er unter dem Gejohle der Menge ruft. Anschließend krönt er sich auf der MS Reiner Pfeiffer zum Bierkapitän.
Vorläufiger Höhepunkt einer tollen Entwicklung: Auf der Kieler Woche singt Daniel Günther zusammen mit den "Allgäuer Huansöhnen" Eric Claptons Hit "Layla". Beim Stagediving kugelt er sich danach die Schulter aus, renkt sie sich nach einer Flasche Oldesloer aber selbst wieder ein.
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Der Sommer geht zu Ende, deshalb schnell noch eine Top 10 zum Thema:
Bundesliga-Funktionäre mit geilen Sonnenbrillen
Platz 10: Komm mal mit, dann zeige ich dir einen richtigen Hasen. Frank Baumann nach dem Double 2004 mit dem Brillenmodell "Es geschah am helllichten Tag".
Platz 9: Uffjepasst. Union-Präsident Dirk Zingler, von seinen Freunden liebevoll "IM Förster" genannt, hat immer noch den Swag eines Mannes aus dem Wachregiment Feliks Dzierzynski. Sein Brillenmodell "Eichmann in Jerusalem" gefällt vor allem Union-Ehrenmitglied Viktor Orban.
Platz 8: Getz lachste noch, aber bald weinste. Dortmunds GröGaz (Größter Geschäftsführer aller Zeiten) trägt das Modell "Tony Montana" und steckt seinen Kopf gleich noch in einen Haufen Marschierpulver. "You wanna fuck with me? Say hello to my little friend!"
Beide Eigengewächse ihrer Organisation. Bekamen schon in jungem Alter viel Verantwortung, nur um auf internationaler Bühne gegen einen Gegner aus London (FC Chelsea / James Bond) krachend zu scheitern.
3. Urs Fischer & Oliver Ruhnert - Mr. Wint & Mr. Kidd (Diamantenfieber)
Für den Erfolg brauchst du sie im Doppelpack. Süße Grinsebären, die keiner richtig ernst nimmt, die aber im Auftrag des großen Bösen (Ernst Stavro Blofeld / Dirk Zingler) einen nach dem anderen abräumen.
Die Fortbewegungsmittel sind natürlich unterschiedlich zu bewerten, aber eines bleibt gleich: Wer sich darüber definiert, Autofahrer, Radfahrer oder Bahnfahrer zu sein, wer das in sein Profil schreibt, wer es am Ende glorifiziert, ist eine komplette Bratwurst. Immer.
Gilt natürlich auch für Menschen, die prinzipiell kein Fahrrad fahren - zu anstrengend, man kann nass werden, ist ständig kaputt, ich kanns nicht definieren, aber Fahrradfahren ist nichts für mich: auch komplett lächerlich.
Oder Zug: fährt ja nie, viel zu umständlich, mit fremden Leuten reisen mag ich gar nicht - auch ihr seid Krüppel der Gesellschaft.
Man nutzt verschiedene Verkehrsmittel. Man versucht, es so oft so umweltfreundlich wie möglich zu tun. Und ansonsten hält man die Schnauze.
(1) Hier hat sich in den letzten 10 Tagen wirklich noch mal eine besondere Gruppe von Arschlöchern gezeigt - Leute, die sich allen Ernstes #TeamAstraZeneca nennen, jede Kritik am Impfstoff empört zurückweisen und damit nichts anderes als antiaufklärerische Propaganda betreiben.
(2) Nachdem Alexander Kekulé AstraZeneca als Impfstoff zweiter Klasse bezeichnet hat, wurde er hier verbal angegangen, als gäbs kein Morgen mehr. Differenzierte Kritik habe ich kaum gesehen, praktisch nur Hass und ein Umgang wie mit Häretikern im Mittelalter.
(3) Dann wurde der Mythos verbreitet, dass uns der Image-Verlust von AstraZeneca meilenweit zurückwerfen würde - obwohl jeder wissen könnte, dass schon im April wahnsinnig viel Impfstoff von anderen Herstellern kommt. Warum dann die Apokalypse ausrufen? Reine Wichtigtuerei.
Wäre ich eine Frau unter 55, würde ich mich auch nicht mehr mit AstraZeneca impfen lassen. Super erklärt hat das Ganze übrigens der von einigen Idioten komplett diffamierte Alexander Kekulé in dieser Folge seines weiterhin sehr hörenswerten Podcasts: mdr.de/nachrichten/po…
Und für die Idioten sage ich auch das noch mal: Ich als Mann würde mich selbstverständlich noch mit AstraZeneca impfen lassen. Und natürlich kann man Kekulé kritisieren. Meine Polemik richtet sich gegen die, die ihm die Tauglichkeit als Corona-Experte komplett absprechen.
Und dann noch der Service-Hinweis an alle Frauen unter 55, die die erste Impfung mit AZ schon hatten: Ich persönlich würde auf die zweite Impfung verzichten. Eine Grundimmunität ist durch die erste Impfung da, und vielleicht kommt ihr ja in den nächsten Monaten an ...