Endlich Teil 2 der IFAK Threads.
Beim letzten mal habe ich erklärt das was u warum erklärt.
Heute zeige ich anhand meines IFAK wie ich entsprechend der gegenwärtigen Situation ein IFAK zusammenstelle. Denn dank Spenden erneuere/ergänze ich derzeit mehrere. 1/
Wie zuletzt beschrieben ist das IFAK durch den GWOT groß geworden.
Hier setzt zuletzt allerdings ein Trend ein das IFAK auf das Minimum zu beschränken um Gewicht u Platz zu sparen. Sogenanntes "Slim Down".
Was unter den Bedingungen auch ging, denn 2/
Die Rettungskette trat schnell in Gang, besonders per Hubschrauber waren schnell Rettungskräfte vor Ort und das IFAK soll nunmal nur die Zeit bis dahin überbrücken.
Dies trifft auf den Konflikt in der Ukraine nicht zu.
(Siehe auch: ) 3/
Zum einen können verwundete teils Stunden- bis Tagelang nicht von der Zeroline abtransportiert werden, zum anderen liegen regelmäßig Polytrauma (mehr als eine Verwundung) vor.
Ein Standard IFAK wie ich es im ersten Teil gezeigt habe, reicht m.E. nicht aus. 4/
Da ich für mehrere Kollegen durch Spenden neue IFAKs zusammenstelle, nutze ich gleich die Gelegenheit auch mein eigenes rundzuerneuern.
Ich hatte ursprünglich ebenfalls ein "slim down" auf sechs Uhr am Battlebelt . Klein handlich, praktisch und einfach erreichbar. 5/
Durch die intensive Lage wuchs das San-Material bei mir allerdings sukzessive auf u füllte allmählich die Nachbarcouch, welche eigentlich für allgemeines wie Shitkit und Schokoriegel gedacht war.
Zudem ist das Material nicht ewig haltbar u Physischen Einflüssen ausgesetzt. 6/
Also komplett neu lohnt sich mittlerweile.
Als erstes neue Pouch.
Hier hab ich mir das alte Modell in größer besorgt. Nicht aus Markenaffinität, sondern einfach weil die Letzt gut funktioniert hat u ich dran gewöhnt bin. Palette mit Mat komplett ausziehbar Statt suchen
7/
Kommen wir zum Inhalt. Ich spreche es wieder nur kurz an, weil es sonst den Rahmen sprengen würde.
2x Emergancy Bandage (4" u 6" breite)
2x Gaze (mit und ohne Hämostatikum)
Btw, ich liebe wie viele Rissstellen die haben. Als ob mitgedacht.
8/
3x Chest Seal (zweimal reicht, ich hätte nur gerne ein ventilertes u ein normales. Aber die Packungen sind jetzt halt so)
1x Rettungsschere
1x Rettungsdeckel
1x Rolle Tape (Leukoplast o.ä)
9/
1x Wendel-Tubus
1x Dekompressionsnadel
1x Tourniquet ( das dritte, die anderen zwei befinden sich schnell zugreifbar am Plattenträger)
1x Universalverband (zur Weiterbehandlung nach den Emergancy Bandages, bei Mehrbedarf oder zum improvisieren) 10/
Ca. 12x Alkoholtupfer. ( Falls man doch mal etwas desinfizieren möchte. Wiegen nix u Flaschen würden kaputt gehen)
1x Filzstift u Verwundetenkarte
1x Paar Gummihandschuhe
1x Päckchen Pflaster (für Wunden wo es sich nicht lohnt eine Bandage aufzureißen, tatsächlich häufig) 11/
12x 3ml Brandwundengel.
Brandwunden sind häufig u ich möchte definitiv etwas dagegen im IFAK haben. Es gibt fertige, getränkte Verbände (siehe Bild zwei) ich habe mich allerdings für die Geldäckchen entschieden. Dies kann man mit nahezu jeder Bandage anwenden u wenn ein 12/
Oder zwei davon einreißen, ist nicht gleich alles verloren.
2x Beatmungstuch
Das ist etwas was ich noch nie verstanden habe, warum es in kaum einem IFAK vorkommt. Mund zu Mund Beatmung ist Grundlage der ersten Hilfe, aber es gibt diverse Hemmschwellen für den rettenden 13/
Besonders unter Gefechtsbedingungen, wenn der Verwundete sonst wie aussieht .
Soweit zusammen alles reinbekommen. 0,8 Kg ist auch nicht wirklich schwer.
Es gibt allerdings noch Material welches ich noch erwähnen möchte 14/
Medikamente.
Starke Schmerzmittel wie Autoinjektoren o.ä. gehören ins IFAK. Das Zeug obliegt allerdings der Obhut des Medics und der entscheidet ob oder wer es mitbekommt.
Ansonsten lohnt es sich Generell außerhalb des IFAKs was leichtes wie Ibuprofen dabeizuhaben.
Denn 15/
Das Umfeld (Anstrengungen, Schlechte Hydrierung, alles was man abbekommt oder einatmet) ist leider ideal um Kopfschmerzen zu bekommen.
Splints:
Eine flexible Schiene um Gliedmaßen zu fixieren oder alles mögliche zu improvisieren. Muss nicht ins IFAK, haben ich u andere 16/
Trotzdem gerne dabei. Ist allerdings auch Recht sperrig. Daher einmal gefaltet und in den Plattenträger, ins Plattenfach geschoben (wie es bequem ist davor oder dahinter). So immer dabei und stört nicht. 17/
Soweit zu meiner Zusammenstellung des IFAK.
Hab jetzt bereits mehrere gemacht.
Das rote ist für nen Kumpel beim DSNS, den im zivilen machen Tarnfarben absolut keinen Sinn.
Soweit zum dem Thema erstmal.
18/Ente
• • •
Missing some Tweet in this thread? You can try to
force a refresh
Interessante, wenn auch kleine Entwicklung bei US-Streitkräften.
Die neue Handgranate M111 hat nun ihre Zulassung bekommen und wird vermutlich bald in größeren Mengen beschafft.
Ich fasse mal kurz zusammen warum das nach den letzten Jahren der richtige Schluss ist. 1/🧵
Zuerst zu der Granate selber: Die M111 wird als neue Offensivgranate geführt.(Keine Splitter, nur Detonationsdruck) Wobei das ein kleiner etikettenschwindel ist da sie die alte Mk3 ersetzen soll.
Eigentlich ist es eine ASM (Anti Structure Munition) Granate welche mit 2/
Enhanced Blast Sprengstoff (Thermobarisch) mittels massiven überdruck wirkt.
Dies ist besonders wirksam gegen Gegner welche sich in Gebäuden oder Feldbefestigungen verschanzt haben.
Und gerade dies haben die letzten vier Jahre Krieg in der Ukraine gezeigt, hat 3/
Was war passiert:
In einem Abschnitt der NATO-Übung Hedgehog 2025 in Estland, wurde ein zehnköpfiges ukrainisches Drohnentream als Feinddarstellung eingesetzt.
In diesem Szenario zerstörten diese simuliert 17 Fahrzeuge und flogen 30weitere Angriffe.
Die NATO- Bewegungen 2/
Kamen daraufhin zum erliegen.
Kurze Einordnung:
Die Ukrainer haben während der Übung primär schwere Bomberdrohnen vom Typ Nemesis und analoge FPVs verwendet. Also bei weitem keine abstrakte Zukunftstechnologie.
Hiermit haben sie simulierte Anflüge durchgeführt 3/
Wie gewünscht, ein Thread 🧵 zu Waffen und Systemen, welche sich in der Ukraine bislang nicht bewährt haben.
Die Auflistung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und umfasst vorrangig jene Systeme welche mir selbst direkt so begegnet sind
1/
1. MALE Drohnen.
Medium Altitude Long Endurance Drohnen waren sehr effektiv im GWOT , hier besonders die Amerikanischen Reaper/ Predators.
Und auch in der Anfangsphase der Russischen Invasion wurden hiermit einige Erfolge erzielt.
Hier vor allem durch die 2/
TB-2 Bayraktar, welche entsprechend medial glorifiziert wurde.
Das Problem ist, dass diese Erfolge größtenteils auf einem Überraschungseffekt beruhten. Die Ru. Flugabwehr u Eloka haben sich Recht schnell angepasst.
Denn aufgrund der Größe von MALE, ist es für konventionelle 3/
Vorab: Ich habe P-10 bereits mehrfach genutzt. Sportlich so wie Dienstlich. Letzteres auch im Einsatz. Genauer gesagt P-10F und P-10C.
Tatsächlich habe ich eine auf einer meiner ersten Kampfmissionen genutzt.
Bei jener müssten wir dermaßen viel Sprengmittel zu Fuß verbringen 2/
(über 30kg pro Person), das wir uns dazu entschieden haben pro zweimannteam nur eine Langwaffe mitzunehmen. Da Dienstlichte Pistolen Anfangs noch Mangelware waren, hatte mit nen Kumpel für die Mission seine private P-10F geliehen.
3/
Es handelt Sich um Kalk-Sandstein-Tuff (Ich habe keinen Eigennamen gefunden) und ich habe diese Bilder in Odesa während meine letzen "Urlaubs" aufgenommen.
Diese Steine wurden in den vergangenen Jahunderten in Cavernenen um die Stadt oder unter ihr abgebaut und 2/
Prägen das Stadtbild noch heute.
Als Nebenprodukt existiert zudem noch ein richtiges Katakomben-Netz.
Für mich war es das erste Mal, dass ich seit 22 wieder längere Zeit in dieser Stadt verbrachte. Bevor ich in den Osten wechselte, war mein Aufgabenbereich dort. 3/