Morgen startet in St. Petersburg das Wirtschaftsforum SPIEF, eine Propaganda-Shitshow internationaler Putin-Fans. Auch aus Deutschland reisen prominente Unternehmer, Politiker und „Russlandversteher“ an.
Ihr werdet nicht glauben, wer alles dabei ist! ➡️
Jörg Urban, AfD-Chef in Sachsen, reist als Landespolitiker auf Putins Bühne. Er begründet seine Teilnahme so: Sachsen brauche Russland als Garant für Frieden und Wohlstand.
Das blendet aus, dass Russland seit 2014 Krieg in Europa führt und seit 2022 ganze Städte zerstört.
Matthias Schepp, Chef der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, plant schon für die Zeit nach Kriegsende: „Für den Moment nach einem Waffenstillstand wollen wir [...] die wirtschaftliche Brücke nach Russland erhalten.“ Es gehe um mehr als 100 Mrd. € dt. Vermögenswerte in 🇷🇺.
Steffen Kotré ist AfD-MdB und sitzt im Wirtschaftsausschuss. Er fordert seit Jahren, wieder russisches Gas zu importieren. 2023 trat er in der Talkshow von Wladimir Solowjow auf. Nun reist er nach Petersburg und spricht wieder von „preiswerter und sicherer Energie aus Russland“.
Holger Friedrich, Verleger u.a. der Berliner Zeitung, war Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi. 2023 unterschrieb er das „Manifest für Frieden“, das Waffenlieferungen an die Ukraine stoppen wollte. Ende des Monats wird er außerdem beim AfD-Demokratiekongress eine Rede halten.
Der AfD-Abgeordnete Petr Bystron steht seit 2024 im Zentrum derVoice-of-Europe-Affäre. Geheimdienste sehen ihn als Teil eines russisches Einflussnetzwerks. Deutsche Ermittler durchsuchten seine Räume wegen des Verdachts der Bestechung. Bystron bestreitet, Geld erhalten zu haben.
Stardirigent Justus Frantz hat seine Russlandnähe nie groß versteckt. Die Annexion der Krim nannte er eine „Wiedergutmachung historischen Unrechts“. 2025 nahm er im Kreml von Putin den Freundschaftsorden entgegen. Beim SPIEF spricht er nun über „Kultur in Krisenzeiten.“
Milliardär Thomas Bruch, lange Chef der Globus Holding, steht für ein Unternehmen, das trotz massiver Proteste weiterhin in Russland aktiv ist. Auf der PR-Oberfläche hat man sich aus dem Russlandgeschäft zurückgezogen, in Wahrheit wurde es einfach an Subunternehmen ausgelagert.
Der Auswanderer Stefan Dürr ist einer der größten Player der russischen Agrarwirtschaft. Mit EkoNiva betreibt er eines der größten Milchunternehmen des Landes, besitzt auch die russische Staatsbürgerschaft und erhielt 2025 auf Putins Anweisung den russischen Freundschaftsorden.
Markus Frohnmaiers Russland-Connection macht regelmäßig Schlagzeilen. 2019 deckten Recherchen von ZDF und SPIEGEL russische Strategiepapiere auf, die ihn gezielt fördern wollten. Das Ziel war Einfluss auf deutsche Politik. Frohnmaier bestreitet, von Russland gesteuert zu sein.
Und natürlich darf auch Putin-Apologet Hubert Seipel nicht fehlen. Er bekam 2018 rund 600.000 € aus dem Umfeld des Putin-nahen Oligarchen Alexej Mordaschow, während er unkritische Bücher über Putin schrieb.
Diese Kollaborateure liefern Putin genau das Bild, das er braucht: Deutsche Manager, Politiker und Intellektuelle reichen Russland die Hand. Sie simulieren Normalität, während der Gastgeber die Ukraine zerstört.
Nur der rote Teppich wird an das Blut ermordeter Ukrainer erinnern.
ER ist wieder da
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@HenryLindo123 @echofm_online Nekrasowa ist eine langjährige russ. Kulturstaatsfunktionärin, die aus der Museums- und Kulturgüterrestitutionsverwaltung kommt, später in den Rossotrudnitschestwo-Apparat wechselte und seit ein paar Jahren stellv. Leiterin des Russischen Hauses in Berlin. Sie war spätestens ➡️
@HenryLindo123 @echofm_online seit 2021/2022 in leitender Stellvertreterrolle, 2023 ausdrücklich als stellvertretende Direktorin für Kultur. Organisierte Ausstellungen und Filmreihen.
War in den frühen 2000ern Leiterin der Museumsabteilung des Kulturministeriums der Russischen Föderation.
@HenryLindo123 @echofm_online Wechselte 2012 zu Russotrudnitschestwo als Leiterin der Abteilung für Museums- und Bibliotheksprogramme in der Verwaltung für Kulturprogramme der föderalen Agentur für GUS-Angelegenheiten. Ab 2018 für Russotrudnitschestwo in Wien.
Am 25. Mai 1948 steht Witold Pilecki in Warschau vor dem Scharfrichter. Ein Schuss in den Hinterkopf, dann wird der antifaschistische Kämpfer anonym verscharrt. Von Kommunisten.
Wie wird aus einem Zeugen ein Staatsfeind? ➡️
September 1940: In Warschau jagt die deutsche Besatzungsmacht Männer durch die Straßen. Pilecki, Offizier und Widerstandskämpfer, weicht nicht aus.
Er hat einen Plan.
Er lässt sich verhaften, um in ein Lager zu kommen, das die Deutschen auf annektiertem Gebiet gegründet haben.
Wenige Tage darauf erreicht sein Transport Auschwitz. Pilecki nennt sich nun Tomasz Serafiński, Häftlingsnummer 4859.
Die SS ist gerade dabei, das Lager auszubauen. Noch ahnt draußen in der Welt kaum jemand, welches Regime hier entsteht.
Der 🇺🇦 Ex-Außenminister Kuleba sagt: Etwas hat sich gedreht.
Noch hat Ukraine die strategische Initiative nicht zurückgewonnen. Aber Moskaus Plan, Ukraine müde und den Westen mürbe zu machen, ist auf ganzer Linie gescheitert.
4) Kyjiw kann seine Probleme an der Front und im Hinterland nicht lösen.
Kulebas Beobachtung: Putin hat sich verrechnet. Sein Kriegsmodell funktioniert nicht.
In der Luft hat sich die Lage verändert. Die 🇺🇦 Drohnen-Fortschritte sind unübersehbar, bei Langstreckenschlägen hat man 🇷🇺 eingeholt. Raketenabwehr bleibt die Schwachstelle.
Doch das 🇷🇺 Masse-Prinzip garantiert keinen Vormarsch mehr, und 🇷🇺 kann sein Hinterland nicht schützen.
Nach meiner Podcastfolge über sowjetische Ehrenmale schrieb mir ein guter Freund und Hörer. Pazifistisch geprägt, links sozialisiert, mit Kindern im wehrpflichtfähigen Alter.
Sein Einwand brachte mich zum Nachdenken.
Darum ein schonungslos ehrlicher Thread: ➡️
Mein Freund sagte sinngemäß:
„Ich verstehe die Notwendigkeit, die Ukraine zu unterstützen. Aber sobald ich dieser Logik folge, muss ich meinem Sohn sagen: Vielleicht musst du eines Tages selbst kämpfen. Das zerreißt mich.“
Ich finde diesen Einwand wichtiger als viele Talkshow-Dummheiten von Wagenknecht & Co.
Wer über Verteidigung und Wehrhaftigkeit spricht, sollte nie die jungen Menschen aus dem Blick verlieren, die nicht nur posten und liken, sondern am Ende ihr Leben riskieren müssten.
Am 30. April 1945 nimmt Adolf Hitler sich im Führerbunker das Leben. Die Leiche wird später gefunden und identifiziert.
Trotzdem verbreitet Stalin den Mythos, Hitler habe den Krieg überlebt und sei entkommen.
Warum?
Die Antwort ist ein Lehrstück sowjetischer Propaganda ➡️
Der Krieg ist längst verloren, als im April 1945 über zwei Millionen Rotarmisten Berlin einkreisen. Hitler befiehlt, die Stadt zu verteidigen, was rund 200.000 weitere Leben kosten wird.
Am 27., als die Sowjetarmee ins Stadtzentrum vordringt, trifft er den Entschluss zum Suizid.
Eine der letzten Nachrichten, die von außen in Hitlers Machtzentrale dringen, ist die vom gewaltsamen Tod seines einstigen italienischen Verbündeten Mussolini, dessen Leiche am Dach einer Tankstelle aufgehängt wurde.
Hitler weiß nur eines: So möchte er auf keinen Fall enden.
Im Frühling 1945 macht ein Witz in Berlin die Runde.
„Die Optimisten lernen Englisch, die Pessimisten Russisch.“
Am 20. April ist allen klar: Die Pessimisten haben gewonnen.
Über 2 Millionen sowjetische Soldaten stehen vor der Hauptstadt. Die Schlacht um Berlin beginnt ➡️
Ausgerechnet an Hitlers Geburtstag setzt ein Bombardement von kaum fassbarer Wucht ein. Die Rote Armee feuert aus 40.000 Haubitzen und Katjuscha-Raketenwerfern.
In den nächsten 12 Tagen geht mehr Sprenglast auf Berlin nieder als in den Luftangriffen der letzten fünf Jahre.
Rund 2,5 Millionen Zivilisten sind noch in Berlin, die meisten in Bunkern und Kellern, zwischen Koffern, Eimern und Verwundeten. Oben zittern die Häuser, unten gehen Nahrung und Trinkwasser aus.
Viele werden auf dem Weg zur Wasserpumpe von Artilleriegranaten zerrissen.