Die EU-Kommission gibt zu, dass sie nicht weiß, wie viele EU-Milliarden nach Gaza geflossen sind.
Ursula von der Leyen schließt trotzdem jeden Missbrauch aus - und sperrt EU-Parlamentariern den Zugang zu den Akten.
Thread:
Von der Leyen widerspricht sich bei Gaza-Milliarden: Die EU-Kommission behauptet, EU-Geld habe der Hamas nie direkt oder indirekt genutzt, kann aber nicht sagen, wie viele EU-Milliarden seit 2006 nach Gaza gingen.
Terror-Renten: Brüssel gibt Entwarnung, Washington widerspricht: Die EU-Kommission erklärt, die umstrittenen Zahlungen an Terroristen und deren Familien seien abgeschafft, die US-Regierung und palästinensische Aussagen sagen das Gegenteil. Nun will die EU-Kommission erneut prüfen, ob die von ihr bereits für beendet erklärten Zahlungen an Terroristen tatsächlich eingestellt worden sind.
EU-Hilfe für Gaza: Kassiert die Hamas am Ende mit? Zehntausende Menschen in Gaza erhalten monatlich von der EU mit europäischen Steuermitteln finanzierte Sozialhilfe. Die Hamas bestimmt, wer das Geld bekommt. Kritiker warnen zudem, dass Hamas-nahe Strukturen über Wechselstubengebühren und abgezweigte Hilfsgüter an Teilen der humanitären EU-Hilfe mitkassieren und so die Hamas-Macht zementieren.
Kontrolle? Von der Leyen prüft von der Leyen: Die letzte große Prüfung des Europäischen Rechnungshofs zu EU-Palästinenserhilfen stammt aus dem Jahr 2013. Statt eine neue unabhängige Prüfung zu erbitten, prüfte sich die Kommission lieber selbst. Dabei wurde ausgerechnet der sensibelste und politisch umstrittenste Bereich, die humanitäre Hilfe, nicht in die Überprüfung einbezogen. Bereits nach wenigen Wochen konnte so das Ergebnis verkündet werden: Alles okay, es gibt hier nichts zu sehen.
Der Akten-Krimi: Was darf das Parlament nicht sehen? Während die EU-Kommission sich selbst entlastet, wird dem Europäischen Parlament die gesetzlich vorgesehene Einsicht in die Gaza-Akten seit 18 Monaten mit fadenscheinigen Ausreden verwehrt. Jetzt zieht das Europäische Parlament die Reißleine: Von der Leyen bekommt eine harte Frist bis zum 10. Juli, um sämtliche Gaza-Akten herauszugeben
Jetzt muss Schluss sein mit den Ausreden.
Von der Leyen muss die Gaza-Akten vollständig öffnen und zeigen, wohin das Geld geflossen ist.
Die BILD berichtet exklusiv über meinen Kampf um den Zugang zu den Gaza-Milliarden: bild.de/politik/auslan…
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Morgen entscheidet das EU-Parlament über die Chatkontrolle.
Und es droht eine Katastrophe.
Diese 3 Gründe musst du kennen.
Ein Thread.
Erstens: Weil die Daten von 450 Millionen Europäern künftig „freiwillig" von den Anbietern durchleuchtet werden können.
Ohne besonderen Schutz für verschlüsselte Nachrichten. Ohne ausreichende Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch.Und ohne Garantie, dass Unschuldige nicht ins Visier geraten.
Denn wenn ein System private Daten scannt, entstehen Fehler.
Und bei 450 Millionen Menschen reichen schon kleine Fehlerraten, damit am Ende sehr viele völlig unschuldige Bürger bei Behörden landen.
Das ist keine gezielte Strafverfolgung. Das ist Massenüberwachung durch die Hintertür.
Zweitens: Es gibt eine deutlich bessere Lösung als die Chatkontrolle
Denn parallel verhandelt die EU längst über eine dauerhafte Verordnung zum Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt im Netz.
Die sogenannte CSA-Verordnung.
Und dort fordert das EU-Parlament genau den richtigen Paradigmenwechsel: Nicht anlasslos alle Chats scannen. Sondern gezielt eingreifen, wenn es einen begründeten Verdacht gibt.
Mit richterlichem Beschluss. Mit rechtsstaatlicher Kontrolle. Mit einem EU-Kinderschutzzentrum, das bekanntes Missbrauchsmaterial systematisch aus dem Netz entfernt. Und mit Sicherheitsvorgaben für Messenger-Apps, damit Cybergrooming früher verhindert wird.
Das wäre echter Kinderschutz.
Aber genau diese dauerhafte Lösung kommt bisher nicht, weil einige EU-Staaten weiter auf freiwillige, anlasslose Scans privater Kommunikation bestehen.
❌ Die Chatkontrolle ist der größte Angriff auf Bürgerrechte in Europa.
Eine Massenüberwachung sorgt nicht für mehr Sicherheit für Kinder, sondern ist insbesondere durch ein Angriff auf Verschlüsselung und damit sichere Kommunikation. Anbieter wie Signal drohen schon damit sich aus der EU zurückzuziehen, weil sichere und private Kommunikation in Europa nicht mehr möglich wäre. Wie ist der Stand der Verhandlungen? Ein Thread🧵
Im Parlament haben wir der Chatkontrolle eine klare Absage erteilt. Für ein europäisches Gesetz braucht es aber beide Gesetzgeber. Bisher gab es im Rat eine Blockade. Vor allem auch weil Deutschland dagegen war und unser Bundesjustizminister @MarcoBuschmann andere Länder von unserer Position überzeugen konnte. So lange es im Rat keine Mehrheit gibt, kann es keine weiteren Verhandlungen mit dem Parlament geben.
Morgen hat die belgische Ratspräsidentschaft eine neue Abstimmung angesetzt. Über einen Text mit leichten kosmetischen Veränderungen. Das Grundproblem einer Massenüberwachung und Schwächung der Verschlüsselung bleibt. Leider scheint zum Beispiel Frankreich, das den Vorschlag bislang abgelehnt hat, mittlerweile zu einer Zustimmung zu tendieren. Andere Länder sind unsicher. Es könnte also möglicherweise morgen zu einer Mehrheit für die Chatkontrolle im Rat kommen.