Discover and read the best of Twitter Threads about #Mbembe

Most recents (9)

"Von Windhuk nach Auschwitz?"

"koloniales Kontinuum"

"Rothberg und Zimmerer entwerfen eine Genese, die es ermöglichen soll, die Erinnerungskultur in den Dienst des Kampfes für eine bessere Welt ohne weiße und westliche Dominanz zu stellen."

"Machtdiskurs statt Faktenwissen"
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Jetzt im Open Access verfügbar und hier als Thread zusammengefasst: Mein (Meta-)Beitrag zur Debatte um #Mbembe, #BDS, #Israel, #Palästina, #Nahostkonflikt, #Postkolonialismus, #Antisemitismus, #Rassismus, #Kritik und #Streitkultur.

budrich-journals.de/index.php/peri…
Vorweg: Jaja, ich habe mal versprochen, nichts zur Mbembe-Debatte zu schreiben und werde hiermit wortbrüchig. Zugleich löse ich mit dem Text aber auch ein Versprechen ein und liefere endlich den dritten Teil meines alten Textes über Antisemitismuskritik und Rassismuskritik ab.
Außerdem ist der Text so meta, dass er kaum als Äußerung zu Mbembe zählt: Ich nutze den Fall als Anlass, um allgemein zu diskutieren, warum Antisemitismuskritik und Rassismuskritik so oft in Konflikt geraten und warum das gerade beim Thema Israel passiert.
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Nach den Beiträgen zur Causa #Mbembe in der taz, vom Deutschen Kulturrat und jetzt diesem hier, habe ich mir das Kapitel "Sehnsucht nach Identität: Postmoderner Antisemitismus" aus "Globaler Antisemitismus" von @ProfSalzborn noch mal durchgelesen. Ein Exzerpt als #Therad. 1/15
"Grundlage [...] des linken Antisemitismus ist [...] eine schleichende Dominanzgewinnung von postmodernen Weltbildern, in denen Aufklärung und Modernisierung [...] in Gänze verworfen werden." Das Problem des Postmodernismus ist, die "Aufklärung sui generis zu verteufeln" und 2/15
gleichzeitig in "einen radikalen Kulturalismus zu verfallen. Man kann sowohl die brutalen Praktiken des Kolonialismus kritisieren und trotzdem gleichzeitig betonen, dass eine repressive Gemeinschaftsstruktur [...] keine Alternative zur Aufklärung sein kann." 3/15
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Ein großer Historiker stürzt sich selbst vom Sockel (#Denkmalsturz )Heute im @FAZ_Feuilleton. @pbahners & A. Kilb interviewen W. Reinhard.
Ein Thread zu #Rasse und #Erinnerungszwang. 1/15
Als Kolonialhistoriker ist Reinhard ausgewiesen und kompetent. Aber aus Spass an der polemischen Zuspitzung schießt er m.E. hier stark über das Ziel hinaus. In Sachen #Mbembe verteidigt er den Vergleich von Apartheid 2/15
in Südafrika mit der israelischen Palästinenserpolitik: "Man kann alles vergleichen. Ob es dann ein guter oder ein schlechter Vergleich ist etwas anderes." #Israel ist für ihn "die letzte Siedlerkolonie, weil diese Art der Besiedlung im 20. Jh. sonst nirgendwo mehr 3/15
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#Transphobie und #Rassismus - Tomas Eppinger, der Herausgeber des "pro-israelischen" Online-Magazins Mena-Watch, das zur Zeit eine Kampagne gegen #Mbembe und linke Jüd*innen führt, verbreitet hasserfüllte Kommentare gegen Trans*personen. Image
Gleichzeitig schreibt seine Webseite gerne, wie toll der Staat Israel zu Trans* sei, und wie schlimm arabische Staaten sind. Das ist die Logik von #Pinkwashing Image
Wer mehr über das Thema Pinkwashing erfahren möchte – hier mein Artikel in der @GaySiegessaeule von 2016. siegessaeule.de/magazin/2870-i…
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Im Offenen Brief afrikanischer Intellektueller zum #mbembe -Streit sind folgende Punkte interessant: Es gibt kein Ranking großer Leidensgeschichten. Kein Leiden steht unter dem anderen. Alle Erinnerungen haben das gleiche Recht auf Anerkennung und Narration.
#Thread
Das Verhältnis der Erinnerungen zueinander sollte eines des Teilens (partage) und der Solidarität sein.Die Unterzeichner appellieren an Deutschld, gemeinsam und im Geist gegenseitigen Respekts eine neue Phase des universellen Kampfes gegen Antisemitismus und Rassismus zu beginnen
Die intellektuellen und ethischen Ressourcen dafür sind vorhanden, und das antikoloniale Denken ist dabei ein integraler Bestandteil. Auf Basis eurozentrischer Interpretationen ist ein interkultureller Dialog (hingegen) nicht möglich.
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Thread:
Infolge der #Mbembe-Debatte wird über #Bibel-Kritik und #Antijudaismus diskutiert. Wenig bekannt, dass die Verteidigung des Alten Testaments mit dem Aufstieg des deutschen Nationalismus eng verbunden war. Dazu empfehle ich sehr die Forschung von Ofri Ilany. (1)
In seinem Buch "In Search of the Hebrew People- Bible and Nation in the German Enlightenment" erläutert Ilany wie wichtige Denker des 18. Jhs wie Herder und Michaelis die hebräische Bibel vor seinen sekulären Kritiker wie Voltaire in Schutz nahmen. (2)
Sie wollten nicht die Juden schützen (Voltaire hatte tatsächlich anti-jüdische Positionen), sondern das Alte Testament als Inspirationsquelle für die Schaffung einer deutschen Nation verwenden. Eine Identifikation mit dem Stamm, der mit göttlicher Hilfe zu einem Volk wurde. (3)
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Das deutsche Feuilleton promoviert zur Zeit über die Texte von Achille #Mbembe, als ob die Diskussion wäre, ob man einige Stellen seines Gesamtwerks womöglich als antisemitisch deuten könnte – darum geht es aber nicht. Es geht um staatliche Macht und Verbote.(1/6)
In #NRW gibt es eine Resolution, die den Auftritt von Menschen in Räumen des Landes verbietet, die irgendwie mit der palästinensischen #BDS-Kampagne in Verbindung gebracht werden können. Demnach dürfen dort auch Naomi Klein, Judith Butler oder Desmond Tutu nicht sprechen. (2/6)
Das Ziel solcher Resolutionen ist nicht nur die legitime Diskussion über BDS zu verhindern. Mbembe hätte gar nicht über #Palästina sprechen sollen. Es geht darum Menschen zu bestrafen, die BDS je unterstützt haben. Deswegen auch die schwammige Wortwahl der Resolution. (3/6)
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Thread: Achille #Mbembe wird vorgeworfen, er sagte #Israel sei „schlimmer“ als #Apartheid-Südafrika. Das hat er so nicht gesagt – aber egal. Schauen wir mal, ob diese Aussage stimmt. (1)
Bei seinem Vergleich Israel-Südafrika geht es Mbembe zuerst um die Auswirkungen des Verbrechens (Apartheid oder Besatzung) auf die betroffene Bevölkerung (Schwarze Südafrikaner und Palästinenser_innen) – und NICHT um die Intentionen der Verbrecher. (2)
Die absolute Zahl von palästinensischen Gewaltopfern, die durch Israel/is in den besetzten Gebieten seit 67 getötet wurden (ca. 14,000), oder die Zahl der politischen Gefangenen in der Zeit (ca. 700,000) ist deutlich höher als die Zahlen aus Südafrika zwischen 1948 und 1990. (3)
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