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Most recents (11)

Kriminalisieren wir nun auch den Einkauf von Spargel beim Bio-Bauern, weil in vielen konventionellen Höfen osteuropäische Leiharbeitende so miserabel bezahlt werden?

Das wäre analog der Logik hinter dem #Sexkaufverbot, das durch Kundenkriminalisierung Missstände beheben will.
Wie kann es der Bio-Bauer wagen, sein Spargelgeschäft auf dem Rücken der geknechteten Leiharbeitenden zu machen? Das ist erst gut, wenn es ihm so schlecht geht wie diesen. Und sind die Leiharbeitenden nicht besser dran, wenn keiner mehr Spargel kauft, und sie arbeitslos werden?
Denn wenn kein Kunde mehr legal Spargel kaufen darf, werden diese Migranten auch keinen Anreiz mehr haben, nach Deutschland zum Spargel Stechen zu kommen. Der Bio-Bauer ist sowieso Teil einer privilegierten Minderheit (weiß) und darf sich daher nicht im Namen der Branche äußern.
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Statistik zu Sexarbeit & Medien.
Das Pressearchiv von @hydra_berlin enthält ~400 Artikel- Davon sind
34: abwertend
83: akzeptierend
50: offen Anti-SW-motiviert
136: neutral
22: beinhalten 400 Otöne von SW
27: lassen Sexarbeitende unkommentiert sprechen
43: skandalisieren SW
/1
Nur in 50 Artikeln sprechen Sexarbeitende für sich, das sind kaum 12.5%.
50 Artikel ergreifen offen Partei für eine "Welt ohne Prostitution" (Infos, welche Medien immer wieder dabei sind folgen!)
Nur ca. 30% der Artikel sind neutral.
20% aller Artikel werten Sexarbeitende ab
/2
Die schlimmsten Exemplare von Fehlinformationen über Sexwork:
Wissen² |@3sat : Skandalös schlechter Beitrag!
Die Talkshow "Mal ehrlich: Gehört das (#Sexarbeit) verboten?" produzierte false balance en masse.
Das Radiofeature "Licht aus..." klaute Otöne von Fachberatungsstellen.
/3
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Langer Thread, CN #Prostitution
1/
In meiner feministischen "Bubble" gibt es viele, die von "#Sexarbeit" & von "der sexuellen Selbstbestimmung der Frau" sprechen, wenn es um Prostitution geht und das Thema aufgeworfen wird.
2/
Der Alltag des Gros der Prostituierten in Deutschland ist aber weitab von irgendeiner Selbstbestimmung, weder sexuell noch finanziell noch irgendetwas. Ich bin sehr dafür, dass Menschen, die selbstbestimmt ihren Körper für sexuelle Dienstleistungen anbieten wollen,
3/
das tun können, ohne Frage. Das darf aber nicht auf Kosten derjenigen gehen, die täglich unter den unsäglichen Bedingungen von #Straßenstrich, #Laufhaus und #Bordelle'n leiden. Und das sind die Allerallermeisten.
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Ich arbeite 12Jahre in der #Sexindustrie und seit 8Jahren als Aktivistin für die Rechte von #Sexarbeitenden. Ich fühlte mich nie gedemütigt & ausgebeutet, wie jetzt von der Journalistin Nathalie Suthor, die mich für einen Beitrag über #Prostitution für @3Sat angefragt hat. THREAD
Der Beitrag lief gestern bei #Scobel unter der Rubrik Wissenschaftsdoku, was blanker Hohn ist, weil sie eine Aneinanderreihung von Falschaussagen und Behauptungen der #Antiprostitutionslobby ist. Nathalie hat sich verhalten, wie es mir gegenüber kein #Freier jemals gewagt hat:
sie hat mich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen angelockt, meine persönlichen körperlichen, geistigen und psychischen Resourcen ausgebeutet, sie ist respektlos mit meiner Lebenszeit umgegangen und hat mich sowie meine Kolleg:innen dann (öffentlich) gedemütigt und denunziert.
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1/ Ich liebe Podcasts und höre meist 1-2h am Tag welche. Deswegen ist es spannend für mich, wenn neue Podcasts zu #Sexarbeit rauskommen. Die werden asap gehört. Oft habe ich danach Lust, dazu was zu schreiben, so auch bei der Sexarbeitsfolge von @polit_menu.
2/ Eine kleine Rezension:
Als Podcasterin weiß ich, dass es nicht einfach ist, über ein so komplexes Thema zu sprechen. Höre ich mich selbst, denke ich oft, das hättest Du noch sagen müssen, oder wieso hast Du nicht lieber dieses Beispiel gebracht?
3/ Ich finde es gut, dass Kolleg:innen ihre Sex-Arbeit leidenschaftlich verteidigen und das ist hier der Fall. Aber ich möchte respektvoll ein paar Aspekte ansprechen, die ich problematisch finde:
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Die Emma verbreitet mal wieder Falschbehauptungen in ihrem Kampf gegen selbstbestimmte und legale #Sexarbeit. Es gibt Gesetze gegen Menschenhandel und Zuhälterei. Wenn es dort Mangel gibt, liegt e snicjt am Prostitutionsgesetz. Informieren Sie sich beim @KOK_eV
Geführt hat die EMMA ein Interview mit Helmut Sporer, einem Ex-Polizisten aus Augsburg, der sich dem Kampf gegen Sexarbeit verschrieben hat. Ähnlich wie Manfred Paulus, auch pensionierter Polizist, nutzen sie ihre angebliche Expertise um Stimmung gegen Sexarbeit zu machen.
Sporer kritisiert das Prostituiertenschutzgesetz, weil z.B. keine "regelmäßige Gesundheitsuntersuchung oder die Altersgrenze von 21 Jahren" eingeführt wurde. Im Klartext heißt das: Er möchte Zwangsuntersuchungen wieder einführen, obwohl diese heute als menschenrechtswidrig gelten
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Am 10. Fachtag zu #Sexualität & Psyche spreche ich über:
"Sexualität und #Trauma in der #Sexarbeit"
Beim Schreiben brodelt es in mir, wenn ich den Mist lesen muss, den Kraus, Breimayer & Co zu diesem Thema verzapfen.
Doch es ist wirklich Zeit das Thema selbst zu besetzen!/1.
Ich fordere eine feministische, betroffenenkontrollierte Therapie für Sexworker:innen (SW) statt zu gestatten, dass selbsternannte Retter:innen SW pathologisieren und entmündigen.
SW entscheiden selbst, über Empowerment & Art der Therapie, wenn sie sich für eine entscheiden./2.
Derzeit wird ein Teil der Traumatherapie instrumentalisiert, SW zu erpressen, dass sie erst NACH dem Ausstieg Zugang zu TraumaTherapie (nur Trauma-, und nicht die Form, die SW wünschen) erhalten. Oder sie sollen durch die Freierkriminalisierung zum Ausstieg gezwungen werden./3.
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"Sexarbeit darf durch Corona nicht in die Illegalität abrutschen!" Meine Kollegin @mareikeengels und ich sind heute für @GRUENE_Hamburg in die #herbertstrasse gefahren und haben mit Sexarbeiter*innen über ihre aktuelle Situation gesprochen. --> Thread <--
Spätestens seit Samstag, als in der Herbertstraße eine #Rotlicht-#Demo für #Sexarbeit trotz #coronavirus stattgefunden hat, findet die Debatte Einzug in die Öffentlichkeit: Sexarbeiter*innen aus der ganzen Bundesrepublik demonstrierten gegen ihr Corona-bedingtes Arbeitsverbot.
In Hamburg gibt es rund 7.000 angemeldete Sexarbeiter*innen. Sie werden von den restriktiven Maßnahmen, sprich dem grundsätzlichen Prostitutionsverbots in Corona-Zeiten in existenzielle Nöte getrieben. 2.500 € für Soloselbstständige reichen nach 4 Monaten längst nicht mehr.
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Schlimme Nachrichten aus #Österreich:
Durch die anhaltende Illegalisierung von #Sexarbeit in Deutschland versuchen immer mehr Sexworker dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie wissen oft nicht, dass in Österreich #Kriminalisierung + #Zwangsuntersuchung herrscht.
Zudem zeigt die Statistik, dass es vor allem SWs sind, die durchs Raster fallen, also keine Soforthilfe o H4 erhalten. Diese Menschen finden aber kein Gehör in den Medien denn im Moment dreht sich fast alles um die Forderung "Öffnet die Bordelle". Die Forderung ist richtig./2.
Dennoch ist es essentiell, dass wir wichtige Grundsätze pflegen: Rassismus und Diskriminierung haben keinen Platz in der Hurenbewegung. Wir sind solidarisch mit jenen, die derzeit am härtesten betroffen sind und genötigt sind, z.B. auf Österreich auszuweichen./3.
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Heute ist der letzte Tag der Online-Petition: #Sexarbeit|erinnen und ihre Verbündete appellieren an die Antilopen Gang.
Lass mich mal kurz rekapitulieren, was seitdem geschehen ist: Unkritisch stellte die Gang ein Huschke-Mau-Zitat ans Ende ihres YT-Clips zum Pocher-Diss. /1
Wir sehen daran, dass weder Künstler*innen wissen, wen sie da supporten, noch die breite Öffentlichkeit die toxische Botschaft der Anti-Sexarbeits-Lobby von einem generellen Aufruf gegen Frauenhass und sexualisierte Gewalt trennt. Nur eine Woche später: /2
Joko & Klaas griffen mit ihrer Sendung #Maennerwelten diese Themen auf. Zum Schluss machten sie prominent und kostenlos Werbung für die deutsche Terre des femmes - Organisation. Die Reichweite der Antilopen Gang und der Medienclowns Joko & Klaas sind groß. /3
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Post vom #Finanzamt.

Ich soll einen Fragebogen zu meiner #Sexarbeit ausfüllen. Ich habe Fragen dazu und rufe an.

Habe das Aktenzeichen noch nicht zuende aufgesagt, da bricht am anderen Ende der Leitung schallendes Gelächter aus.

Ich: Darf ich fragen, warum Sie lachen?
(1/x)
Herr X aus dem #Finanzamt: (kichert weiter) Ach, nur so.

Ich: Nur so? Was meinen Sie damit?

Herr X: (beruhigt sich langsam) Na, ich erinnere mich noch an den "Fall".

Ich: Achja? Was ist denn der "Fall"?

Herr X: Uns im Finanzamt XY war bislang nicht bekannt, (...)
(2/x)
Herr X: ...dass Sie einem #Prostitutionsgewerbe nachgehen. Das hat uns soeben erst das Finanzamt YZ aus ihrem vorigen Wohnbezirk mitgeteilt.

Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass der offensichtliche Grund für die Belustigung von Herr X die Tatsache ist, (...)
(3/x)
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