Sebastian Susteck Profile picture
Literaturwissenschaft & -didaktik an der Ruhr-Universität Bochum; Taskforce Nachhaltigkeit d. RUB; Bildung & Deutschunterricht; Klima; @Ssusteck@ruhr.social

Nov 14, 2019, 6 tweets

Ein Thread z. Vorlesestudie d. #Stiftung #Lesen 2019; stiftunglesen.de/forschung/fors… Ergebnis d. repräsentativen Studie m. deutschsprachigen Eltern v. 2 - 8-Jährigen: In 68% der Fälle wird mehrmals pro Woche/regelmäßig vorgelesen, in 32% d. Fälle max. einmal pro Woche („zu selten“). /1

(a) Das Ergebnis entspricht ungefähr denen der letzten Jahre. (b) Hauptprädiktor f. geringe Aktivität ist niedrige Bildung, hier wird in 51% der Fälle zu wenig vorgelesen.
Überwiegend lesen die Mütter vor, die Väter zu 58% „zu wenig“. /2

Weniger wird vorgelesen i. d. Großstadt, bei MGH, vielen Geschwistern, niedrigem Einkommen; aber auch: wo Mütter nicht berufstätig sind. Untersucht wurde auch d. Vorlesebegriff: Eltern fassen ihn häufig zu eng – und zwar stärker die, die im wörtlichen Sinne zu wenig vorlesen. /3

Wichtig: Wer im wörtl. Sinne zu wenig vorliest, setzt auch vorlesenahe Aktivitäten zu wenig um (Geschichten frei erzählen, Bücher ohne Texte ansehen…) ABER: Solche Eltern geben dennoch „alltagsnahe Sprachanregung“ z. B. durch: gem. Prospekte ansehen, /4

Fotobücher ansehen & besprechen, Lieder vorsingen, Hörspiele hören. Ansatz #Stiftung #Lesen: Hier anschließen, Brücken zu vorlesenahen Aktivitäten schlagen, Vorlesebegriff erweitern. Ergänzung: Vorlesen ist komplexe Praxis, Teil eines Handlungsfeldes. Dessen Signifikanz wird /5

insb. von vorlese- & bildungsfernen Eltern falsch eingeschätzt; bekanntes Problem auch in anderen Bereichen: Der Wert von Aktivitäten wird übersehen. Lesen Können beginnt, bevor techn. gelesen werden kann. Kinder m. Unterstützung „lesen“, bevor sie Buchstaben beherrschen. //

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