Kurzer Thread, bevor bei #TeamResopal hier ab Montag der etwas normalere Sitzungsbetrieb startet. Ich hatte am Donnerstag Verkehrsunfall verhandelt: 2 Parteien (141 ZPO), 2 Anwälte, 1 SV, 2 geladene Zeugen, 1 Dolmetscher.
Der Vorsitzende trug MNS (Superspreader), sonst niemand.1/
Im König-Ludwig-Saal waren 2 von 4 Zuschauerreihen gesperrt, Sitzungspolizei für Zuschauer nicht notwendig. Saal hat 3 Eingänge. Anwesender Zeuge + Dolmetscher gingen in leeren Zuschauerraum, Anwälte + Parteien auf Anweisung Vorsitzender getrennt durch 2. Eingang.2/
Im Saal waren 1,5 m Abstand Anwalt > Partei > Zuschauer möglich. SV saß am Ende der Richterbank. Dolmetscher übersetzte vom Zuschauerraum über Handy für 1 Partei, Dank an @Spruchkoerper.
Nach jeder Parteianhörung gab ich angehörter Partei die Gelegenheit, Saal zu verlassen. 3/
Sie blieben beide. Bei den Vernehmungen wurde nach meinem Eindruck das Fragerecht nur zurückhaltend ausgeübt. Trotz großem Saal war Vorsitzender mit MNS auch für Dolmetscher zu verstehen.
Nach 1 h Pause mit Lüften, 2. Zeuge fehlte. Nach Pause Fortsetzung in 3 Wochen vereinbart.4/
Fazit: es fühlte sich natürlich nicht normal an😷. Und ganz sicher war noch nicht alles epidemiologisch perfekt. Aber es erschien mir zum Ausprobieren (großer Saal, kein weiterer Termin im Gericht) durchaus vertretbar. 5/
Solch große Termine sollten wohl im ZivR nur außerhalb Normalbetrieb stattfinden (über Mittagspause, ab 16.00 h, SA). Es sei denn, die Videoaustattung kommt doch noch irgendwann. Es wird für alle eine Zeit des Übens in der neuen Normalität kommen. Bleibt empathisch. 6/end
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