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May 22, 2020, 12 tweets

Von den Surrealisten gibt es einen Beitrag zur Sprachkrise. Davon übernehmen die Situationisten später etwas. René Magritte etwa, der auch Kommunist war oder Kommunisten nahestand, trennt das Ding von seinem Bild von seinem Namen - ein Prozess ist das. Das bekannteste Beispiel

ist die Pfeide, die nur ihr Bild ist und deren Gebrauch im Bild nie, es sei denn als Biild auftreten kann, ist auch die Begüßung der Krise der Sprache in der Moderne, die der Kapitalismus wäre, die Befürwortung der Trennung der Dinge von ihren Marken.

Die Sache fällt schwieriger aus als das Dilemma der Systemverbesserung zugunsten der Ware - siehe der Spargel für aus oder in der Heimat in diesem Text threadreaderapp.com/thread/1263783… - die der kritische Computerfachmann vollzieht. Vollzieht

er diese Systemverbesserung nicht, wird die Ware die gleiche und schlimmer sein. Nicht ihre Form wird angegriffen, aber ihr Inhalt greift den Käufer an. Brot voller Sägemehl, Tomaten, die nur rot aussehen. Diese ganze Kritik an der Ware schließt darum das

Spektakel (siehe hier: theoriepraxislokal.org/books/GdS1.php) ein, die Täuschung als Real-Täuschung und darum Veränderbarkeit, oder hinkt dem Alltags-Rassismus hinterher. Die "Beherrschung der Gesellschaft durch 'sinnliche übersinnliche Dinge'" war, was die Surrealisten interessierte und

woran sie bastelten. Das konnte unethisch abgehen. Denn nicht die Sprachverbotskategorie wird die Welt, die zugleich anwesend und abwesend ist (die Ware als Spektakel, d.h. als nur verkaufbare und kaufbare) ändern in eine ganz Anwesende (nicht mehr enteignete). Was sie aber kann

ist, die ganz offen angegebenen Stellen der Kombination aus Enteignung von Welt (den materiellen sinnlichen und darum ästhetischen Dingen) bei Aneignung derselben (im Kopf) per Sprache anzuzeigen.

Xaver Schulz

Ergänzung: Charlie Chaplin spricht seine Rede aus dem Film der große Diktator für die Vereinigung der Menschheit, es werden strahlende Gesichter gezeigt (werden sie?) und Hand in Hand-Gehende. Es ist ein Clip von Lavazza. United Colors of Benetton zeigte in den 1990er Jahren

Realismus als Werbung: Das ist die Kombinatorik, die in der Sprache geht. Ist es das, was wir der Ware vorwerfen?

Korrektur: Das bekannteste Beispiel ist die Pfeife, ... .

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