Ein Thread zum Mises-Institut und zur Demokratiefeindlichkeit.
Das Mises-Insitut wurde 2012 vom im selben Jahr zum Chefökom erklärten Thorsten Polleit in den Räumlichkeiten des Finck-Unternehmes gegründet, zwei Geschäftsführer des Mises-Instituts sind Geschäftsführer bei Finck.
Zum wissenschaftlichen Beirat vom Mises-Institut gehört der explizite Demokratiefeind Hans-Hermann Hoppe, der wie auch Polleit Mitarbeiter beim Mises-Institute in Alabama ist. Dieses wurde von Murray Rothbard gegründet, in dessen Tradition Hoppe sich sieht.
Beim 5. Mises-Seminar im März 2020 lässt Polleit seinen Beitrag zu Rothbard beginnen mit einer Anekdote einer zu einer Unterhaltung zwischen ihm und Hoppe
web.archive.org/web/2020062909…
#Demokratiefeindlichkeit
Sein Vortrag endet mit Rothbards Demokratiekritik, in dessen Tradition Hoppe steht. Polleit empfiehlt das Buch Rothbards, dessen Demokratiekritik lässt er unkommentiert stehen.
Rothbard behauptet, die Argumentation für Demokratie sei ein Labyrinth aus Irrtümer und Widersprüchen.
Auch sei die Demokratie kein Wert an sich.
Demokratie könne trotzdem als Mittel zum Zweck dienen, solange es noch keine "libertäre" Gesellschaft (wirtschaftsradikale Privatrechtsgesellschaft / Gesellschaft der "freien Märkte") gebe.
Rothbard schließt in seinem Kapital zum Thema Demokratie: "Die Ansichten über die Demokratie hängen also von den Einschätzungen der gegebenen Umstände ab." Mit anderen Worten: Wären die gegebenen Umstände günstig, würde die Gesellschaft der freien Märkte geschaffen.
Und in der angestrebten Gesellschaft der freien Märkte gibt es keine Demokratie, wie Polleit ausführt:
Per Mehrheitsentscheid könnte die Demokratie sich abschaffen, wenn sie ein „System der freien Märkte errichten möchte. Denn hier gibt es keine Monopolregierung." Und weiter:
"Hier gibt es allenfalls Kapitalgesellschaften, Unternehmungen in denen die Anteilseigner ihre Ressourcen freiwillig zusammenführen [...]. Und hier darf dann auch nicht jeder wählen wie er möchte, sondern die Stimmrechte sind hier an die Anteile der Kapitalgesellschaft gebunden.“
Das Mises-Institut von Polleit arbeitet also an einer Delegitimation der Demokratie. Polleits Kollege bei Degussa-Goldhandel, Markus Krall, fordert zeitgleich eine "Konterrevolution" zur Abschaffung des Allgemeinen Wahlrechts.
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