Soweit bisher bekannt: Die Einigung zur Kurzarbeit ist in Ordnung. Die Verlängerung auf sechs Monate ist zwar planungstechnisch kurz. Der der Druck auf die Regierung wird aber da sein, eine weitere Verlängerung anzubieten, weil die Krise in 6 Monaten nicht vorbei sein wird. 1/7
Gerade wenn das Modell noch weitere Anpassungen benötigt und die Krisensituation in sechs Monaten noch einmal anders ist, lässt eine kürzere Dauer Verschärfungen oder Erleichterungen zu. Es sollte aber jetzt schon eine nochmalige Verlängerung kommuniziert werden. 2/7
Mit der Einschränkung auf eine Arbeitszeitreduktion zwischen 30 und 80% statt 10-90% tragen die UnternehmerInnen wieder etwas mehr unternehmerisches Risiko bei den Personalkosten. kurier.at/politik/inland… 3/7
Vielleicht noch besser wäre gewesen, nicht pauschal alle Ausfallsstunden staatlich zu kompensieren, sondern die Unternehmen einen Anteil davon als "Selbstbehalt" tragen zu lassen. Damit es für den Unternehmer noch mehr Anreiz gibt jederzeit mehr arbeiten zu lassen. 4/7
Die Maßnahmen gegen Missbrauch sind gut, aber auf den ersten Blick nur bei Genehmigung der Kurzarbeit, nicht aber bei der Abrechnung? Ein Whistleblower-System könnte Sinn machen, sodass Arbeitnehmer Missbrauch durch den Arbeitgeber an AMS/AK/Sozialversicherung melden. 5/7
Leider gibt es keine systematische Studie dazu, aber vom Hörensagen bekommt man schon regelmäßig mit, dass es schlechte Chefs gibt, die einen Betrug beim Kurzarbeitsgeld als Kavaliersdelikt sehen und ihre Mitarbeiter trotz Kurzarbeit arbeiten lassen. 6/7
Whistleblower des Kurzarbeitsmissbrauchs durch den Chef könnten ein höheres Arbeitslosengeld (im Falle einer Kündigung) oder eine einmalige Prämie für die Meldung des Missbrauchs und der Veruntreuung staatlicher Gelder erhalten. 7/7
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