Gestern in der #Preview von "Wir beide/Deux" gewesen mit Barbara Sukowa & Martine Chevallier in den Hauptrollen. Un-be-dingte Empfehlung! Zur Verdeutlichung, warum gleiche Rechte & gleiches Recht auf selbstverständliche sichtbare Ausübung des Begehrens
so wichtig sind. & nicht nur gleiche Rechte, sondern offener Umgang damit. Nicht nur von Seite der Begehrenden, sondern v. a. von Seite der menschlichen Umgegend, wegen der so etwas wunderbares wie Liebe verheimlicht wird aus Angst vor Repressionen, was Menschen kaputt macht.
Vorbild des Films war die letzte Episode in "Women Love Women" (2000), in dem zwei Lesben über Jahrzehnte zusammenlebten, nach außen aber auf "nur Freundinnen" machen mussten, was in der völligen Entrechtung der hinterbliebenen Geliebten mündet. Dieser Film hat mit dazu beige-
tragen, dass zuerst die eingetragene Lebenspartnerschaft und dann die #EheFuerAlle möglich wurde. Dadurch konnte ein breiteres Publikum dafür sensibilisiert werden. "Wir beide" zeigt diese Angst vor Repressionen erneut: Lebenspartnerinnen, die sich als Nachbarinnen in zwei ver-
schiedenen Wohnung auf einem gemeinsamen Stockwerk ausgeben, aus der Not heraus verheimlicht. Dichte Kameraführung, die einen sehr nahe heran lässt und unmittelbar konfrontiert in der zwischenmenschlichen Sanftheit & Härte. Berührend & erschütternd & heartbreaking & zauberhaft
schön die kleinen Fluchten, die Inseln der Sehnsucht & Wonne im Geheimen, der Ésprit zwischen den beiden Frauen, die Möglichkeiten, die Liebe in unglaublich begrenztem Rahmen ausschöpft bis zum Zerreißen. Für mich der beste Film 2020 bis jetzt.
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ndr.de/kultur/film/Wi…
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