Das Berliner Gesundheitsamt hält es also für möglich, dass es sich bei dem asymptomatischen Lehrer mit den zehn positiv getesteten Schülern um "Zufallsfunde" handelt.
Das kann natürlich sein, aber wie wahrscheinlich ist es?
Mal sehen... (Thread)
news4teachers.de/2020/08/ein-le…
Laut RKI ist die Inzidenz aktuell bei 9,7 pro 100.000 Einwohnern. Das heißt, eine zufällig getestete Person ist mit einer Wahrscheinlichkeit von ungefähr 0,0001 positiv.
rki.de/DE/Content/Inf…
(2/n)
Da kann man den Test der 120 Personen aus der betroffenen Schule grob mit einer Binomialverteilung annähern. Das ist zwar nicht zu 100 Prozent korrekt, aber ganz grob sollte das passen.
Also B(n,p) mit n=120 und p=0,0001. (3/n)
Wenn man mit diesen Werten den Binomialverteilungsrechner unter matheguru.com/stochastik/bin… anwirft, dann bekommt man... (4/n)
... als Wahrscheinlichkeit dafür, dass man unter 120 getesteten Personen zehn Positive findet den Wert 1,147983619780908 · 10^-26.
Das kann man glaube ich ohne Untertreibung als eine verschwindend kleine Wahrscheinlichkeit bezeichnen. (5/n)
Also sollte man mMn beim Berliner Gesundheitsamt doch besser davon ausgehen, dass dieser Fall news4teachers.de/2020/08/ein-le…
kein Zufall ist, sondern dass es sich tatsächlich um eine Verbreitung in der Schule handelt. (6/n, n=6)
#BildungAberSicher
Ich lasse mir übrigens gerne Denk- oder Rechenfehler nachweisen, denn das letzte Mal, dass ich solche Dinge ernsthaft betrieben habe, ist schon eine Weile her.
Ich bitte aber um eine sachliche Auseinandersetzung, nicht nur um Anfeindungen.
Ein kleiner Nachtrag: Selbst dann, wenn man eine hundertfach größere Inzidenz (0,01 statt 0,0001) annehmen würde, dann wäre es immer noch fast ausgeschlossen, bei 120 Tests zufälligerweise zehn positive Personen zu finden.
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