Jetzt mal ohne alle Polemik: es ist gut und richtungsweisend, dass die @SP_Wien die 5 Radforderungen von @platzfuerwien in ihr Wahlprogramm übernommen hat.
spoe.wien/wp-content/upl…
Damit, und mit der "vollinhaltlichen" Unterstützung der 18 Forderungen durch @gruenewien gibt es nach der Wahl nämlich eine Mehrheit für die Umsetzung eines Radnetzes, auf dem sich Menschen jeden Alters und Könnens sicher Radfahren trauen.
wien.gruene.at/wp-content/upl…
Dass dafür eine Neuverteilung des Straßenraums notwendig ist, sollte jedem/r einleuchten: baulich getrennte ( = sichere und attraktive) Radwege brauchen eben Platz, Einbahnöffnungen auch, und die Radabstellanlagen gehören auch nicht auf den Gehsteig.
ots.at/presseaussendu…
Es ist gut und wichtig, dass die Frage der Flächenaufteilung im öffentlichen Raum nun prominent diskutiert wird. Gerade innerstädtisch gibt es eine hohe Nutzungskonkurrenz um die begrenzten Flächen. Eine Priorisierung ist also unerlässlich.
Aber wonach priorisieren?
Da geht es z.B. darum, auf Hauptstraßen den Fließverkehr (ja, da zählt der Radverkehr auch dazu) gegenüber dem Abstellen von Fahrzeugen zu priorisieren. Der Zweck von Hauptstraßen/Durchzugsstraßen ist nunmal der Transport von Personen und Gütern, und nicht die Lagerung.
Da geht's - gerade in der wachsenden Stadt - um die Priorisierung flächeneffizienter Verkehrsmittel, vgl. Fachkonzept Mobilität.
wien.gv.at/stadtentwicklu…
Dass Radinfrastruktur schneller und günstiger als Öffis zu errichten ist, ist klar. Dass sie die Öffis sogar entlasten kann, spätestens seit Corona auch.
Um die Priorisierung jener Verkehrsmittel, von denen die geringste Gefahr ausgeht ...
fahrradwien.at/2019/03/10/von…
Und in weiterer Folge geht's um die Einhaltung der Klimaziele und die konsequente Verfolgung der selbst gesteckten Ziele, z.B. im Fachkonzept Mobilität.
wien.gv.at/stadtentwicklu…
Zur Erreichung alleine der Modal-Split-Ziele der @Stadt_Wien (20% MIV 2025, 15% MIV 2030) sind massive Anstrengungen notwendig. In den letzten 8 Jahren hat sich nämlich Null getan.
Und die Flächenverteilung ist eben eine wesentliche Stellschraube der Verkehrsmittelwahl.
Wir können den pinken Elefanten im Raum noch länger ignorieren, aber Parkplätze sind halt die ineffizienteste, monofunktionalste Nutzung wertvollen öffentlichen Raums.
Und gleichzeitig stehen bis zu 30 % der Garagenplätze leer.
wien.orf.at/v2/news/storie…
Dass mit dem Ersatz von Parkplätzen durch Radwege Politik zu machen ist, zeigt Anne Hidalgo in Paris eindrucksvoll. Sie wurde mit dem Versprechen, 45% aller Oberflächenparkplätze umzunutzen, wiedergewählt.
leparisien.fr/paris-75/munic…
Und von Fußgängerflächen und Platz für Klimawandelanpassung war noch gar nicht die Rede. Wir dürfen uns nicht mehr mit der Diskussion um jeden einzelnen Parkplatz aufhalten. Wien braucht endlich einen großen verkehrspolitischen Wurf!
Wait ... what? Das schreibt man an einem längeren Tweet und wenn man fertig ist, gibt's inzwischen ein neues Wahlprogramm der SPÖ? Wo Fuß- und Radverkehr gar nicht mehr vorkommen?
Der @KURIERat berichtet gerade, dass das "alte" Wahlprogramm schon morgen wieder online sein soll. Rad- und Fußverkehr haben es wohl nicht in die Liste der wichtigsten Forderungen und somit in die Broschüre geschafft.
kurier.at/chronik/wien/d…
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