Es könnte sich, sollte es denn wahr sein, „um einen der größten #MeToo-Skandale der Republik“ handeln, schreibt @derspiegel morgen auf mehreren Seiten im Blatt zu unserer Recherche über einen Arzt. Seit einem Jahr kämpfen wir, die Recherchen wieder veröffentlichen zu dürfen. 1/7
Im vergangenen September hatten @laloeffelstiel und @tvorreyer nach wochenlanger, akribischer Arbeit eine harte und umfangreiche #MeToo-Recherche veröffentlicht. Eine Recherche, auf die die Beiden stolz sein können. Aber auch eine, die wir offline nehmen mussten. 2/7
Wir haben das Urteil damals nicht verstanden und verstehen es bis heute nicht. Deshalb sind wir in Berufung gegangen und warten heute, fast elf Monate nach dem erstinstanzlichen Urteil, trotz Eilverfahren noch immer auf einen Berufungstermin. Das ist sehr frustrierend. 3/7
Umso mehr freuen wir uns, dass sich der Spiegel und Reporter Jürgen Dahlkamp umfangreich dem Fall und unserem Kampf gewidmet haben. Das Gericht hatte u.a. die Verfügung gegen uns damit begründet, unsere Artikel enthielten „durchweg den Antragsteller belastendes Material“. 4/7
Dahlkamp schreibt: „Auf die Spitze getrieben heißt das: Auch bei Mord müssten Journalisten schreiben, dass der mutmaßliche Täter nur einen Menschen ermordet habe, andere dagegen nicht.“ Besser kann man es nicht zusammenfassen. 5/7
Wir hoffen sehr, dass es sehr bald zu einem Berufungsverfahren kommen wird, damit - bei gutem Ausgang - unsere beiden Artikel aus 2019 wieder online gehen und unsere weiteren Recherchen zum Fall an die Öffentlichkeit kommen können. 6/7
Vielen Dank an alle, die diese Recherchen und den Kampf dafür möglich machen. An @laloeffelstiel und @tvorreyer, an BuzzFeed, Vice, Ippen und die Kanzlei Raue. Und natürlich in allererster Linie den vielen Quellen, die sich uns anvertraut haben und dies weiterhin tun. ✊✊✊ 7/7
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