(1) Richtig ist, unsere Reaktion auf 2. Welle breit zu diskutieren. Aber Annahme von @hendrikstreeck teile ich nicht, dass es bei leichten Fällen bleiben wird. Steigende Krankenhausfälle in Frankreich, Spanien, UK, Israel weisen andere Richtung. welt.de/gesundheit/art…
(2) SarsCov-2 ist nicht harmloser geworden, dafür gibt es keine Evidenz. Neue schützende Kreuzimmunität oder Herdenimmunität gibt es auch nicht. Dexamethason senkt Sterblichkeit bei schweren Fällen, verhindert sie aber nicht. Was ist also überhaupt neu?
(3) Neu ist, wie wir ohne neuen Lockdown mit Masken, Lüften, Abstand und Clusterquarantäne die Infiziertenzahlen gering halten können. Doch statt sich auf Zahl Infizierten auf die Zahl der Toten und die Krankenhausfälle zu konzentrieren halte ich für falsch weil:
(4) Wenn wir erst warten, bis die Zahl der Toten wieder gestiegen ist, laufen wir der Pandemie hinterher. Man stirbt meist 4 Wochen nach der Infektion. Vorbeugung geht so nicht. Auch ist der Tod nur die Spitze des Eisbergs. Auf jeden der stirbt, werden 4 weitere zT lange beatmet.
(5) Jeder Covid-Beatmete muss mit Langzeitschäden rechnen. 60% der Krankenhausfälle, auch ohne Beatmung, sind nach Monaten noch krank. Auch leichtere Fälle haben oft Long-Covid Syndrom. Im Licht der Studien ist Covid nicht harmloser geworden, sondern gefährlicher als wir dachten
(6) Daher ist es aus meiner Sicht richtig, die Zahl der Fälle weiter zum Schwerpunkt der Pandemiebekämpfung zu machen. Nicht die Zahl der Toten oder der Krankenhauseinweisungen. Aber die Diskussion muss man jetzt führen. Da stimme ich @hendrikstreeck völlig zu.
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