Karl Lauterbach Profile picture
SPD Bundestagsabgeordneter, der noch selbst tweetet.
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19 Nov
(1) China hat ein System entwickelt, zuverlässig jedes neue Cluster zu unterdrücken. Damit ist die Pandemie dort tatsächlich weitestgehend kontrolliert. Wie geht das? Das Beispiel aus Qingdao zeigt es gut. 1. funktioniert nur, wenn man wenige Fälle hat. nejm.org/doi/full/10.10…
(2) Somit muss man durch Shutdown Fallzahl stark reduzieren. 2. Wenn dann neuer Fall kommt: alle Kontakte sofort in Quarantäne. Testen am Ende Quarantäne. 3. Massentests in dem betroffenem Kreis. Dabei werden PCR bis 10 fach gepoolt. So kann man viel schneller Millionen testen.
(3) Als Langfriststrategie sind China Modell (Cluster Busting) und @michaelmina_lab Modell (s.o.) mit massivem Hometesting wahrscheinlich sicher wirkende Langzeitstrategien für das nächste Jahr. Wiederkehrende Shutdowns würden vermieden. Beides braucht erst Rückgewinn Kontrolle
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13 Nov
(1) Beispiel, auf welches @EricTopol hinweist, zeigt überragende Bedeutung von Clustern und der Japanischen Strategie des „Cluster Bustings“. Aus meiner Sicht müssen wir das jetzt auch in Deutschland endlich einführen. Die jetzige Arbeit der Gesundheitsämter ist ineffizient.
(2) Da viele Cluster bei uns in Restaurants, Fitnessclubs und Bars sind kann Öffnung nur erwogen werden, wenn Kontaktnachverfolgung vorbereitet ist. Dazu muss Arbeit der Gesundheitsämter umstrukturiert werden. Clusterdetektive müssen bei jedem neuem Fall sofort Cluster abfragen
(3) Damit das klappt sollte mit einer Liste abgefragt werden. Das können auch Ämter oder Call Center, muss nicht das knappe Personal Gesundheitsamt machen. Hauptsache schnell und vollständig. Einzelkontakte sind relativ uninteressant und können warten. Cluster machen die Pandemie
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11 Nov
(1) Sehr wichtige Studie Stanford Uni, wo Superspreading läuft. In US 95 Mio Bürger ausgewertet, Mobilfunkdaten Mobilität und Epidemiologiedaten für Superspreading ausgewertet. Ergebnisse zeigen überragende Bedeutung von Restaurants, Fitness, Hotels, Cafes bloomberg.com/news/articles/…
(2) Diese Bereiche aus Shutdown zu öffnen verursacht wohl 80% der neuen Fälle. Sozial Schwache besonders betroffen. Lösung könnte bei Restaurants zB sein: Maximal jeden 5. Tisch besetzen. Klingt trist, zeigt aber ganz klar, weshalb in Europa bei mehr Kälte Infektionen explodieren
(3) Harvard Epidemiologe @mlipsitch bestätigt im Kommentar Bedeutung der Studie. Weil das Modell die Ausbrüche in untersuchten Regionen gut vorhersagen kann. Für uns heisst das: wenn Wellenbrecher erfolgreich dürfen wir mE diese Bereiche nicht voll öffnen. Wir erleiden Rückfall!
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10 Nov
(1) Auch die Erfahrung in UK zeigt, wie wichtig es ist, den Wellenbrecher Shutdown durchzuhalten und wenn nötig sogar zu verschärfen. Gerät die Lage kurz ausser Kontrolle, wie jetzt in UK, gewinnt man die Kontrolle selbst bei harten Massnahmen nicht zurück thelancet.com/journals/lance…
(2) In UK wurde Wellenbrecher diskutiert aber dann nicht gemacht. Die Infektionszahlen explodierten. Trotz des dann nötigen harten Lockdowns werden auch als Folge des Regierungsfehlers im nächsten Monat 10.000 Menschen wahrscheinlich an Covid sterben. Trotz hartem Lockdown gilt:
(3) Selbst im Lockdown ist UK noch im exponentiellen Wachstum. Intensivstationen werden in den nächsten Wochen Triageentscheidungen nicht verhindern können. Wir sollten daraus lernen: keine Lockerungen bevor stabil niedrigere Neuinfektionen erreicht. Und bessere Kontaktverfolgung
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2 Nov
(1) Das ist mE aktuell beste Zusammenfassung der Erkenntnisse zu Long-Covid. Long-Covid betrifft 10-20% aller Infizierten. Dabei gilt: es trifft nicht besonders alte und schwer Kranke, sondern eher oder meistens Jüngere mit leichter Krankheit. Symptome: wsj.com/articles/docto…
(2) Gedächtnisprobleme, Brain Fog, Herzrasen, Bluthochdruck, Luftnot, Belastungsherzrasen, Kurzatmigkeit beim schnellen Gehen, Herzstolpern, chronische Erschöpfung. Das gibt es auch bei anderen Virusinfekten, aber: nie so oft, so stark, so schwer bei leichtem Krankheitsverlauf
(3) Es kann jeden treffen: Marathonläufer die kaum spazieren können, Programmierer vergessen den Code, Ärzte schaffen die Schicht nicht mehr. Für viele kann das chronisch werden. Bei SARS hatte die Hälfte der Erkrankten Jahre nach der Erkrankung noch Symptome. Was ist Ursache?
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30 Oct
(1) Was ich nicht verstehe, sind besonders 3 Dinge: 1. Die Modellierungen zeigen klar und eindeutig, dass ein späterer Shutdown viel länger durchgezogen werden muss um die gleiche Wirkung zu haben. Weshalb sollten wir also warten? Worauf? sz.de/1.5099644
(2) Sollen wir auf 200.000 Fälle pro Tag warten? Beim jetzigen Wachstum gelänge das auf jeden Fall VOR Weihnachten. Pflegeheime schützen hilft auch nicht vor Überlastung der Intensivmedizin. Dafür reichen ganz normale mobile ältere Menschen. 2. Wem würde so ein Fiasko helfen?
(3) Definitiv nicht der Wirtschaft. Wer wagt sich noch in ein Restaurant bei diesem Risiko? Vielleicht liefe Gastro für junge Leute. Aber das ist 1% des BIP. In allen anderen Bereichen ginge die Nachfrage auf Grundlage ALLER Studien dazu massiv zurück. Das sagen mir auch Experten
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30 Oct
(1) Der Artikel beschreibt ein paar SEHR relevante Probleme zur Zulassung Covid-Impfungen. Geplant ist jetzt: FDA Notfall Zulassung bei 50% Senkung Fälle im Vergleich zu Placebo. Könnte für Pfizer/Biontech schon in 2 Wochen schon akut sein. Wo ist Problem? statnews.com/2020/10/23/fda…
(2) Am Ende der Studie ist man am Anfang der Erkenntnis. Impfschutz wirkt wahrscheinlich zuerst bei jüngeren Fällen mit leichten Symptomen. Bei Älteren und beim schweren Verlauf habe ich noch keine Ergebnisse. Zu wenige Fälle. Weiss ich dass später? Nein, vielleicht nie. Wieso?
(3) Weil aus ethischen Gründen dann die Entblindung der Studie kommt. Alle Älteren nehmen dann Impfstoff. Ob im Vergleich zu Placebo gute Wirkung schwere Fälle? Unklar. Auch werden so Impfstoffe nicht miteinander vergleichbar. Ein Impfstoff besser für Ältere? Zeigt sich nicht.
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30 Oct
(1) Die Zahl 18.000 ist hoch und sie zeigt, das Pandemie bei uns wie im Lehrbuch in 2. Welle läuft. Ohne Wellenbrecher wären wir in 4 Wochen bei 100.000 Fällen pro Tag. Die Intensivmedizin hielte das nur 3-4 Wochen durch. Gründe: 50% Intensivfälle beatmet. spiegel.de/wissenschaft/m…
(2) Die Intensivfälle verdoppeln sich jede Woche, werden aber 3 Wochen beatmet. Daher wäre in 3-4 Wochen kein Personal mehr da. Wir müssten vorher schon planbare OPs absagen. Wir wollen ältere Covid Beatmungsfälle nicht wie in Schweden einfach sterben lassen, das ist unethisch
(3) Daher war es höchste Zeit, zu handeln. In den Ländern in EU, die zu spät handeln, wird bald das Gesundheitssystem vor dem Kollaps stehen. Diesen Ländern bleibt nur ein sehr harter, zeitlich nicht befristeter, Lockdown in nur wenigen Wochen. Den konnten wir knapp abwenden.
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29 Oct
(1) Gegenkonzept von KBV, BÄK, ⁦@hendrikstreeck⁩ und ⁦@ChanasitJonas⁩ ist nicht falsch aber keine Lösung. Mit geforderten Appellen haben wir keinen Erfolg. Blick auf Entwicklung von heute reicht. Wir hätten Ende November 100.000 Infektionen/Tag cicero.de/innenpolitik/s…
(2) Mit ffp-2 Masken schütze ich Keinen beim Essen im Restaurant. In Pflege kann ich keine „Schleusenkonzepte“ betreiben, wenn die Pflegekräfte wegen Corona zuhause sind. Eine hohe Priorität anderer Krankheiten gelingt nicht, wenn Ärzte krank sind und Intensivstationen überfüllt
(3) Die Wirtschaft kann ich nicht schützen wenn hunderttausende krank oder in Quarantäne sind. Offene Schulen haben nur Wert wenn nicht alle 2 Wochen die Schulklasse für 1 Woche in Quarantäne ist und dazu ständig Lehrer wegen Krankheit und Quarantäne fehlen.
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28 Oct
(1) Das Konzept, mit dem Merkel in die Verhandlung heute geht, würde die Funktion eines #WellenbrecherShutdown voll erfüllen. Ein Brechen des exponentiellen Wachstums wäre fast sicher. Wenn aber die Gastronomie herausgenommen wird klappt das Konzept nicht spiegel.de/politik/deutsc…
(2) In Gastronomie finden die meisten Kontakte ausserhalb Familie statt. Alle Altersgruppen nutzen Gastronomie. Im Gespräch ohne Maske, gegenübersitzend, ist Aerosolübertragung im Innenraum kaum vermeidbar. Michael Meyer-Hermann und ich sind Meinung, dass Ausnahmen falsch sind
(3) Das RKI weist immer darauf hin, Ansteckungen in Gastro nicht belegt. Bei der extrem schwachen unvollständigen Datenlage der kollabierenden Nachverfolgung ist das nicht relevant. Die Bedeutung wurde in Studien gezeigt. Dazu kommt schlicht die Zahl der Kontakte durch Gastro
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23 Oct
(1) Die Entwicklung der Intensivpatienten ist trotz der derzeit freien Betten nur wenige Wochen durchzuhalten. Gründe: Es fehlt Personal, andere Krankheiten belegen jetzt 70% der Betten, und die Zunahme beschleunigt sich wegen des überproportionalen Anstiegs älterer Infizierter
(2) Daher gibt es nur 2 Möglichkeiten, zu reagieren. Wir warten, bis Skeptiker das auch sehen und Bilder aus den Krankenhäusern die Bereitschaft der für zusätzliche Massnahmen garantieren. Das wäre mE falsch. Reagieren wir jetzt, hätten die gleichen Massnahmen viel mehr Erfolg!
(3) Zentrale Botschaft muss sein: Es reicht nicht alleine, die AHA-L Regeln zu befolgen, sondern ZUSÄTZLICH muss die Zahl der Kontakte, mit AHA-L Schutz, runter. Das bedeutet: Weniger Freunde treffen, weniger Restaurant, halbe Klassen, weniger Reisen, mehr Homeoffice, Sperrstunde
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20 Oct
(1) Widerspruch bei Sterblichkeiten gibt es nur scheinbar. Beste Meta-Analyse ist mE Dartmouth Studie. Sie zeigt klar, wie stark Sterblichkeit vom Durchschnittsalter der Bevölkerung abhängt. Ich schätze daher auf Grundlage dieser Studie für Deutschland 1% spiegel.de/wissenschaft/m…
(2) 1 % der Infizierten sterben wahrscheinlich in Deutschland weil wir Bevölkerung haben, in der fast 40% den Risikogruppen angehören. Weltweit ist die Sterblichkeit wahrscheinlich deutlich unter 0,5%. Weil kaum ein Land so viele Ältere hat wie wir. Dazu: Diabetes, Bluthochdruck
(3) Natürlich wäre Sterblichkeit in Deutschland geringer, wenn sich 40% Risikogruppe aus dem öffentlichen Leben zurückziehen würden. Nur: der Vorschlag ist unethisch, unmöglich und auch gerade für Ärmere eine Farce. Sie müssen in die Busse, an die Kasse, in die kleine Wohnung
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19 Oct
(1) Die Gesundheitsämter brauchen vom RKI eine neue Strategie und Hilfe. Einzelfallkontakte sollten nicht mehr verfolgt werden. Sie tragen zu wenig zur Pandemie bei. 70% der Einzelfallkontakte infizieren niemanden. Ausserdem findet man die Hälfte der Einzelfälle nicht. Dazu noch:
(2) Die Einzelfälle, die man findet, sind schon nicht mehr ansteckend. Beispiel: Am Tag 1 Symptome, Tag 2 Testung, Tag 4 Ergebnis beim Gesundheitsamt, Tag 6 die Einzelkontakte erreicht. Diese wurden dann im Schnitt 7 Tage vorher infiziert. Haben bis dahin Krankheit weitergegeben.
(3) Daher sollte RKI Einzelkontaktverfolgung aufgeben zugunsten der systematischen Abfrage von Clusterkontakten: mit Liste wird jeder Infizierte sofort nach Clusterkontakten abgefragt. Teilnehmer werden vom Gesundheitsamt für 10 Tage in Quarantäne geschickt. Freitestung möglich:
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8 Oct
(1) Leider ist die Kritik richtig. Die Regel ist ein Flop und reduziert lebenswichtige Akzeptanz anderer Regeln. Fünf Gründe:
1. Das innerdeutsche Reisen trägt nicht wesentlich zur zweiten Welle bei.
2. Wir haben dazu geraten, den Urlaub innerhalb von Deutschland zu verbringen
(2) 3. Zählt der Tag der Abnahme des Tests, kommt der Befund zu spät für die Reise. Zählt der Befundeingang ist der Test veraltet.
4. Ich nehme im Schnitt mehr als 1.000 wertvolle PCR den Risikogruppen weg, um 1 Fall zu finden, der zu 70% Wahrscheinlichkeit NIEMANDEN ansteckt.
(3) 5. Die Regel ist nicht kontrollierbar, nicht vermittelbar und wegen der Steigerung der Fallzahl bald redundant.

Es wäre daher besser, die Regel zu kippen, bevor sie in der heute-show und in ernsten Formaten zu viel berechtigte Kritik erfährt.
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8 Oct
(1) Es ist falsch, dass es keine grossen randomisierten Studien zum Lüften versus Luftfilteranlagen in Deutschland gibt. Diese hätten zB in Risikoschulen gemacht werden können, das ginge sogar jetzt noch. Für Bahn, Flugzeuge Schlachthöfe etc wurde es getan spiegel.de/panorama/bildu…
(2) Ob regelmässiges Lüften tatsächlich Aerosolübertragung verhindert, weiss niemand. Ich halte es in kleinen Klassenzimmern eher für nicht sicher. Da es in den Schulen noch bis Mai Kälteprobleme gibt gehen wir grosses Risiko ein. Auch Unterbrechungen durch Lüften sind Problem
(3) Der Schulausfall im Frühjahr wirkt noch nach. Es darf jetzt nicht zu einem immer wieder unterbrochenen Teilunterricht mit Krankheit Lehrer, Quarantäne und Unterrichtsausfall kommen. Die billige Lösung des Lüftens ist für die Kinder wahrscheinlich die teuerste.
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28 Sep
(1) Es wird häufig gefragt, ob es überhaupt eine nachweisbare Störung des Gehirns gäbe, wenn neurologische Befunde wie Chronic Fatigue Syndrome oder Wortfindungsstörungen nach Covid so häufig. Es gibt bisher wenige Studien dazu. Diese Studie ein Beispiel thelancet.com/journals/eclin…
(2) Sie zeigt im fMRT Veränderungen im Gehirn nach Covid, die viele der beobachteten Symptome erklären. Dabei werden besonders die Leitungen, weisse Substanz, zwischen einigen Hirnbereichen angegriffen. Ausserdem vermutet man kompensatorischen Zellenaufbau in betroffenen Regionen
(3) Studie betrifft Krankenhausfälle. Keine Zusammenhang mit Schwere der Erkrankung. Ob die Schäden bleiben ist unklar. Auch die Ursache, Virus direkt oder Entzündung, ist unklar. Aber: die Long-Covid Fälle mit Erschöpfungssyndrom sind KEINE Simulanten. Auch bei SARS gibt es das.
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26 Sep
(1) Mich überzeugt das Konzept der Corona Ampel von Laschet und Streeck nicht. Zunächst vorab: es geht nicht um Wahlkampf, ich unterstelle Laschet, dass er inhaltlich vom Konzept überzeugt ist und es nicht taktisch vorträgt. Trotzdem hat es Schwächen: mobil.ksta.de/politik/-rot--…
(2) Zunächst: wozu neues System? Die Menschen wissen, worauf es ankommt. Neuinfizierte und deren Altersverteilung bestimmen mehr oder weniger alleine, wieviele Menschen in 4 Wochen sterben werden. Weder Mutationen, Therapiedurchbrüche oder Zahl der Intensivbetten haben Einfluss.
(3) Dass wir so viele Fälle hätten, dass Intensivbetten knapp würden, ist sehr unwahrscheinlich. Somit wäre Ampel zB noch nicht rot wenn wir sehr viele Neuinfizierte hätten nur weil wir noch Intensivbetten hätten. Umwandlung aller Krankenhausbetten in Intensivbetten ändert nichts
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25 Sep
(1) Hier ein Text darüber, was Corona-Schnelltests wann leisten werden. Bis zum Jahresende werden sie leider weder für Kulturveranstaltungen noch als hometest eine grosse Rolle spielen. Dafür reicht die zu erwartende, zugesagte Produktion nicht. zeit.de/wissen/gesundh…
(2) Für Lehrpersonal ohne Symptome als Routinetest sind sie nur als Vortest PCR geeignet. Weil sonst der positive Voraussagewert zu gering ist. Grosser Bedeutung Gewinn mE in Pflegeeinrichtungen. Hier reichen Sensitivität und Spezifität aus, um Besucher und Pflegekräfte zu testen
(3) In Pflegeheimen ist ein falsch positiver Test zur Not zu verschmerzen, weil der wichtigste Fehler das Übersehen von Infektionen ist. Die Sensitivität reicht aus, um an PCR heran zu kommen. Weil so wenige Tests 2020 erwartbar ist nur gezielter Einsatz sinnvoll.
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22 Sep
(1) Das wirkt auch auf mich so. Und das Gegenteil zu sehen wäre ja auch die epidemiologische Überraschung. Es wird sich in den nächsten 3 Wochen zeigen, ob wir uns vom Trend in Spanien, Frankreich und UK absetzen können oder ob wir zu lange abwarten, was wohl passiert.
(2) Helfen würde Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen wo Abstände nicht gehalten werden können. Weil Infektion draussen besonders dort, wo man eng steht und laut spricht, Klassiker Stehbier. Liesse sich relativ einfach kontrollieren. Private Feiern Obergrenze 25 Personen, weil:
(3) Superspreading ist dann viel unwahrscheinlicher und wenn es passiert schneller nachvollziehbar. Und in Schulen sollten Luftfilteranlagen jetzt getestet und wenn erfolgreich beschafft werden. Die Kosten wären es wert. Wir dürfen nicht Kinder, Eltern und LehrerInnen gefährden.
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22 Sep
(1) Diese kleine Studie (Dublin) zum Post-Covid Syndrom halte ich für ganz besonders bedeutsam. Sie untersucht Chronisches Erschöpfungssyndrom CFS nach Covid. 1. systematische Studie weltweit dazu. Chronisches Erschöpfungssyndrom ist schwere Krankheit, da: medrxiv.org/content/10.110…
(2) Der Name täuscht. Die Erschöpfung beim CFS klingt nach Müdigkeit oder Faulheit. Es ist aber eher wie eine massive geistige und körperliche Belastung selbst bei kleinsten Anstrengungen. Depressionen und Suizid bei den Betroffenen keine Seltenheit. CFS führt oft zu Depression.
(3) Leidensdruck der Patienten ist hoch, Ärzte oft geringes Verständnis weil wenig Kenntnisse. Jetzt zur Studie: Man wusste: genau wie nach anderen Viruserkrankungen haben SarsCov Infizierte oft CFS. Neu: 50% (!) der SarsCov Patienten in der Studie hatten CFS nach 3 Monaten.
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21 Sep
Der lange Thread von @OlafGersemann beschreibt die Lage ganz gut. Ungefähr so sehe ich die Lage auch. Klar ist, dass wir ohne schnelle Massnahmen in wenigen Wochen deutlich mehr als 5.000 Fälle pro Tag haben werden. Weshalb könnte die Sterberate geringer als 1. Welle sein?
(2) a) Weil die Positiven jünger sind ist Sterblichkeit geringer. b) Weil mehr getestet wird sind in allen Altersgruppen die Fälle leichter c) Weil die Infektion trotz Maske oder Abstand weniger Viren bei Ansteckung bedeutet könnte Verlauf leichter sein
(3) d) Bessere Beatmungstechnik plus bessere Behandlung (Dexamethason/Gerinnungshemmer...) Trotzdem wird die Zahl der Toten und der schweren Fälle in 6-8 Wochen wieder ansteigen. Und auch bei den schweren Fällen ohne Beatmung muss bei vielen mit #LongCovid gerechnet werden
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