(1) Diese kleine Studie (Dublin) zum Post-Covid Syndrom halte ich für ganz besonders bedeutsam. Sie untersucht Chronisches Erschöpfungssyndrom CFS nach Covid. 1. systematische Studie weltweit dazu. Chronisches Erschöpfungssyndrom ist schwere Krankheit, da: medrxiv.org/content/10.110…
(2) Der Name täuscht. Die Erschöpfung beim CFS klingt nach Müdigkeit oder Faulheit. Es ist aber eher wie eine massive geistige und körperliche Belastung selbst bei kleinsten Anstrengungen. Depressionen und Suizid bei den Betroffenen keine Seltenheit. CFS führt oft zu Depression.
(3) Leidensdruck der Patienten ist hoch, Ärzte oft geringes Verständnis weil wenig Kenntnisse. Jetzt zur Studie: Man wusste: genau wie nach anderen Viruserkrankungen haben SarsCov Infizierte oft CFS. Neu: 50% (!) der SarsCov Patienten in der Studie hatten CFS nach 3 Monaten.
(4) Damit wäre Quote extrem hoch, vergleichbar mit SARS 02/03, wo Jahre nach Infektion bei hohem Prozentsatz Erkrankter CFS nicht weggegangen. Aus meiner Sicht wäre CFS dann wichtigste Langzeitfolge der Coronapandemie. In der Dublin Studie konnten 1/3 nach 3 Mon. nicht arbeiten
(5) Hoher Anteil Arbeitsunfähiger ist nach CFS üblich. Dublin Studie zeigte, dass Frauen stärker betroffen, auch das typisch für postvirales CFS. Auch gab es keinen Zusammenhang zwischen Schwere Covid und dem CFS. Das passt zum Befund, dass die Immunursache CFS noch immer unklar
(6) CFS ist keine leichte Erkrankung. Der Name täuscht gewaltig. Wir haben keine Therapie. Es wird zu CFS zu wenig geforscht. Daher sollte die Dublin Studie auch in Deutschland reproduziert werden, damit wir Behandlungsmöglichkeiten entwickeln können.
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