Als das Osmanische Reich sich zum "kranken Mann am Bosporus" entwickelte, holte es deutsche Finanziers und Ingenieure, um zunächst die Anatolische Bahn (finanziert durch Überlassen anatolischer Getreideernten ganzer Jahre), dann die Bagdadbahn und schließlich die Hedschasbahn zu
bauen. Das gigantische diente im WW I verschiedenen Kriegsparteien, auch der Deportation armenischer Bürger, und fand seine Fortsetzung danach, freilich ohne die Deutschen. Grenzziehungen und WW II führten dazu, dass Teile des Netzes verödeten. Zu jener Zeit stand das Projekt für
Entwicklung, Aufbruch und Zivilisation. Es wäre schön, wenn diese alten Hoffnungen doch noch Realität würden.
de.wikipedia.org/wiki/Bagdadbah…
Da oben sollte "Das gigantische Infrastrukturprojekt" stehen.
P.S. Amerikanische Western kommen ohne Eisenbahn nicht aus. Die filmische Creme de la Creme in DE sind "Eisenbahnromantik", Führerstandsmitfahrten und jede Menge seltsamer Bücher. Aber die Deutschen hatten mit
Bethel Henry Strousberg einen eigenen Eisenbahnmogul, der im Alleingang die vertikale Fertigung erfand, bevor man den Begriff kannte. Sein Aufstieg und tiefer Fall als deutsch-englischer Jude, einem Aufsteiger par excellance, betroffen vom antijüdischen Ressentiment, ist eine
Lebensgeschichte wie ein Roman, dabei gibt es nur eine Biographie eines fleissigen Hobbyisten. Hollywood hätte seine Geschichte längst mehrfach verfilmt; und irgendjemand hätte ihm ein Museum gebaut.
Die Strecken im Osmanischen Reich, 1.300 km in China vor WW I. Es gäbe wirklich
viel zu erzählen.
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