anlomedad 🐘 @anlomedad@climatejustice.social 🐘 Profile picture
I know nothing of Snow and climate change. But its complexity is fascinating. And how should our societies live within biophysical planetary boundaries? *322ppm

Oct 1, 2020, 14 tweets

Angenommen, man hat schon Schulden und Kredit gibt es keinen. Und bei gleichbleibendem Lebenswandel kommen jeden Tag mehr neue Schulden dazu,
sodass es kalkulierbar ist, dass die Miete in zB 8 Monaten nicht mehr bezahlt werden kann und man auf der Straße landet,
was tut man dann?

Hier die Handlungsweisen in den verschiedenen Industrien, wie sie sich bei den Klimagas-Schulden etabliert haben:

Arbeitet man bei Landes- und Bundesministerien und in Landes- und Bundesregierung, leugnet man die Schulden und die kalkulierbaren 8 Monate, für die das Restbudget ohne steigende Schuldenrate noch reicht. Man verharrt in einem Märchen, das einem noch 30 Monate in der Wohnung gibt

, in denen man an Effizienzschräubchen zu drehen gedenkt, um den heutigen, täglich die Schulden steigernden Lebenswandel zu verlängern. Rückzahlung? Iwo. Das war schon immer so trotz Physikerin als Industriechefin. Und wird sich beim aktuellen Personal in Ministerien nicht ändern

Energiemitarbeiter reden davon, 86x mal mehr Schulden in anderer Währung (Methan) machen zu wollen, und in 20 Monaten vll keine neuen Schulden mehr aufzuhäufen. Rückzahlung? Iwo. Ist ja schließlich Gesellschaftsaufgabe. Das war schon immer so. Und wird sich auch nicht ändern.

Mitarbeiter in der Bauindustrie steigern täglich die Schuldenwachstumsrate: in Vororten, beim Bau von Einfamilienhäusern und noch mehr Schulden im Straßenbau, sodass weitere Leute bei Wohnortswahl und dem Befahren der Straßen ebenfalls mehr Schulden aufhäufen.

Wichtig ist für Mitarbeiter in der Bauindustrie, dass die Autoindustrie mehr Autos verkauft, damit mehr Straßen und Einfamilienhäuser gebaut werden. Yay. Das war schon immer so und deshalb muss das mit den Schulden eh nicht ernst genommen werden. Es spricht auch niemand über Bau

Autoindustriemitarbeiter machen täglich mehr und mehr Schulden, um Aktionären und Chefs noch bessere Dividenden und Boni auszuzahlen. Manche versprechen, irgendwann einmal, vielleicht in 30 Monaten, keine täglich höheren Schulden mehr anzuhäufen. Rückzahlung? Iwo.

Höchstens wird mal auf die Autokäufer mit anklagenden Finger gezeigt: DIE sind es ja, die Autos kaufen und fahren (höhöhöhöö, nachdem wir 40 Jahre lang die Transportalternative Bahn und ÖPNV sabotiert haben. Pssst!)

(Noch mal Psst: wir verkaufen denen Autos, die beim Fahren noch viel mehr Schulden produzieren, als wir bekanntgeben. Das war schon immer so. Das ist unser Geschäftsgebaren und wird sich auch nicht ändern. Psst!)
(Psst pssst: Ministeriumsmitarbeiter sind AutoIndustriemitarbeiter)

So steigen die neu entstehenden Schulden minütlich, statt zu sinken. Die alten Schulden werden auch nicht abgetragen.

Fazit: Wir alle fliegen nicht erst in 8 Monaten aus der Wohnung, sondern schon heute.

Budget alle. Finit. Ende.
Und werden wir darüber aufgeklärt? Nein. Denn die sogenannte 4. Säule der Demokratie, die Journalisten, versagt komplett.

Dabei wird immer über Schwarze Null geschrieben. Die Assoziation zu Klimagasen liegt so nahe - aber die Gehirne sind überfordert.

Genauso wie die Intelligenzia, die sich vielleicht mit dem Modethema Klima schmückt, aber vor der immensen Dringlichkeit des Problems flüchtet in vorformulierte Phrasen von "30 Monate Zeit" und Technologieträume: alles nicht so wild, Don’t Panic, elektrische Autos sind die Lösung

Irgendwie ein überflüssiger und bescheuerter Thread.
Guten Morgen, Donnerstagswelt.

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