DIE NACHRICHTEN:
Dieser Tage gibt es täglich eine kleine Zug-Entgleisung in Österreich:100 Tote pro Tag. Viele Verletzte. Man schweigt zu den Verstorbenen, spricht nicht über die Verletzten.
Der Defekt wird nicht behoben. Zu teuer. Es betreffe ohnehin nur den 9-Uhr-Senioren-Zug
Der Sprecher der Betroffenen, Herr Schröcksnudel (ein passionierter Skifahrer) betonte,dass er sicher für alle Senioren spreche wenn er festhalte,dass man irgendwann sowieso sterben müsse und als Experte für eigentlich eh alles ziehe er diesen Tod einer Krebserkrankung vor.
Der Bundeskanzler Dr. Basti Lang betonte, dass man das Entgleisen der Züge keinesfalls stoppen sollte, solange noch Betten für allfällige Überlebende in den Spitälern frei wären. Die Arbeiten an den Gleisen könnten den pünktlichen Zugverkehr in die Skigebiete verzögern.
Man müsse vielmehr die entgleisten Züge statistisch sauber erfassen (was nicht immer gelingt) und ein bisschen weniger über die Insassen sprechen. Es entbrannte sodann auch eine gelehrte Diskussion, ob man wirklich alle Zugpassagiere automatisch mit der Todesursache "Zugunglück"
in die Statistik aufnehmen solle, man könne doch scjließlich nicht ganz sicher sein ob diese wirklich AN dem Zugunglück gestorben seien. Es könne doch auch ein Passagier justament im Zeitpunkt der Entgleisung zufällig an seimem steckengebliebenen Jausensemmerl erstickt sein und
das würde dann die Statistik verfälschen. Man einigte sich auf den Sprachbegriffe: AN oder MIT Zugunglück verstorben. Die Medien übernahmen die neue Sprachregelung ohne weitere Disskussionen.Den Expertinnen der Regierung, allen voran die oö. Verkehrsspezialistin Prim. Apfelfalter
könne vorbehaltlos vertraut werden. Bis dato seien sie auch immer richtig gelegen, so berichteten namhafte Journalistinnen. Obendrein handle es sich bei den Entgleisungen nur um einen Beobachtungstsunami. Würde man die Strecke seltener kontroölieren, würde man weniger entgleiste
Züge am Wegesrand finden. Zudem müsse man sich damit abfinden, dass Zugsentgleisungen ein alltägliches Phänomen darstellen würden, das nunmehr eben zum Leben gehöre wie das Schnitzerl zum Kartoffelsalat. Dies sei, so die Bundesregierung und nahmhafte Medien, die NEUE NORMALITÄT.
Die Personen und die Handlung diser Geschichte sind selbstverständlich frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.
Wdnn das geteilt wird und die Bubble verlässt würd ich mich auchbrecht freuen. Vielleicht bringt es ja doch ein paar Leut zum Nachdenken...
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