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armchair virologist, top-hobbyvirologe, klima-experte, hier privat +++ gemeinsam gegen desinformation +++ ich bin gegen Nazis

Sep 17, 2021, 24 tweets

Die Wirksamkeit der Impfung ist beeindruckend: Von 70 Corona-Toten unter 60 Jahren in den letzten 3 Wochen ist kein einziger geimpft gewesen, von den 1991 seit Anfang Februar nur ein einziger.  

🧵mit dem Versuch einer datenbasierten Impfentscheidung. ⬇️

Sind die  Zahlen zur Effektivität gegen schweren Verlauf valide? Im Wesentlichen: ja. Sie sind so in anderen Ländern reproduziert (UK, Israel, USA) und auch in randomisierten Studien belegt.

Ein Untertestung-Bias ist da, aber wohl gering. Kaum jemand in dieser Altersgruppe wird an einem respiratorischen Infekt sterben, ohne getestet worden zu sein.

Es gibt sogar einen gegenläufigen Selektions-Bias pro Impfung: Menschen mit Risikofaktoren werden eher geimpft sein als Kerngesunde. Trotzdem stirbt aus der (kränkeren) geimpften Gruppe kaum noch jemand an einer COVID19-Pneumonie.

Was ist mit den Menschen über 60? Auch hier ist die Effektivität rechnerisch noch bei 85-90%. Es scheinen zudem vor allem multimorbide, stark geschwächte Patienten zu sein, die Corona-positiv versterben.

Grund hierfür dürfte u.a. sein: Das Sterben *mit* Corona auf der Schleimhaut verhindert die beste Impfung nicht.

Zusammengefasst: Man kann an der Impfung vieles kritisieren, aber kaum die Effektivität gegen schwere Verläufe.

Soll man sich Impfen lassen?

Horrorgeschichten aus Telegram sind Unsinn, ebenso Unsinn ist aber das unkritische Beklatschen dieses hoch invasiven pharmakologischen Eingriffs „Es gibt keine Langzeitfolgen". Es ist eine Entscheidung unter Unsicherheit, und niemand weiß wirklich, was richtig sein wird.

Wie sieht eine datenbasierte Impfentscheidung aus? Klar ist, wer Risikofaktoren hat (Alter >45, Vorerkrankungen) sollte sich impfen lassen. Potenziell unentdeckte Langzeitwirkungen, die es geben kann oder nicht, steht relevanter Schutz gegen die Sterblichkeit an COVID19 entgegen.

Sollen sich kerngesunde Menschen zwischen 20 und 45 Jahren ohne Risikofaktoren impfen lassen? Keine leichte Entscheidung. Das Risiko, überhaupt an einem respiratorischen Infekt zu versterben ist sehr gering.

Selbst wenn es durch die COVID-Wellen etwas höher als in den Vorjahren wäre (unklar) – es ist ein Lebensrisiko, über das kaum jemand gegrübelt hätte. Für die Influenza gibt es keine Impfempfehlung in dieser Altersgruppe.

Zurücknahmen oder Einschränkung der Zulassung von Arzneimitteln lange nach Markteinführung sind zahlreich, und auch bei Medikamenten mit massenweiser Nutzung  (Lipobay, Pandemrix, Fluorchinolone) dokumentiert.

Grund dafür ist, das Nebenwirkungen mit geringer Häufigkeit sind sehr schwer zu erkennen sind. Ein realistisches Bild der Arzneimittelsicherheit hat man wohl irgendwann nach 2-5 Jahren.

Erste Sicherheitssignale sind da, das Medikament scheint zum Beispiel aufs Herz zu gehen. Das kann tatsächlich eine Bagatelle sein, oder auch die gerade auftauchende Spitze eines Eisbergs– ein klares Bild davon wird man eher nach Jahren haben können.

Demgegenüber steht aber eine reale Absenkung der Sterblichkeit an COVID19 auch in dieser Altersgruppe.

Es ist und bleibt also eine Entscheidung unter Unsicherheit. Niemand weiß wirklich, was richtig ist.

In dieser Situation ist es extrem wichtig, dem einzelnen eine freie Entscheidung zu lassen. Es spielen persönliche Präferenzen hinein. Manche lassen sich gegen Grippe impfen, manche nicht. Manche fahren Lastenrad mit Kindern im Berufsverkehr, anderen ist das zu riskant.

Manche nutzen begeistert jede medizinische oder technische Innovation, andere sind sehr konservativ. Manche fahren Ski. Jeder muss diese Entscheidung so treffen können, wie es seinen persönlichen Präferenzen entspricht. Alles andere ist grausam.

Die Daten und Studienlage sind in einem Punkt sonnenklar: Impfen als „solidarischer Akt“ ist eine unsinnige und falsche Begründung. Im Rahmen der #Nachdurchseuchung wird wohl jeder hin und wieder mit dem Virus in Kontakt kommen. Die Impfquote ist dafür irrelevant.

Ein weiterer Punkt scheint von der Datenlage ebenso klar: Das Impfen gesunder junger Menschen und Kinder sollte unterbleiben. Es gibt in den jungen Altersgruppen praktisch keine Morbidität und Mortalität. Langzeitfolgen sind gerade bei Kindern unbekannt.

Die Abwägung gegen mögliche Langzeitfolgen geht in dieser Altersgruppe klar zu Ungunsten der Impfung aus (außer: Risikokinder). Wer hätte denn sein Kind mit einer neuartigen mRNA-Impfung, die Myokarditis auslöst, direkt nach Zulassung begeistert gegen die Influenza impfen lassen?

Noch ein Punkt ist von der Datenlage klar: Vektorimpfstoffe haben ein grauenhaftes Risikoprofil. Hier sind es nicht potenzielle Spätfolgen, die in die Abwägung mit eingehen, sondern eine klar nachgewiesene Komplikation, die in etwa 1:50.000 Fällen auftritt: TTI.

TTI kann tödlich oder in schwerer Behinderung enden. In einem normalen Jahr wäre die Zulassung für diesen Impfstoff wohl längst durch die EMA entzogen worden. In deutschen Impfzentren werden Vektorimpstoffe weiter verimpft, gerne auch an junge Menschen.

Zusammenfassung: Die Entscheidung für oder eine Impfung muss eine persönliche bleiben. Sie ist abhängig von der persönlichen Risikosituation und Gefahrenwahrnehmung nicht immer einfach zu treffen. Impfung für Andere, für ein "höheres Ziel" ist kollektivistischer Unsinn.

*PS: Nicht TTI (Tippfehler), sodern TTS. Keine fragliche Spätwirkung, sondern ein unzweifelhaft kausal durch Vektrorimpftoffe bedingtes Krankenheitsbild, was bei Astra etwa 1 von 57.000 Impflinge nach Daten des PEI Auftritt, ohne Dunkelziffer.

Ergänzung: Schwangere Frauen müssen als Risikogruppe angesehen werden - wie für alle anderen respiratorischen Infekte! Junge Frauen mit Kinderwunsch könnten also ähnlich von einer Impfung profitieren wie adipöse oder ältere. Wichtig: Vor der SSW impfen!

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