AfD und BSW: Mitglieder des Europäischen Parlaments im vertraulichen Zoom-Gipfel mit einer verurteilten Geheimagentin, Duma-Hardlinern, KGB, GRU und Kreml-Propagandisten
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Am 1. Oktober 2025 feierte Moskau einen diplomatischen Coup: Per Videoschalte fand eine gezielte Inszenierung der Kreml-Agenda statt. Abgeordnete aus Deutschland, Österreich, Bulgarien und Luxemburg suchten dabei den Kontakt zum Kreml-Apparat.
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Hinter dem Schlagwort „Dialog“ verbarg sich eine Propaganda Bühne. Die Abgeordneten ließen sich dazu einspannen über die Situation in der Ukraine und die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zu sprechen. Ein Auftritt den der Kreml offiziell als Beweis für den „Mut“ und die „prinzipientreue Position“ dieser Politiker darstellte.
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Der Monitor entlarvte welche willfährigen Gehilfen Kremls sich auf diese Schaltung einließen:
– Siegbert Droese, AfD
– Volker Schnurrbusch, AfD
– Olli Kotro, Assistent (AfD), (Finnland)
- Hans Neuhoff, AfD
- Sergeij Erler, Assistent (AfD) im EU Parlament
– Thomas Geisel, BSW
– Jan Peter Warnke, BSW
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Weitere Teilnehmer aus dem Europäischen Parlament:
– Fernand Kartheiser, ADR (Luxemburg)
- Petar Volgin, Revival (Bulgarien)
– Rada Laykova, Wasraschdane (Bulgarien)
– Diana Șoșoacă, SOS Romania (Rumänien)
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Angeführt wurde die Runde von Leonid Sluzki, dem Duma-Chef für Außenpolitik. Ihm zur Seite saßen Maria Butina, die in den USA als russische Agentin verurteilt wurde, sowie Alexej Tschepa, Wjatscheslaw Nikonow und Dmitri Kusnezow. Sie nahmen an dem Gespräch teil, um die westlichen Politiker für die Ziele Moskaus zu instrumentalisieren.
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Leonid Sluzki, Abgeordneter der Staatsduma und Vorsitzender der Partei LDPR, verkörpert die moralische Verrottung der russischen Elite. Er nutzt seine Macht schamlos zur persönlichen Bereicherung und zur radikalen Propaganda gegen den Westen. Die Gier dieses Abgeordneten kennt keine Grenzen während er sich als bescheidener Volksvertreter inszeniert.
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Sluzki häufte durch Korruption ein illegales Millionenvermögen an und ließ sich Bestechungsgelder in Form von Immobilien schenken. Bauunternehmer gaben an ihm Luxusimmobilien als Gegenleistung für politische Gefälligkeiten übertragen zu haben. Seine arbeitslose Frau wurde mit Reichtum überschüttet.
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Sluzki gehört zum Netzwerk des ultrarechten orthodoxen Milliardärs Malofejew und von Dugin. Er forderte die Todesstrafe für ukrainische Gefangene und das Ende des Hinrichtungsmoratoriums. Als Triebtäter missbrauchte er seine Macht, um mehrere Journalistinnen in seinem Büro sexuell zu nötigen und zu demütigen. Seine Tochter protzte im Internet mit Geldbündeln und einem Luxusleben in der Schweiz, während er Europa den Krieg erklärt.
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Alexey Chepa ist ein ehemaliger Offizier des Militärgeheimdienstes GRU/KGB und agiert als skrupelloser Profiteur illegaler Geschäfte. Gemeinsam mit verurteilten Waffenschmugglern baute er ein weltweites Netzwerk auf, um Waffen in Kriegsgebiete zu liefern und durch Blutgeld zum Milliardär zu werden.
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Die Biografie von Chepa ist geprägt von dunklen Machenschaften im Schatten des Kreml. Er nutzt seine Geheimdienstkontakte, um als rechte Hand eines international gesuchten Kriminellen Waffengeschäfte in der arabischen Welt abzuwickeln, während er sich in Russland als Politiker tarnt.
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Chepa steht für Korruption und Doppelmoral auf höchster Ebene durch illegale Bankgeschäfte und kriminelle Partner. Während er im Staatsdienst Millionen hortete und seine Kinder in teuren westlichen Privatschulen unterbrachte, ließen seine zahlreichen Firmen einfache Arbeiter ohne Lohn.
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Maria Butina nahm als prominentes Gesicht der russischen Delegation an dieser Schaltung teil. Die verurteilte Agentin nutzte in den USA ihre Kontakte zur Waffenlobby als Türöffner, um sich in das Umfeld mächtiger Politiker einzuschleichen. Diese Strategie setzt die Spionin nun fort, um europäische Politiker für den Kreml zu ködern.
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In den USA gründete sie eine russische Organisation namens „Recht auf Waffen“ und nutzte dieses Profil, um die mächtige National Rifle Association zu infiltrieren. Sie posierte mit führenden Köpfen der Waffenlobby und baute so inoffizielle Kommunikationswege für den Kreml auf. Ihre Anwesenheit mit Sluzki war ein kalkulierter Schachzug zur politischen Einflussnahme.
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Wjatscheslaw Nikonow, Enkel von Stalins Außenminister Molotow, ist ein Chef-Ideologe der „Russischen Welt“. Er ist Vorsitzender eines Ausschusses der Staatsduma, Mitglied des Präsidiums des Generalrats von Putins Partei „Einiges Russland“ sowie ehemaliger stellvertretender Direktor des KGB und sanktionierter Militärpropagandist.
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Dmitri Kusnezow, der als Netzwerker für die Zusammenarbeit mit europäischen Rechtspopulisten gilt, steuert russische Interessen und Propaganda im Ausland. Er ist Abgeordneter der Staatsduma und unterstützt aktiv die Aggression gegen die Ukraine sowie russische Soldaten durch die Bereitstellung von Ausrüstung.
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Unter der Führung von Fernand Kartheiser ließen sich diese EU-Abgeordneten von sanktionierten Kreml-Agenten und Propagandisten instrumentalisieren. Sie saßen Sluzki brav und gehorsam gegenüber, während er seine Propaganda über die NATO, den Ukraine-Krieg und den angeblichen 'Schutz von Minderheiten' verbreitete.
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Was für ein 'rührendes' Bild: AfD und BSW finden bei Väterchen Russland ganz „zufällig“ zueinander. Sobald der Kreml pfeift, fällt jede Brandmauer. Brav sitzen sie als „deutsche Patrioten“ vor der Kamera, vereint im Gehorsam gegenüber russischen Geheimdiensten.
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Doch der diplomatische Verrat im Oktober war nur der Anfang. Am 17. Dezember folgte der nächste Schritt, bei dem die europäische Front der Helfer des Diktatur-Regimes erneut Kontakt zum Kreml aufnahm: Unter dem Deckmantel der „Vernunft“ ließen sich Parlamentarier erneut von Sluzki instrumentalisieren.
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Diesmal ging es ans Eingemachte: Sluzki nutzte die Bühne, um gegen die Einfrierung russischer Staatsgelder zu wettern und Europa mit „harten Antworten“ zu drohen. Dabei schob er die gesamte Schuld am Krisenzustand der europäischen Führung zu, während er die anwesenden Teilnehmer demonstrativ als „vernünftige Politiker“ lobte.
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Unter der Führung von Fernand Kartheiser blieben die weiteren Namen diesmal (noch) im Dunkeln. Während vom ersten Treffen Bilder existierten, gab es diesmal keine Fotos, die eine Identifizierung ermöglichten. Sluzki inszenierte die Teilnehmer stattdessen als 'Märtyrer' und behauptete, ihnen drohe in der EU nicht nur der Amtsverlust, sondern sogar strafrechtliche Verfolgung.
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Fernand Kartheiser agierte als Mittelsmann zwischen europäischen Kreml-Anhängern und der russischen Führung. Infolgedessen wurde er im Juni 2025 aus seiner Fraktion ausgeschlossen, behielt aber sein Mandat im Europäischen Parlament und den Kontakt zum Kreml. Im Gegensatz zu ihm bleiben die anderen Akteure weiterhin fest in ihren Parteien verankert.
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Nach der Videokonferenz am 17. Dezember brüstete sich Sluzki mit insgesamt vier Treffen im Jahr 2025. Laut seiner Aussage wird die Staatsduma diese „Gespräche mit dem Europaparlament fortlaufend weiterführen“:
- 26. Mai: Treffen in Moskau
- 1. Oktober: Videokonferenz
- 15. November: Treffen in Sotschi beim Forum „BRICS – Europa“
- 17. Dezember: Videokonferenz
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Ob namentlich bekannt oder feige im Dunkeln, diese Abgeordneten haben sich als Kreml-Marionetten missbrauchen lassen. Wer sich heimlich mit Kreml-Agenten, Geheimdiensten und Propagandisten trifft, untergräbt die europäische Sicherheit und stellt eine brandgefährliche Sicherheitslücke in Anbetracht der massiven hybriden Kriegsführung Russlands gegen Europa dar.
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