Vom Linken-Kader zum Co-Landesvorsitzenden des BSW in NRW: Wie Andrej Hunko zum Paradebeispiel prorussischer Politik in Deutschland wurde.
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Andrej Konstantin Hunko ist ein deutscher Politiker und seit 2025 Co-Vorsitzender des BSW in Nordrhein-Westfalen (zuvor Die Linke, WASG, PDS). Wie viele andere Mitglieder dieser Partei fungiert er, ganz "zufälligerweise", auch als radikaler Verfechter der „Russischen Welt“.
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Im April 2014 besuchte Andrej Hunko (DIE LINKE) mit einer Bundestagsdelegation den Osten der Ukraine. Er bezeichnete die Besetzungen in Donezk als legitimen Protest und stellte sie auf eine Stufe mit dem Maidan. Hunko kritisierte die Kiewer Regierung als illegitim und warnte davor, die Verantwortung für die Eskalation einseitig bei Russland zu suchen.
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Hunko übernahm dabei Narrative der Aufständischen, indem er die Kiewer Führung als faschistisch diffamierte. Er lehnte Sanktionen gegen Russland strikt ab und schob die Verantwortung für die Eskalation stattdessen westlichen Geheimdiensten zu, während er eine russische Beteiligung offen bezweifelte.
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Auf seiner Webseite dokumentierte Hunko seine Tätigkeiten als Mitglied von Bundestagsdelegationen und Wahlbeobachter des Europarates. Trotz dieser offiziellen Mandate nutzte er seine Berichte vorrangig dazu, die Ukraine zu diffamieren und pro-russische Positionen als einzig legitime Sichtweise darzustellen.
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Im Jahr 2015 (Mai/Juni) besuchte Hunko Moskau, „um die Sammlung von Spenden für den Donbass zu besprechen, die er gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen im Bundestag, Wolfgang Gehrcke, organisiert hatte. Insgesamt sammelten sie 130.000 Euro“, berichteten russische Medien.
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Im Bericht wird erwähnt, dass beide Abgeordneten bereits im Februar (2015) den besetzten Donbass besucht hatten. Damals übergaben sie den illegalen Behörden der selbsternannten „DVR“ Medikamente im Gesamtwert von 86.000 Euro und trafen sich mit dem Separatistenführer der sogenannten „DVR“, Alexander Sachartschenko.
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Der Separatist Alexander Sachartschenko wurde im August 2018 bei einer Explosion im Café „Separ“ getötet. Im Jahr 2019 tauchte eine Audioaufnahme mit Gesprächen zwischen einem Assistenten von Denis Puschilin und zwei unbekannten Personen auf. Auf deren Basis wurde Puschilin beschuldigt, den Tod Sachartschenkos organisiert zu haben, um die Macht zu übernehmen.
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Am 20. Februar 2015 erschien in der Presse eine Meldung, wonach Andrej Hunko und Wolfgang Gehrcke pro-russische Kämpfer beschuldigten, ihre humanitäre Mission für Propagandazwecke missbraucht zu haben. Die separatistische Website Noworossija veröffentlichte hingegen einen Artikel, wonach die Abgeordneten mit Unterstützung des Fonds „Semljatschestwo Donbassa“ sowie Vertretern der Kommunistischen Partei Medikamente übergeben hätten.
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Ungeachtet der Propagandavorwürfe gegen die Separatisten belegen Informationen und Fotos, die am 11. Oktober 2015 veröffentlicht wurden, dass sich Andrej Hunko und Wolfgang Gehrcke erneut im besetzten Gebiet (Donezk) aufhielten und dort mit Separatisten, Milizen sowie Vertretern illegaler Behörden zusammentrafen.
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Im Februar 2016 fand in Orel das allrussische Wirtschaftsforum „Soziale und wirtschaftliche Entwicklung Russlands. Probleme und Lösungswege“ statt. Das Propaganda-Forum wurde unter der Schirmherrschaft der kommunistischen Partei und unter Beteiligung von Andrej Hunko auf persönliche Einladung des Gouverneurs des Gebiets durchgeführt.
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Im Jahr 2017 hofierte Andrej Hunko im Bundestag den Funktionär der Kommunistischen Partei Russlands, Georgi Kamnew. Während der bekannte Stalinist Kamnew (seit 2022 sanktioniert) einräumte, dass der Kreml Sanktionen zur Manipulation nutzt, instrumentalisierte Hunko Umfragewerte, um gegen Sanktionen zu agitieren.
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Nur 14 Tage vor dem russischen Überfall auf die Ukraine traf sich Hunko am 10.02.22 mit Kreml-treuen Kadern der Partei „Gerechtes Russland“. Während diese gegen den Westen hetzten, garantierte Hunko ihnen Rückendeckung und stellte sich demonstrativ gegen einen Ausschluss Russlands aus dem Europarat.
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Noch im selben Jahr 2022 beteiligte sich Sergej Mironow (Absolvent der 401. KGB-Schule in Okhta), der Chef dieser Partei, ganz offen an der Verschleppung von Kindern aus einem Kinderheim in Cherson.
Mehr über diese abscheuliche Partei und ihre kriminellen Anführer lässt sich in meinem Thread über das Treffen von Dietmar Bartsch (Die Linke) mit Sergej Mironow nachlesen.
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Bei dem Treffen führte Andrej Hunko Gespräche mit Alexander Romanowitsch, einem korrupten Propagandisten, dessen Familie in Frankreich lebt, sowie mit Alexei Chepa. Chepa (GRU) fungiert als Mittelsmann zwischen russischen Behörden und pro-russischen Parteien in Europa sein Netzwerk reicht vom Waffenschmuggel und Verbindungen zu kriminellen Gruppierungen bis hin zu Geheimdiensten.
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Am nächsten Tag, am 11. Februar 2022, traf sich Andrej Hunko mit dem sanktionierten Konstantin Kosachev. Dieser nutzte das Treffen unter dem Vorwand, die „Uhren zu vergleichen“, um die russische Position direkt zu diktieren. Ziel war es, die PACE-Kontrollmechanismen zu schwächen und politische Rückendeckung für russische Interessen zu erhalten.
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Andrej Hunko unterstützt aktiv mit seinen Forderungen russische Propaganda und legitimiert damit die imperialistischen Ambitionen des Kremls. So forderte er öffentlich, einen Weg zu finden, die völkerrechtswidrige Annexion der Krim offiziell zu legalisieren und als Teil des russischen Staatsgebiets anzuerkennen.
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In seinen Berichten fordert Andrej Hunko vehement eine europäische Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands und diffamiert die NATO-Politik als rein konfrontativ. Er agitiert gegen Visabeschränkungen für Russen sowie gegen Sanktionen und verlangt Diplomatie statt Aufrüstung oder Waffen.
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Bellingcat veröffentlichte 2020 eine Recherche, die Andrej Hunkos Rolle bei der Verbreitung von Kreml-Propaganda im Bundestag beleuchtet. Der Bericht legt nahe, dass Hunko wiederholt Kreml-Narrative reproduzierte bzw. weiterverbreitete, um Russland bei Themen wie dem MH17-Abschuss oder einem schweren Cyberangriff durch den GRU auf den Bundestag (2015) zu entlasten.
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Zentral ist die Verbindung zu Sergej Kiritschuk (Gründer der prorussischen Partei Borotba), der laut Leaks direkt Anweisungen von Putins Berater Surkow erhielt. Hunko verhalf Kiritschuk zu Asyl in Berlin und bot ihm eine politische Bühne, wodurch gesteuerte Desinformation direkt in die deutsche Politik einsickern konnte.
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Die Recherche zeigt eine Kette: Der Kreml gab Lügen über gefälschte Beweise zu MH17 vor, Kiritschuk verbreitete sie, und Hunko baute sie fast wortgleich in Anfragen an die Bundesregierung ein. So wurde der Bundestag laut Bellingcat zum politischen Verstärker russischer Geheimdienst-Narrative.
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Hunko verteidigte zudem Kiritschuks Kontakte zu rechtsextremen russischen Nationalisten als „Missverständnis“. Er nutzte seine Immunität, um den russischen Militärgeheimdienst GRU beim Bundestag-Hack 2015 in Schutz zu nehmen, indem er entgegen aller Fakten eine „False Flag“-Operation suggerierte.
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Der Bericht stuft Hunko als strategischen Stellvertreter ein, der westliche Institutionen durch Diffamierung der Ukraine und Relativierung russischer Verbrechen schwächt.
Sein Wechsel zum BSW zeigt, dass der Kreml-Kurs dort nicht nur geduldet wird, sondern durch Kader wie Hunko nun auch ganz offiziell die Führungsriege besetzt.
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