@FGodement You may be right that Xi will crack down on Hong Kong no matter what. But what is the political / policy consequence we should draw from this informed guess? Tell Hong Kongers to go home, accept 1C1S and live in fear? They may not win, but they will have put up a very good fight
@FGodement And while I agree that Xi is a Stalinist, I disagree that political opposition in the form of nonviolent noncooperation is futile. Please watch Gene Sharp’s BBC interview, especially his comments about resistance to Nazi rule
@FGodement Last but not least: Despite all setbacks China’s democracy movement has developed by leaps & bounds. Granted, it hasn’t changed the regime yet. But the strategic thinking has greatly evolved and what happens in HK today could very well happen in mainland China in the near future
@FGodement So I agree with you that the political system CCP under Xi won’t liberalise in a top-down fashion. I guess where we differ is in our assessment about the efficacy of bottom-up activism. You are very skeptical - and I respect that - but I see no alternative to such agency
@FGodement And should PAP/PLA intervene - which I now think is a 50% chance - we’ll get a counter-insurgency which will make The Troubles in Northern Ireland look pale in comparison. This will be the CCP’s black swan event from which it will not recover, domestically & internationally
Neuer Beitrag, alte Muster. Nadine Godehardt und Maximilian Mayer fordern einen „Neustart" der EU-China-Politik und mehr „positive Symbolik" – und folgen dabei der klassischen #Regelungsillusion (Lübbe-Wolff). Ein kurzer 🧵/1
Regelungsillusion. Der Beitrag empfiehlt neue Dialogmechanismen, Reisediplomatie und einen „stabilen Verhandlungsrahmen" – ohne zu erklären, warum diese Formate diesmal wirksamer sein sollen als die gescheiterten Vorgänger. „Dialog” und „Kooperation” als Selbstzweck? /2
Mit Verlaub: Das ist alter Wein in neuen Schläuchen. Mit freundlicher Symbolik und Dialogbereitschaft haben wir es die letzten vierzig Jahre bereits versucht /3
Ich habe mir immer große Gedanken zu meiner Positionalität in der Chinaforschung gemacht. Dass #Heberers Maoismus in der Sinologie zwar bekannt war, aber nicht ausreichend problematisiert wurde, halte ich für einen Skandal. Journalisten sollten ihn auf den #KBW ansprechen /1
Es geht auch anders. Der Ex-Maoist und spätere Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried #Kretschmann hat sich eindeutig von seiner früheren Mitgliedschaft im Kommunistischen Bund Westdeutschland #KBW distanziert. Damit hat er selbstkritische Reflexivität bewiesen /2
Eine vergleichbare öffentliche Distanzierung von seiner maoistischen Vergangenheit hat Heberer meines Wissens nie geleistet. Ich halte das gerade im wissenschaftlichen Bereich für inakzeptabel. Im Folgenden möchte ich erklären, warum dieses Versäumnis von hoher Relevanz ist /3
Ein ausgesprochen problematisches Interview ist in der Frankfurter Allgemeine Zeitung erschienen. Alexander #Armbruster lässt den umstrittenen Sinologen Thomas #Heberer seine fragwürdigen Thesen ausbreiten, ohne mal kritisch nachzuhaken. Ein kurzer 🧵/1 faz.net/aktuell/wirtsc…
Besonders schlimm ist der Titel des Interviews: „China ist kein Feind“. Freund/Feind-Kategorieren sind uns im demokratischen Diskurs fremd. Wenn überhaupt wird die Kommunistische Partei Chinas im deutschen Diskurs als Bedrohung bezeichnet /2
Sehr problematisch finde ich an diesem Framing auch, dass hier keinerlei Unterscheidung zwischen dem politischen Regime und der chinesischen Bevölkerung vorgenommen wird. Letztere hat aber keinen Einfluss darauf, wie das Land regiert wird /3
Wie kommt es, dass in Deutschland so viele Menschen die Schattenseiten von Autokratien nicht sehen wollen - oder schlimmer noch - als gegeben hinnehmen? In diesem 🧵 geht es um deutsche Befindlichkeiten: von Lebenslügen über Selbstzensur bis hin zu Selbstvasallisierung /1
Um zu verstehen, wo Deutschland falsch abgebogen ist müssen wir uns mit dem Architekten der Autokratieblindheit beschäftigen: Egon Bahr. Der Berater von Willy Brandt hatte eine sehr eigenwillige Theorie des Wandels, die er 1963 in seiner Tutzinger Rede wie folgt beschrieb: /2
"Das Vertrauen darauf, daß unsere Welt die bessere ist, die im friedlichen Sinn stärkere, die sich durchsetzen wird, macht den Versuch denkbar, sich selbst und die andere Seite zu öffnen und die bisherigen Befreiungsvorstellungen zurückzustellen.” /3
Eine neue China-Kommission des Bundestages soll "möglichst im Konsens" prüfen, wie die deutschen Energie- und Rohstoffimporte verbessert werden können und ob Änderungen im Außenwirtschaftsrecht notwendig sind. Aber kann das klappen? Ein kurzer 🧵 /1 bundestag.de/dokumente/text…
Auffällig an der Gesamtzusammensetzung ist, dass der Schwerpunkt deutlich stärker auf Akteuren aus den Bereichen Wirtschafts- und Handelspolitik (BDI, DIHK, IW Köln, IfW Kiel, DIN, DGB) liegt als auf Experten für Sicherheit, Menschenrechte oder Politikwissenschaft /2
Zwar sind auch Wissenschaftsinstitutionen (Leopoldina) und Think Tanks dabei (DGAP, MERICS, SWP, IISS), aber Diaspora-Organisationen wie Freiheit für Hongkong e.V. sucht man vergeblich (die 2024 eine kritische Studie zu ‘De-Risking’ veröffentlicht hat) /3 freiheithk.de/report_towntwi…
Überzeugungstäter, Unterinformierte und China-Experten: diese Dreifaltigkeit hält in Deutschland China-Mythen am Leben, die einem Fakten-Check nicht standhalten. Ein kurzer 🧵zu meiner neuen Serie /1
Beim Thema 🇨🇳 verstricken sich 🇩🇪 Eliten immer wieder in einem Netz aus Profit und Eigennutz. Bei ihren Äußerungen spielen Ideologie, Interessen oder Identitätsfragen häufig eine zentrale Rolle. China nutzt die Naivität, Selbstgefälligkeit und den Egoismus deutscher Eliten aus /2
Trotz unfairer Handelspraktiken und transnationaler Repression wird 🇨🇳 von ihnen weiterhin als verlässlicher #Partner bezeichnet. Die Kosten für unsere Sicherheit, unseren Wohlstand und unsere Freiheit werden ignoriert. Durch Trump II erhält Anti-Amerikanismus weiter Auftrieb /3