In my new book ‘The Struggle for Democracy in Mainland China, Taiwan and Hong Kong’ I critique the ‘winner-takes-all’ (你死我活) conception of politics in the People’s Republic of China /1
On p.73 I cite Thomas Gold’s definition of Chinese political culture /2
I subsequently quote Joseph Fewsmith who “suggests that a ‘winner-take-all conception of politics has been the hallmark of CCP politics’”/3
Why am I revisiting these paragraphs in my new book? This morning I read Andrew Higgins New York Times report from Monday, 26 August on Jimmy Lai, the 71-year old Hong Kong tycoon, owner of the online Next magazine and staunch supporter of the pro-democracy movement /4
Higgins points out that Chinese state-media has vilified Lai “as a CIA agent, a ‘black hand’, and a member of an American-directed ‘gang of four’ supposedly responsible for orchestrating the Hong Kong protest movement”.
These accusations reveal the paranoia among CCP leaders /5
But the most remarkable paragraph in Higgins excellent New York Times report comes a bit later, which reveals the real-world implications of the CCP’s political culture of ‘you die, I live’ (你死我活) /6
Higgins writes: “China’s relentless campaign of vilification against Mr. Lai took a particular nasty turn this month when his name was purged from the genealogical records of his family across the border in southern China” /7
This act of ‘eliminating names’ — in this case Jimmy Lai’s — supports Thomas Gold’s definition of Chinese political culture /8
Higgins reports: “His relatives, according to a report in Ta Kung Pao, a Communist Party-controlled newspaper in Hong Kong that invariably refers to him as ‘fatty Lai’, deleted his name from a family tree going back 28 generations, declaring him a ‘traitor’ to his ancestors... /9
... and his country who is no longer part of the clan.”
Anyone vaguely familiar with Chinese culture and society will understand how crass this campaign of demonization of Chinese party-state critics like Jimmy Lai is /10
Anyone who still believes that the Chinese Communist Party is a guardian of ‘Chinese culture’ and anyone who argues that the cultural identity of China is somehow pre-political should reflect on what has just happened to Jimmy Lai, a very good and decent man /End
Eine neue China-Kommission des Bundestages soll "möglichst im Konsens" prüfen, wie die deutschen Energie- und Rohstoffimporte verbessert werden können und ob Änderungen im Außenwirtschaftsrecht notwendig sind. Aber kann das klappen? Ein kurzer 🧵 /1 bundestag.de/dokumente/text…
Auffällig an der Gesamtzusammensetzung ist, dass der Schwerpunkt deutlich stärker auf Akteuren aus den Bereichen Wirtschafts- und Handelspolitik (BDI, DIHK, IW Köln, IfW Kiel, DIN, DGB) liegt als auf Experten für Sicherheit, Menschenrechte oder Politikwissenschaft /2
Zwar sind auch Wissenschaftsinstitutionen (Leopoldina) und Think Tanks dabei (DGAP, MERICS, SWP, IISS), aber Diaspora-Organisationen wie Freiheit für Hongkong e.V. sucht man vergeblich (die 2024 eine kritische Studie zu ‘De-Risking’ veröffentlicht hat) /3 freiheithk.de/report_towntwi…
Überzeugungstäter, Unterinformierte und China-Experten: diese Dreifaltigkeit hält in Deutschland China-Mythen am Leben, die einem Fakten-Check nicht standhalten. Ein kurzer 🧵zu meiner neuen Serie /1
Beim Thema 🇨🇳 verstricken sich 🇩🇪 Eliten immer wieder in einem Netz aus Profit und Eigennutz. Bei ihren Äußerungen spielen Ideologie, Interessen oder Identitätsfragen häufig eine zentrale Rolle. China nutzt die Naivität, Selbstgefälligkeit und den Egoismus deutscher Eliten aus /2
Trotz unfairer Handelspraktiken und transnationaler Repression wird 🇨🇳 von ihnen weiterhin als verlässlicher #Partner bezeichnet. Die Kosten für unsere Sicherheit, unseren Wohlstand und unsere Freiheit werden ignoriert. Durch Trump II erhält Anti-Amerikanismus weiter Auftrieb /3
Der China-Experte #Sandschneider wettert gegen Wadephul - gleiche Appeasement-Logik wie bei #Mützenich. Fehlschlüsse ohne Ende. Warum diese merkwürdigen China-Debatten? Ein kurzer 🧵/1 thepioneer.de/originals/othe…
Sandschneider benutzt ein falsches Dilemma: "Die Politik muss sich ... entscheiden: zwischen Dialog und Konfrontation." Das ist Quatsch. Es ist kein Entweder-Oder. Die KPCh kritisiert uns ja auch häufig und handelt dennoch mit Europa. Warum sollte das anders herum nicht gehen? /2
"Wer auf Dialog angewiesen ist", behauptet Sandschneider, "sollte diplomatische Affronts vermeiden". Stimmt nicht. China führte jahrelang Wolf-Warrior-Diplomatie. Hat Deutschland daraufhin die Beziehungen abgebrochen? Natürlich nicht. Warum dann vor Peking kuschen? /3
In der 🇩🇪 IB-Forschung besteht eine ungeschriebene Regel, dass man Politikern keine Handlungsnoten vergeben soll. @oertel_janka erwähnte das dankenswerterweise in ihrem jüngsten Buch. Ich finde aber, wir sollten auf Befindlichkeiten von Politikern nicht länger Rücksicht nehmen /1
Selbst wenn wir uns nach Koselleck (1979) bewusst sind, dass die Handlungen von Politikern immer in ihrem "Raum der Erfahrung" und "Horizont der Erwartung verortet sind: Merkel, Steinmeier, Mützenich etc haben sich gravierend geirrt, sind in vielerlei Hinsicht gescheitert /2
Wenn sich deutsche Politiker trotz—oder vielleicht gerade wegen—ihres Scheiterns in der Außenpolitik einen Persilschein ausstellen, dann schaden sie damit der 🇩🇪 politischen Kultur. Das haben wir jetzt sowohl bei #Merkel als auch bei #Steinmeier gesehen /3
Sprache ist verräterisch: »Meinen Glauben an die Diplomatie kann mir so leicht keiner nehmen« sagt der Ex-SPD-Fraktionschef Mützenich im Spiegel-Interview. Handelt es sich hier um Standhaftigkeit oder eine Trotzreaktion? Ein kurzer 🧵mit Reflektionen /1 spiegel.de/politik/deutsc…
Mützenich ist—neben SPD-Politikern wie @Ralf_Stegner —für das langjährige 🇩🇪 Appeasement gegenüber Putins Russland in die Kritik geraten. Insofern kann man sein Spiegel-Interview als den Versuch einer Rechtfertigung lesen. Ein Befreiungsschlag war es nicht, er bleibt sich treu /2
@Ralf_Stegner Lassen Sie mich kurz meinen Bewertungsmaßstab offen legen. Mein Denken zum Thema ist stark durch die Forschung von Robert Jervis geprägt. Er hob die Bedeutung von Glaubenssystemen hervor, um Wahrnehmung und Fehlwahrnehmung in der internationalen Politik zu erklären (1976) /3
In every culture and society, uncomfortable truths lurk that people avoid discussing openly—like pervasive bureaucratic behaviour and opportunistic self-interest. @aiww Ai Weiwei’s sharp critique of 🇩🇪 was foolishly rejected by a major newspaper. A few personal reflections /1
In this post @aiww explains how his column for the prestigious Zeit Magazin was axed. He has critiqued 🇩🇪 in the past. Some contemporaries dismiss his views, pointing out he doesn’t speak German. But his insights cut deeper, exposing truths many avoid /2 hyperallergic.com/1050197/what-i…
@aiww Ai Weiwei’s @aiww critique of 🇩🇪 hits home: Working in Sino-German development cooperation in the early 2000s, I witnessed disturbing pathologies in Germany’s political and organisational culture—the complicity of some German elites in autocratic entanglements shocked me /3