Thread. Ich weiß nicht, ob in jenem von Israel zerstörten Gebäude in Gaza, in dem sich zahlreiche Medienbüros befanden, tatsächlich auch Einrichtungen des militärischen Geheimdienstes der Hamas waren, wie Israel behauptet. Wundern würde es mich jedoch nicht. 1/8
Wie sich im letzten Gaza-Krieg von 2014 gezeigt hat, nutzt Hamas zivile Einrichtungen mit hohem "Tabuwert" häufig für militärische Zwecke. So wurden Raketen- und Granatwerfer auf Schulhöfen aufgestellt und Waffen in UN-Schulen versteckt. 2/8
Die angeblich so religiöse Hamas benutzte auch Moscheen als Waffenlager und Minarette als Snipernester. In mindestens zwei großen Krankenhäusern in Gaza installierte Hamas militärische Kommandozentralen und benutzte Krankenwagen für Militäroperationen. 3/8
In einem Fall führte eine Tunnel, der auf die andere Seite der Grenze führte und zur Anführung von Israelis dienen sollte, unter einem Kindergarten vorbei. Der Kindergarten sollte laut Planungen als Sammelort für die gekidnappten Geiseln dienen. 4/8
Hamas schreckt also nicht nur nicht zurück davor, Orte, die im Krieg eigentlich Tabu sind, für militärische Zwecke zu missbrauchen. Sondern ganz im Gegenteil: je stärker ein Ort tabuisiert ist, desto besser für die Hamas. 5/8
Es ist Teil des Kalküls der Hamas, dass Israel größere Hemmungen haben wird, sensible Orte anzugreifen, selbst wenn die militärisch genutzt werden. Und wenn Israel es doch tut, dann muss es in der Weltöffentlichkeit einen hohen Preis dafür zahlen. 6/8
Dass die Hamas ein Gebäude mit Büros internationaler Medien militärisch infiltriert wäre also nicht außergewöhnlich, sondern entspräche tatsächlich einem etablierten Muster. 7/8
Denn auch in diesem Fall handelt es sich um einen Ort mit hohem Tabuwert - und hohem internationalem Erregungspotenzial, wenn Israel sich wie am Samstag entscheidet, das Ziel anzugreifen, selbst wenn es vorher evakuiert wurde. 8/8 welt.de/politik/auslan…
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