Have you ever wondered how the Chinese Communist Party's censorship regime works at home and abroad? What follows is a short thread 🧵 /1
The CCP's sharp power works with the help of the *simultaneous* use of carrots and sticks. In my book "The Struggle for Democracy in Mainland China, Taiwan and Hong Kong" I called the carrots rule by bribery and the sticks rule by fear /2
A key instrument is the psychological warfare technique of ‘decomposition’ (Zersetzung) against domestic and international opponents of the regime /3
The CCP's threatening posture leads to imagined and / or realistic fear among members of the target audience. The result is individual and institutional self-censorship. Why is self-censorship so corrosive? /4
People start worrying about upsetting Chinese partner organisations / funders; fear putting colleagues / family / friends in China at risk; and / or fear losing access to China. Such conflict avoidance means that individuals are afraid to ‘live in truth’ (Václav Havel) /5
Another outcome of censorship is enforced silence. Open discourse about China is seen as a dangerous act. Victims of CCP censorship need to justify silence to avoid cognitive dissonance. And those who do not want to be silent are likely to feel guilty (internal dilemma) /6
Yet there are also those who want to continue to collaborate with “official China” regardless of the political limitations. When there are no red lines to such an unconditional engagement, however, we can observe highly problematic coping strategies /7
Coping strategy 1: Wilfully playing down valid empirical evidence in order to appease Chinese authorities /8
Coping strategy 2: An alternative excuse is claim to discuss sensitive issues behind ‘closed doors’ only /9
Ultimately, the political and psychological costs of the CCP's censorship are enormous /11
It leads to the open or tacit support for ‘official China’ (represented by the party-state) and the marginalisation of ‘unofficial China’ (by which I mean Chinese citizens who seek autonomy from the CCP and who no longer accept its rule by fear) /12
Acceptance of the CCP's censorship normalises the Chinese party-state /13
There is subsequently also no empathy and no solidarity with the many victims of CCP rule /14
Acceptance of the CCP's political censorship also leads to a denial of the values of one’s own socialisation process and the lowering of one’s own standards /15
And another impact of not mounting any resistance to political censorship is that one loses the respect of the Chinese Communist Party, which leads to an encouragement for even more aggressive behaviour /16
To a certain extent we are all victims of the CCP's totalitarian rule. But we don't have to accept this predicament. I firmly believe that we can overcome political censorship through solidarity and collective action /17
Did I perhaps overlook some important aspects related to the phenomenon of the CCP's censorship regime? Do you agree or disagree? What can we do beyond standing in solidarity with one another to overcome CCP censorship? Your comments and reflections are most welcome /End
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Ich habe mir immer große Gedanken zu meiner Positionalität in der Chinaforschung gemacht. Dass #Heberers Maoismus in der Sinologie zwar bekannt war, aber nicht ausreichend problematisiert wurde, halte ich für einen Skandal. Journalisten sollten ihn auf den #KBW ansprechen /1
Es geht auch anders. Der Ex-Maoist und spätere Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried #Kretschmann hat sich eindeutig von seiner früheren Mitgliedschaft im Kommunistischen Bund Westdeutschland #KBW distanziert. Damit hat er selbstkritische Reflexivität bewiesen /2
Eine vergleichbare öffentliche Distanzierung von seiner maoistischen Vergangenheit hat Heberer meines Wissens nie geleistet. Ich halte das gerade im wissenschaftlichen Bereich für inakzeptabel. Im Folgenden möchte ich erklären, warum dieses Versäumnis von hoher Relevanz ist /3
Ein ausgesprochen problematisches Interview ist in der Frankfurter Allgemeine Zeitung erschienen. Alexander #Armbruster lässt den umstrittenen Sinologen Thomas #Heberer seine fragwürdigen Thesen ausbreiten, ohne mal kritisch nachzuhaken. Ein kurzer 🧵/1 faz.net/aktuell/wirtsc…
Besonders schlimm ist der Titel des Interviews: „China ist kein Feind“. Freund/Feind-Kategorieren sind uns im demokratischen Diskurs fremd. Wenn überhaupt wird die Kommunistische Partei Chinas im deutschen Diskurs als Bedrohung bezeichnet /2
Sehr problematisch finde ich an diesem Framing auch, dass hier keinerlei Unterscheidung zwischen dem politischen Regime und der chinesischen Bevölkerung vorgenommen wird. Letztere hat aber keinen Einfluss darauf, wie das Land regiert wird /3
Wie kommt es, dass in Deutschland so viele Menschen die Schattenseiten von Autokratien nicht sehen wollen - oder schlimmer noch - als gegeben hinnehmen? In diesem 🧵 geht es um deutsche Befindlichkeiten: von Lebenslügen über Selbstzensur bis hin zu Selbstvasallisierung /1
Um zu verstehen, wo Deutschland falsch abgebogen ist müssen wir uns mit dem Architekten der Autokratieblindheit beschäftigen: Egon Bahr. Der Berater von Willy Brandt hatte eine sehr eigenwillige Theorie des Wandels, die er 1963 in seiner Tutzinger Rede wie folgt beschrieb: /2
"Das Vertrauen darauf, daß unsere Welt die bessere ist, die im friedlichen Sinn stärkere, die sich durchsetzen wird, macht den Versuch denkbar, sich selbst und die andere Seite zu öffnen und die bisherigen Befreiungsvorstellungen zurückzustellen.” /3
Eine neue China-Kommission des Bundestages soll "möglichst im Konsens" prüfen, wie die deutschen Energie- und Rohstoffimporte verbessert werden können und ob Änderungen im Außenwirtschaftsrecht notwendig sind. Aber kann das klappen? Ein kurzer 🧵 /1 bundestag.de/dokumente/text…
Auffällig an der Gesamtzusammensetzung ist, dass der Schwerpunkt deutlich stärker auf Akteuren aus den Bereichen Wirtschafts- und Handelspolitik (BDI, DIHK, IW Köln, IfW Kiel, DIN, DGB) liegt als auf Experten für Sicherheit, Menschenrechte oder Politikwissenschaft /2
Zwar sind auch Wissenschaftsinstitutionen (Leopoldina) und Think Tanks dabei (DGAP, MERICS, SWP, IISS), aber Diaspora-Organisationen wie Freiheit für Hongkong e.V. sucht man vergeblich (die 2024 eine kritische Studie zu ‘De-Risking’ veröffentlicht hat) /3 freiheithk.de/report_towntwi…
Überzeugungstäter, Unterinformierte und China-Experten: diese Dreifaltigkeit hält in Deutschland China-Mythen am Leben, die einem Fakten-Check nicht standhalten. Ein kurzer 🧵zu meiner neuen Serie /1
Beim Thema 🇨🇳 verstricken sich 🇩🇪 Eliten immer wieder in einem Netz aus Profit und Eigennutz. Bei ihren Äußerungen spielen Ideologie, Interessen oder Identitätsfragen häufig eine zentrale Rolle. China nutzt die Naivität, Selbstgefälligkeit und den Egoismus deutscher Eliten aus /2
Trotz unfairer Handelspraktiken und transnationaler Repression wird 🇨🇳 von ihnen weiterhin als verlässlicher #Partner bezeichnet. Die Kosten für unsere Sicherheit, unseren Wohlstand und unsere Freiheit werden ignoriert. Durch Trump II erhält Anti-Amerikanismus weiter Auftrieb /3
Der China-Experte #Sandschneider wettert gegen Wadephul - gleiche Appeasement-Logik wie bei #Mützenich. Fehlschlüsse ohne Ende. Warum diese merkwürdigen China-Debatten? Ein kurzer 🧵/1 thepioneer.de/originals/othe…
Sandschneider benutzt ein falsches Dilemma: "Die Politik muss sich ... entscheiden: zwischen Dialog und Konfrontation." Das ist Quatsch. Es ist kein Entweder-Oder. Die KPCh kritisiert uns ja auch häufig und handelt dennoch mit Europa. Warum sollte das anders herum nicht gehen? /2
"Wer auf Dialog angewiesen ist", behauptet Sandschneider, "sollte diplomatische Affronts vermeiden". Stimmt nicht. China führte jahrelang Wolf-Warrior-Diplomatie. Hat Deutschland daraufhin die Beziehungen abgebrochen? Natürlich nicht. Warum dann vor Peking kuschen? /3