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Jun 11, 2021 11 tweets 3 min read Read on X
Gestern haben wir uns damit beschäftigt, wie die Erde als Referenz für Exoplaneten beobachtet werden kann. Heute wollen wir uns mal genauer mit unserer eigenen kosmischen Identität beschäftigen:
Hier seht ihr den Überblick von gestern noch einmal, wo sehr gut die unterschiedlichen Moleküle in unserer Atmosphäre zu erkennen sind. Aber ganz besonders interessant ist es natürlich Leben zu finden. Und damit willkommen im infra-roten. Erdspektum, mit H2O, CO2, C...
Pflanzen u ä reflektieren infra-rotes Licht besonders gut, wie ihr hier sehen könnt, was zur sogenannten 'roten Kante' führt, einem Anstieg der Reflektionsstärke im NIR (near infra red), der nur von Organismen stammen kann die Photosynthese betreiben. Reflektionskraft von Korall...
Aber ist diese 'Kante' denn auch aus dem Weltall sichtbar? Können wir pflanzliches Leben selbst für Exoplaneten in der Theorie nachweisen?
Um das festzustellen haben Sarah Seager et al. die Erde durch den Erdschein zweimal untersucht. Einmal an einem Tag wo die Reflektion hauptsächlich vom Meer kommt (keine Pflanzen): Flaches Spektrum ohne beson...
Und dann noch einmal die Untersuchung des Erdscheins, diesmal mit Reflektion der Erde, die hauptsächlich aus Südamerika stammt: Erdspektrum mit Fokus in Sü...
Der Vergleich zeigt: unsere Pflanzen und unsere Regenwälder ganz besonders sind aus dem Weltall für andere Planeten sichtbar und teil unserer kosmischen Identität. So stark sogar, dass die Abholzung der Regenwälder seit 2005 eine Abnahme dieser Signatur verursacht hat... 'The Amazon rainforest is p...
Und damit sind zwei Dinge nach dieser Woche klar: Unser Planet ist einzigartig, und selbst falls wir eine zweite Erde finden, werden wir sie niemals erreichen. Und wir ändern mit dem Klimawandel nicht nur unsere Lebensbedingung, sondern sogar unsere kosmische Signatur.
Im Moment haben wir die technischen Möglichkeiten noch nicht die 'rote Kante' auf Exoplaneten nachzuweisen, doch bald kommen neue Großteleskope an den Start (2025), die diese Signatur nachweisen könnten. Daran, unter anderem, werde ich in den nächsten Jahren forschen. Zwei Bilder der GTC und ELT...
Dieser Thread basiert teilweise auf Vorträgen von Dr. Raphaëlle Haywood, die ich hier ganz besonders empfehle um wissenschaftliche Vorträge für ein breites Publikum zu geben.

Und damit schließt sich der wissenschaftliche Teil der Woche, ich hoffe es hat euch gefallen!
Lasst mich eure Fragen und Kommentar hier gerne wissen! Am Wochenende arbeite ich nicht, aber ich werde ich euch trotzdem das ein oder andere wissenschaftliche und nicht so wissenschaftliche posten. Danke, dass ihr dabei gewesen seid! ✨✨✨

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Dec 4, 2023
⚡️Transkutane Vagusnerv-Stimulation (taVNS)⚡️
#vagusnerv #stimulation Image
1.1 ⚡️Habt ihr schon mal bemerkt, wie us Ohren in ihrer Form und Größe sind? Die Ohrmuschel hat Nervenverbindungen zum Vagusnerv (rot im Bild).Für nicht invasive Vagusnerv-Stimulation platzieren wir Elektroden in der Ohrmuschel (transkutan = "durch die Haut").
1.2 Vor allem ein Bereich, der sich „cymba conchae“ nennt (dunkelrot im Bild) wird dabei oft benutzt, da er ausschließlich durch den Aurikularast des Vagusnervs (ABVN) innerviert wird. Aber es gibt auch andere Stellen in der Ohrmuschel, die man für eine taVNS nutzen könnte.
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Nov 17, 2023
Noch ganz kurz zum Thema Energieprojekte. Was ist wichtig, um hier die Akzeptanz zu erhöhen? Das erste ist, Vertrauen zu schaffen, indem Menschen vor Ort mit in das Projekt mit eingebunden sind (Segreto et al., 2020). D.h. eine transparente und klare Kommunikation… (1/7)
… über das Projekt zu ermöglichen, indem man z.B. durch Infoabende oder andere Informationskampagnen veranstaltet und das möglich früh in der Planungsphase eines Projekts (Chodkowska-Miszczuk et al., 2019; Maleki-Dizaji et al., 2020; Segreto et al., 2020). (2/7)
Lokale Aketeur*innen sollten von Anfang an in die Projektentschidungen und -planungsprozesse mit einbezogen werden und in Mitbestimmungsrecht haben (Maleki-Dizaji et al., 2020; Segreto et al., 2020). (3/7)
Read 13 tweets
Aug 27, 2023
Ich unterstütze #ichbinhanna #ichbinreyhan! Für mich war die maximale PostDoc Befristungszeit von 6 Jahren auch ein Grund, Deutschland zu verlassen. Auch wenn es in den Niederlanden damals nicht ganz so rosig aussah mit #tenure Chancen. 1/n
An der ersten Uni hier in NL wurde mir mehr oder weniger direkt mitgeteilt dass die Chancen auf eine Entfristung praktisch 0 sind. Ich hatte mich zwar auf eine tenure track Stelle beworben, aber bekam letzten Endes nur einen 1-Jahres-Vertrag angeboten 2/n
Der Vertrag wurde dann später um 3 Jahre verlängert, aber tenure war trotzdem weit weg. Ich hatte mir die formalen Kriterien angeschaut, aber alleine die Drittmittelvorraussetzungen schienen utopisch. 3/n
Read 14 tweets
Aug 24, 2023
Was löst das Fallenlassen eines Tampons aus? In diesem Experiment von Tomi-Ann Roberts wurde die Hypothese getestet, dass das Fallenlassen eines Tampons (versus ein Haarclip) zu negativen Reaktionen führt. 1/n
onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.111…
Die Teilnehmenden hatten eine Interaktion mit einer weiteren "Teilnehmerin" (eine Assistentin der Versuchsleitung). In der Interaktion lies die Assistentin "aus Versehen" entweder einen Tampon oder einen Haarclip fallen und steckte ihn ohne Kommentar wieder in ihre Tasche. 2/n
Danach schätzten die Teilnehmenden die andere "Teilnehmerin" ein. In der Tampon-Versuchsgruppe wurde sie als signifikant weniger kompetent und sympatisch eingeschätzt. 3/n
Read 5 tweets
Aug 23, 2023
Die Zusammenhänge zum Homeoffice sind auch interessant. Personen, die mehr Zeit pro Woche im Homeoffice arbeiten berichten von weniger Präsentismus 1/n
Durch die Forschung der tollen Kolleginnen Prisca Brosi und @FabiolaGerpott wissen wir, dass Präsentismus auch im Homeoffice existieren kann ("workahomeism") onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.100…
@FabiolaGerpott Natürlich gibt es hier mehrere Erklärungsmöglichkeiten: 1. Beim Beantworten der Fragen zum Präsentismus (z.B. "Ich habe trotz starker Schmerzen die volle Zeit/Schicht gearbeitet") dachten die Teilnehmenden automatisch nur an die Präsenzarbeit, nicht an das Homeoffice. 3/n
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Aug 23, 2023
Was denke ich über diese Ergebnisse: Die Befunde zur Relevanz von disclosure spiegeln wieder, was in anderen (meist qualitativen) Studien oft angedeutet wird. 1/n
Entscheidung für oder gegen Abwesenheit von der Arbeit aufgrund von Menstruationsbeschwerden hängt davon ab, ob man den Grund mitteilen möchte, mitgeteilt hat, oder evtl. nicht möchte dass der Arbeitgeber es "erahnen" kann. 2/n
In unserer Studie war disclosure nicht binär (ja/nein), sondern wir nahmen an dass man seiner FK eine gewisse Menge an bestimmten Information geben kann (z.B. die Art des Gesundheitsproblems, die exakten Symptome, die Art und Weise wie man dadurch beeinträchtigt wird) 3/n
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